Festgeld Vergleich

Festgeld oder auch Termingeld erfreut sich gerade bei konservativen Anlegern großer Beliebtheit. Für einen bestimmten Zeitraum wird die Anlagedauer festgeschrieben. Je länger die Zinsfestschreibung für das Festgeld vereinbart wird, um so höher ist der Zinssatz. Die Festschreibungsdauer beträgt, abhängig vom Institut, zwischen 30 Tagen und 120 Monaten. Festgelder zählen zur Anlageklasse der Einlagen, analog zu Sparbüchern, Guthaben auf Girokonten und Tagesgeld. In früheren Jahren wurde dieses Anlageprodukt auch als Sparbrief angeboten. Doch Bank bietet das Beste Festgeld? Mehr erfahren Sie in unserem Festgeld Vergleich 2016.

Festgeld Vergleich 2017

Was genau ist ein Festgeld?

Ein Festgeldkonto bietet den Anlegern in drei Punkten Sicherheit. Zunächst wissen die Anleger genau, welcher Zinssatz für die gesamte Laufzeit gezahlt wird. Der Vertrag kann seitens der Bank nicht vorzeitig aufgelöst werden. Anders verhält es sich bei einer Anleihe, die vom Emittenten durchaus zurückgekauft werden kann. Der dritte Punkt ist die Sicherheit der Anlage, da Festgelder im Rahmen der EU-Richtlinie mit 100.000 Euro im Rahmen der Einlagensicherung abgedeckt sind. Handelt es sich bei der Partnerbank um ein deutsches Unternehmen, findet die Einlagensicherung im Rahmen des jeweiligen Sicherungsfonds statt.

Die Besteuerung der Zinsen

Die Zinsen auf das Festgeld müssen selbstverständlich als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert werden. Liegt ein Freistellungsauftrag vor, werden für Alleinstehende die ersten 801 Euro steuerfrei an den Kunden ausgezahlt, bei Verheirateten beträgt der Freibetrag 1.601 Euro. Darüber hinaus gehende Zinsen werden im Rahmen der Abgeltungssteuer mit 25 Prozent Steuern belegt, die von der Bank direkt an das Wohnsitzfinanzamt des Anlegers abgeführt werden. Beträgt der persönliche Steuersatz weniger als 25 Prozent, kann die überzahlte Steuer im Rahmen der Steuererklärung zurückgefordert werden.

Für wen ist das Festgeld geeignet?

Festgelder eignen sich für die Anleger, die ein Höchstmaß an Sicherheit für ihre Anlage wünschen. Wer genau weiß, dass er einen bestimmten Betrag über einen festgelegten Zeitraum nicht benötigt, nutzt die höhere Verzinsung, die für die längere Zinsbindung seitens der Banken gutgeschrieben wird. Wie bereits erwähnt, liegt der Vorteil ebenfalls in der Unkündbarkeit der Einlage. Wurde das Festgeld zu Zeiten hoher Zinsen geschlossen, kann das Kreditinstitut bei sinkenden Zinsen nicht von dem Vertrag zurücktreten. Hier unterscheidet sich ein Termingeld deutlich von einer Anleihe, die vor Fälligkeit durchaus vom Emittenten zurückgekauft werden kann. Für Anleger heißt das allerdings auch, dass sie ebenfalls kein Sonderkündigungsrecht haben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Banken durchaus auf Erfüllung des Vertrages bestehen können und bei Liquiditätsbedarf des Kunden auf Ratenkredite verweisen. Dies ist allerdings die Ausnahme. Muss ein Festgeld aus wirtschaftlichen vorzeitig aufgelöst werden, kommt in der Regel der Zinssatz zum Tragen, der auf Spareinlagen gezahlt wird.

Festgelder machen beispielsweise Sinn, wenn zu einem festen Zeitpunkt eine anstehende Ausgabe beglichen werden muss. Bis zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftet die Einlage dann noch Zinsen. Festgelder sind sogar für die Rückdeckung einer Pensionszusage geeignet, dies ist jedoch eher die Ausnahme.

Im Gegensatz zu einem Tagesgeldkonto werden Festgelder erst ab einem Mindestbetrag angelegt. Die Mindestanlagebeträge sind jedoch von Bank zu Bank unterschiedlich.

Zinsen beim Festgeld

Anleger, die auf der Suche nach bestmöglichen Zinsen auf Festgelder sind, kommen an einem Festgeldvergleichsrechner nicht vorbei. Eine erste Übersicht macht deutlich, dass die klassischen Filialbanken und Sparkassen bei der Frage nach den höchsten Zinsen keine große Rolle spielen. Der Markt für Festgelder wird von Direktbanken, darunter auch von vielen deutschen Zweigniederlassungen von ausländischen Instituten dominiert. Die Zinsen orientieren sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank respektive den jeweiligen Kapitalmarktzinsen. Zu Zeiten eines niedrigen Kapitalmarktzinses ist es sinnvoll, keine all zulangen Laufzeiten einzugehen. Hintergrund ist, dass Anleger in diesem Moment riskieren, dass sie bei einem Anziehen der Festgeldzinsen noch langfristig an einen Vertrag gebunden sind, der auf die nächsten Jahre noch niedrige Zinsen abwirft. Eine Laufzeit von sechs Jahren oder mehr birgt dieses Risiko, welches den leichten Zinsvorteil nur bedingt rechtfertigt.

Stand März 2014 zahlte der beste Anbieter, die Credit Agricole, 2,55 Prozent p.a. bei einer Festschreibung von fünf Jahren. Im Einjahresbereich liegt der bulgarische Anbieter FiBank mit 2,9 Prozent p.a. vorne, die Credit Agricole folgt mit 1,75 Prozent p.a. auf Rang zwei. Demgegenüber zahlt der beste Anbieter bei Tagesgeldern 1,3 Prozent p.a.

Begriffe, die man kennen sollte:

  • Festgeld: Auch Termingeld genannt, wird für eine bestimmte Laufzeit fest angelegt. Die Bandbreite bewegt sich zwischen 30 Tagen und zehn Jahren.
  • Vorzeitige Verfügung: Auflösung des Termingeldes vor dem vereinbarten Fälligkeitstermin, in der Regel nur mit Zinsverlusten darstellbar.
  • Festgeldvergleich: Übersicht der besten Anbieter mit detaillierten Informationen zum Angebot.
  • Sparbrief: Frühere Variante beziehungsweise Begrifflichkeit des Festgeldes.
  • Zinsen: Der Ertrag, der von der Bank an die Kunden auf deren Einlage gezahlt wird. Die Angabe der Zinsen erfolgt immer auf das Jahr gesehen.
  • Zinseszinseffekt: Die Zinsen des laufenden Jahres werden auf den Einzahlungsbetrag im Folgejahr aufgeschlagen und dann ebenfalls mit verzinst.
  • Freistellungsauftrag: Bescheinigung für die Bank, dass bei Alleinstehenden die ersten 801 Euro im Jahr an Zinsen, bei Verheirateten die ersten 1.602 Euro abgeltungssteuerfrei ausgezahlt werden.
  • Abgeltungssteuer: Die Besteuerung von allen Erträgen aus Kapitalanlagen in Höhe von 25 Prozent. Die Abgeltungssteuer wird von den Banken direkt an das zuständige Finanzamt des Kunden abgeführt.
  • Einlagen: Bei Einlagen handelt es sich um Verbindlichkeiten der Banken gegenüber ihren Kunden. Als Einlage zählen Guthaben auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern, Girokonten und Festgeldkonten.
  • Einlagensicherung: Die EU schreibt vor, dass die Kreditinstitute im Fall der eigenen Zahlungsunfähigkeit die Einlagen der Kunden mit mindestens 100.000 Euro absichern müssen.