Kreditkartenvergleich 2019

Kreditkarten bzw. Plastikgeld ist aus unserem täglichen Leben eigentlich nicht mehr wegzudenken. Erfunden wurde es in New York im Jahr 1949, als ein amerikanischer Geschäftsmann auf die Idee kam, in den Stammrestaurants auf eine etwas modernere Art anschreiben zu lassen. Die Diners Club Kreditkarte war geboren. Heute existieren neben den beiden Klassikern Diners Club und American Express noch die in Deutschland wesentlich weiter verbreitete Visa Card und Master Card. In den USA bietet faktisch jede Mineralölgesellschaft eigene, ausschließlich für das jeweilige Unternehmen gültige Karten an. Gleiches gilt auch für den Einzelhandel. Während Amex und Diners von der jeweiligen Gesellschaft ausgegeben werden, können Visa und Mastercard in Deutschland bei den unterschiedlichsten Institutionen beantragt werden. Banken, Einzelhandel, Sportvereine oder Fluggesellschaften geben die Karten mit dem jeweiligen Logo aus. Doch welche Option ist die Beste? Erfahren Sie mehr in unserem Kreditkarten Vergleich:

Überblick über die häufigsten Kreditkarten

Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Optionen. Der Markt ist so vielfältig, dass es inzwischen eines Kreditkartenvergleichs bedarf, um die persönlich am sinnvollsten ausgestattete Variante zu wählen. Die von den Banken und Sparkassen vor Ort ausgegebenen Möglichkeiten spielen im Grunde keine Rolle, da das Preis- Leistungsverhältnis weit hinter dem zurücksteht, was ein Verbraucher tatsächlich erwarten kann. Hier haben sich auch viele Startups mit innovativen Ideen und niedrigen Preisen auf den Markt gedrängt und der Kunder hat die Qual der Wahl. Die eine beste Kreditkarte gibt es definitiv nicht, aber es gibt fast immer eine individuelle Lösung, die man für sich finden kann.

Die einen wollen häufiger Geld abheben, die anderen brauchen eine Prepaid-Kreditkarte um Kosten im Griff zu haben, die nächsten wollen wieder viele Präemienpunkte beim Einkaufen. Das Angebot scheint schier unendlich und der Kunde kann sich am Ende nur auf einen Vergleich verlassen. Dank der online Welt können wir schauen wie kostenlos Bargeld abheben wirklich sind, ob wir beim Einkauf wirklich einen Bonus erhalten und wie flexibel die Zahlung dann ist. In unserem Vergleich wollen wir möglichst neutral auf die Karten schauen und werden dann getrennt versuchen auf die einzelnen Szenarien einzugehen. Ob ein Produkt für eine Reise geeignet ist, lässt sich nur mit ausreichender Erfahrung sagen. So kann die Visa Card auf dem Papier super wirken, aber wie bei der Barclaycard Visa zu häufig im Ausland gesperrt werden, so dass sie nur noch nervt. Wer wirklich weltweit die Karten im Einsatz hat, muss daher andere Dinge beachten als der Kunde, der nur mit einer kostenlosen Kreditkarte immer bargeldlos zahlen will.

Die klassische Lösung

Diese setzt eine gewisse Bonität voraus, da tatsächlich ein Kredit gewährt wird, daher auch die Bezeichnung Kredit-Karte. Die Abrechnung erfolgt in der Regel am Monatsende zulasten des Bankkontos. Die Kreditkartengesellschaft tritt vom Bezahlzeitpunkt bis zur Abbuchung in Vorlage. Der finanzielle Rahmen, in dem die Karte genutzt werden kann, wird individuell festgelegt. Der Inhaber hat die Möglichkeit, die monatlich aufgelaufene Summe entweder in einem zu begleichen, oder durch künftige monatliche Raten abzutragen. Während die Filialinstitute hier Gebühren ab 20 Euro jährlich aufwärts berechnen, stellen Direktbanken welche im Rahmen kostenloser Girokonten ebenfalls gebührenfrei zur Verfügung.

Hier sind wirkliche endlose Varianten an Kreditrahmen vorhanden. Von der rudimentären kostenlosen Karte, die einen Rahmen von 1000€ als normales Limit hat bis zu American Express Karten gänzlich ohne Limitierung. Für Banken wie die ING-Diba, die keine Filialen haben, ist eine gebührenfreie Kreditkarte sehr wichtig, da die Kunden so mehr Optionen haben. Bezeichnungen wie Mastercard Gold, Mastercard Basis oder Mastercard Standard sind mit sehr sehr viel Vorsicht zu genießen, denn sie sagen nicht immer etwas darüber aus welchen Kreditrahmen man bekommen. Noch viel wichtiger ist es, dass man selbst in seinen finanziellen Möglichkeiten bleibt und sich nicht in die Schuldenfalle begibt. Am Ende erscheint es uns fast verrückt, dass die Bank, die euer Girokonto hat nicht in der Lage ist, euch auch die beste Kreditkarte zu geben, aber aus Erfahrung können wir sagen: es ist leider so.

Standard oder doch lieber Platin?

Credit Cards werden in den unterschiedlichsten Ausprägungen, Standard, Gold oder Platin, abhängig vom Emittenten ausgegeben. Neben unterschiedlichen Jahresgebühren bieten diese Karten noch allerlei Assistanceleistungen, über deren Sinn und Zweck jeder Karteninhaber selbst entscheiden muss. Die angebotenen Versicherungspakete spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, da viele Leistungen bereits über andere Versicherungen abgedeckt sind und häufig nur tatsächlich versichert sind, wenn mit der Karte bezahlt wurde. Dazu zählt beispielsweise die Auslandsversicherung, die voraussetzt, dass der Reisepreis mit Kreditkarte bezahlt wurde. Doch wer hier lernt wie man das Produkt schlau einsetzt, der kann auch wirklich Geld sparen. Das fängt bei den Versicherungen für den Mietwagen an und endet eben bei der Reise. Wichtig bleibt es das Kleingedruckte zu lesen. Beispiel: wir haben für unsere Reisen in die USA immer die Platinum AmEx, weil man bei der Automiete wirklich auf die Zusatzhaftpflicht verzichten kann, die dann bis zu einer Million pro Person absichert (sehr wichtig in den USA). Das gepaart mit dem Status bei den Autovermietungen (ebenfalls dank der Karte) und wir sparen wirklich viel Geld. So ist sie die für uns beste Reisekreditkarte aus gleiche mehreren Gründen, aber sie ist DEFINITIV nicht die beste Variante für jeden Kunden.

Wer sehr aktiv beim online Shoppen ist, für den kann es sich lohnen ein Angebot mit einem sehr guten Cash-Back-Programm zu haben, auch diese Angebote sind bei “Platin” und Co. besser. Bei einigen der teureren Platinkarten gibt es auch Absicherungen für sicheres Online-Shopping, so dass ihr hier erweiterte Optionen habt wenn ihr online mit der Karte einkauft und das gilt eben nicht nur für die Reise.

Prepaid-Kreditkarten

Debitkarten dürfen nicht an Minderjährige ausgegeben werden. Ebenso stehen Verbraucher mit schwacher Bonität vor dem Problem, dass ihnen keine Karte ausgehändigt wird. Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Lösung. Die Prepaid Card funktioniert wie ein Prepaidtarif für das Handy. Es kann nur über das auf der Karte aufgeladene Guthaben verfügt werden. Die Karte selbst unterscheidet sich in keiner Weise von einer Debitkarte. Niemand muss damit auf die Vorzüge des bargeldlosen Bezahlens verzichten und Eltern können ihren Nachwuchs inzwischen auch ohne Bargeld in Urlaub schicken. Der Sicherheitsaspekt kommt hier definitiv zum Tragen. Das Alter, ab wann diese Karte an Jugendliche ausgegeben wird, schwankt von Anbieter zu Anbieter, die WüstenrotDirect stattet bereits Kinder im Alter von sieben Jahren mit einer Kreditkarte aus.

Gibt es auch Nachteile? Ja, ABER diese sind sehr spezieller Natur und treten beispielsweise bei der Automiete auf. Man muss hier sehr genau schauen ob eine Prepaid Card die richtige Lösung ist oder eben eine günstige Karte von der Santander Bank oder die DKB-Visa-Card (nur Beispiele), wenn man denn nicht bei der Bonität Probleme hat. Prepaid-Karten sind am Ende die einzigen Karten, die wirklich eine 100%-ige Kontrolle ermöglichen, da moderne Versionen auch das Budget verwalten können und per E-Mail-Adresse warnen und vieles mehr. Alle Karten hier sind ohne Gebühr.

Unterschiedliche Bonussysteme für jeden Anspruch

Die Versicherungspakete, welche bei den Angeboten der Filialbanken und Sparkassen mit eingeschlossen sind, stellen nur in den seltensten Fällen einen echten Mehrwert dar. Deutlich interessanter sind für die meisten Verbraucher die Möglichkeiten, die beim Bezahlen Boni leisten. Dazu gehört beispielsweise ein prozentualer Preisnachlass beim Tanken oder das Sammeln von Flugmeilen bei jedem Bezahlvorgang. Interessant sind für Reisende die Karten, welche kostenlose Barverfügungen im Ausland ermöglichen. Dieser Sachverhalt zeichnet alle Angebote aus, die von den Onlinebanken im Rahmen eines kostenlosen Girokontos ausgegeben werden.

Dann gibt es auch sehr spezielle Punktesysteme wie das von American Express, bei dem man die Punkte des Anbieters in fast alles umwandeln kann, sogar in Flugmeilen aller Airlines. Damit bleibt man super flexibel, statt nur Miles and More Punkte zu sammeln beispielsweise. Wie immer muss man natürlich den Zustand des eigenen Girokontos im Auge behalten. Wir versuchen in unserem Kreditkarten Vergleich auch dieses Thema zu berücksichtigen, aber hier erfordert es mehr Details, da man als Kunde natürlich auch ein bestimmtes Reiseverhalten und Einkaufsverhalten hat und man das berücksichtigen sollte. Sammelt man beispielsweise super viele Punkte in kurzer Zeit, aber eben bei einer Airline, die man nur selten nutzt, dann hat man sicherlich NICHT die beste Kreditkarte für sich erwischt.

Vorteile und Nachteile einer Kreditkarte

Wenn man über die Nachteile dieser Produkte spricht, gibt es keine allgemeingültigen Aussagen. Es ist natürlich verlockend, einkaufen zu gehen, ohne an den Geldautomaten zu müssen. Mit ein wenig Disziplinlosigkeit kann der Rahmen schnell ausgeschöpft sein. Dies ist aber ein sehr individuelles Thema. Das Risiko beim Einsatz im Internet lässt sich selbst begrenzen, eine Prepaidkarte nur für das Bezahlen beim Onlineshopping ist die sicherste Lösung. Die Vorteile überwiegen dagegen auf breiter Front.

  • Weltweite finanzielle Unabhängigkeit
  • Bei Verlust kann unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116 116 an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr gesperrt werden.
  • Bei Missbrauch maximal 150 Euro Selbstbeteiligung
  • Kostenlose Barverfügungen im Ausland, abhängig von der Karte
  • Prepaidkreditkarten auch für Jugendliche und für Verbraucher mit schwacher Bonität
  • Eventuell Zinsvorteile durch zeitverzögerte Abbuchung
  • Einfachste und schnellste Bezahlmöglichkeit im Internet

Wir haben in unserem Kreditkarten Test nicht das “ja” oder “nein” beantwortet, denn diese Grundsatzfrage kann ein Portal wie unseres nicht beantworten. Diese Seite ist sicherlich für alle da, die sich entschieden haben solch ein Produkt zu nutzen und nun Rat gegen hohe Gebühren wollen. Uns geht es darum wirklich Top-Konditionen für euch zu finden bzw die richtige Kreditkarte (die nicht immer die günstigste sein muss). Wir bewerten dabei die Angebote nicht ganz so wie ein Stiftung Warentest, da wir gerne den Alltag noch etwas stärker einfließen lassen. Die Anbieter tricksen auch hier sicherlich gerne, vor allem bei dem Thema Gebühren oder Zahlung um Ausland, aber genau das wollen wir aufzeigen und die Tricks nennen.

Wann benötigt man eigentlich eine Kreditkarte?

Abgesehen von der Bequemlichkeit gibt es aber durchaus Gründe, weshalb sie fast schon unverzichtbar ist.

  • Geschäftsreisende, die bei Auslandsaufenthalten einen Mietwagen benötigen, wissen, dass man ohne Kreditkarte in Bezug auf die Kaution fast chancenlos ist. Niemand hinterlegt den geforderten Betrag in bar. Gerade in den USA werden auch Kleinstbeträge mit Kreditkarte bezahlt, Bargeld ruft fast schon eine gewisse Skepsis hervor. Dazu kommt für Vielflieger die Möglichkeit, über eine Kreditkarte Flugmeilen zu sammeln, ein Aspekt, der gerade bei denen greift, die beruflich viel unterwegs sind. Kommt die Karte abhanden, wird in der Regel innerhalb von 48 Stunden eine neue Kreditkarte zugestellt.
  • Verbraucher, gleich ob Geschäftsleute oder Privatpersonen, die einfach gerne reisen, wissen die Möglichkeit zu schätzen, im Ausland gebührenfrei Barverfügungen an den dortigen Geldautomaten vorzunehmen. Hier zeigen sich deutliche Vorteile gegenüber der klassischen Maestrokarte. Für Verfügungen mit der EC-Karte berechnen die hiesigen Kreditinstitute Gebühren, welche die Reisekasse überdurchschnittlich strapazieren.
  • Vielfahrer, gerade selbstständige Außendienstler, können ein Lied von den Benzinpreisen singen. Wer aktives Kostenmanagement betreiben möchte, ist mit einer Karte, die hohe Tankrabatte sichert, bestens bedient. Diese sind zwar nicht gebührenfrei, ab einem bestimmten Kraftstoffvolumen wird der Beitrag aber kompensiert.
  • Verlieren Jugendliche, die im Urlaub sind, ihre Urlaubskasse, ist das Geld verloren. Kommt die Kreditkarte abhanden, ist das Guthaben versichert, Barverfügungen können durch Dritte nicht vorgenommen werden. Immer mehr Eltern erkennen, dass eine Prepaidkreditkarte die sicherste Variante ist, wenn es darum geht, den Nachwuchs mit Bargeld im Ausland zu versorgen.

Ja, die Maestro-Karte klingt erst einmal wie eine Visa Karte (oder sonst eine), aber im Ausland erlebt man doch recht schnell, dass das alles nicht ganz so einfach ist. In der Euro-Zone kann es sogar schon nervig werden ohne eine, vor allem in den nordischen Ländern.

Fazit

Eine Kreditkarte ist die bequemste und sicherste Variante, sowohl beim hiesigen Einzelhandel, als auch im Internet oder Ausland zu bezahlen. Die Auswahlkriterien sind so zahlreich, dass ein Kreditkarten Vergleich die beste Lösung ist, um die individuell geeignetste Karte zu finden. Prepaidkarten für Jugendliche und Verbraucher mit schwacher Bonität ermöglichen die Nutzung des Plastikgeldes faktisch jedermann. Wichtig ist bei Prepaidkreditkarten der Preis, da es hier deutliche Unterschiede gibt. Wer einmal die Vorzüge einer genossen hat, möchte das kleine Stückchen Plastik nicht mehr missen.

Begriffe, die man kennen sollte

    • Debit-Card: Klassische Variante, bei der die Kartengesellschaft den offenen Saldo am Monatsende vom Girokonto abbucht.
    • Kreditrahmen: Betrag, bis zu dem die Kreditkarte eingesetzt werden kann.
    • Prepaidkreditkarte: Option auf Guthabenbasis, die vor dem Einsatz aufgeladen werden muss.
    • (0049) 116 116: Notrufnummer für die Sperrung der Kreditkarte, auch aus dem Ausland.
    • Bonussystem: Unterschiedliche Varianten, mit denen der Einsatz der Kreditkarte honoriert wird, beispielsweise Tankrabatte oder Bonusmeilen.
    • Kostenlose Kreditkarte: Wird von den Direktbanken im Rahmen des kostenlosen Girokontos ohne Jahresgebühr zur Verfügung gestellt.
    • Assistanceleistungen: Zusatzleistungen wie Versicherungspakete oder bevorzugte Behandlung bei Kartenreservierungen für kulturelle Veranstaltungen.