Studentenkonto Vergleich

Für viele junge Menschen beginnt mit der Aufnahme eines Studiums der Weg in die Selbständigkeit. Oft ist ein Umzug in eine andere Stadt erforderlich, so dass die erste eigene Bude oder der Unkostenbeitrag für eine Wohngemeinschaft bezahlt werden muss. Ausgaben wie Miete oder Semestergebühren stehen Einnahmen wie Bafög oder Entlohnung aus Nebenjobs gegenüber. Dieser Finanzierungskreislauf wird nicht mehr über die Eltern abgewickelt und macht die Einrichtung eines Girokontos unverzichtbar. Die Banken möchten die jungen Leute frühzeitig an sich binden und ködern mit kostenlosen Angeboten. Jede Bank bietet kostenlose Studentenkonten an. Allerdings unterscheiden sich die Leistungen teilweise erheblich, so dass sich ein Vergleich durchaus lohnt.

Grundsätzlich sollten diese Aspekte in Betracht gezogen werden:

  • Entstehen Gebühren für die Kontoführung?
  • Erhält man eine kostenlose EC- oder Maestrocard oder Kreditkarte?
  • Ist Onlinebanking möglich?
  • Gewährt die Bank einen Dispositionskredit bei regelmäßigen Geldeingängen?
  • Wie dicht ist das Netz der Geldautomaten für Bargeldabhebungen?
  • Müssen für Barverfügungen Gebühren entrichtet werden?
  • Kann ein kostenloses Wertpapierdepot geführt werden?
  • Bekommt man Zinsen für das Guthaben?
  • Ist ein monatlicher Mindestzahlungseingang erforderlich?
  • Gibt es Bonusprogramme oder ein Startguthaben bei einer Kontoeröffnung?

Studentenkontorechner 2017

Was ist ein Studentenkonto?

Es unterscheidet sich nicht von dem allgemein bekannten Girokonto, allerdings bietet es für Studenten spezielle Konditionen. Es ist hauptsächlich für Studierende zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr gedacht, die üblicherweise während des Studiums knapp bei Kasse sind. Viele Banken beschränken die Altershöchstgrenze auf das 25. bis 30. Lebensjahr. Manche Direktbanken haben keine Altersgrenze, allerdings beobachten sie sehr genau die Studiendauer.

Falls jemand schon ein Girokonto hat, kann es in der Regel problemlos auf ein Studentenkonto umgestellt werden. Bei einer überregionalen Bank ist ein Ortswechsel kein Problem. Bei einer regional agierenden Bank wie der Volks- oder Raiffeisenbank sollte am Studienort ein Studentenkonto eingerichtet werden.

Vorteile eines Studentenkontos

Ein Studentenkonto wird von den Banken normalerweise gebührenfrei geführt. Weitere Vorteile im Gegensatz zum üblichen Girokonto räumen die Banken bei folgenden Punkten ein:

Überweisungs- und Transaktionskosten: Es wird kein monatlicher Pauschalbetrag oder eine Gebühr für eine oder mehrere Transaktionen erhoben
Bargeldentnahme: Die Abhebungen sind je nach Stadt und Automat meist kostenfrei. Nähere Informationen über kostenfreie Bargeldabhebungen erteilt die jeweilige Bank.
Kreditkarte: Manche Banken bieten zum Studentenkonto kostenlos oder sehr günstig eine Kreditkarte an.
Kontoführungsgebühren: Normalerweise verlangen die Banken eine regelmäßige pauschale Gebühr für die Kontoführung. Da Studenten oft über kein Mindesteinkommen verfügen, entfällt sie beim Studentenkonto.
Überziehungs- und Dispozinsen: Im Vergleich zum Girokonto sind die Zinsen zwar reduziert, aber insgesamt recht hoch. Die Inanspruchnahme sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Was kann ein Studentenkonto?

Studentenkonten dienen der Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs, meist ohne Gebühren. Es besteht die Möglichkeit das Studentenkonto online zu führen. Dafür steht das PIN/TAN- oder das neuartige HBCI-Standard-Verfahren zur Verfügung. HBCI steht für Home Banking Computer Interface, das eine noch höhere Sicherheit garantiert, weil keine TAN-Nummer eingegeben werden muss. Dabei werden Zahlungsdaten zuerst offline erfasst und dann online zur Verfügung gestellt. Modern sind jetzt die Banking-Apps, die kostenlos genutzt werden können und das Konto online per Mobiltelefon oder Tablet-PC verwalten lässt. Unterwegs lassen sich problemlos Geldautomaten finden oder wichtige Informationen zum Konto oder Kontoführung abrufen. Wird das Studentenkonto vor Ort geführt, kann auch am Bankschalter oder per EC-Karte am Automat Bargeld abgeholt werden. Wenn der Student aus einem Praktikum oder Nebenjob Einkünfte bezieht, wird ihm von der Bank ein Dispokredit eingerichtet, der sich meistens zwischen 500 € und 1000 € bewegt. Einige Banken bieten sogar Guthabenzinsen im Bereich zwischen zwei Prozent und vier Prozent an.

Studentenkonto mit Kreditkarte

Bei den Online-Studentenkonten kann nach Überprüfung der Bonität ein Dispositionskredit gewährt werden, der im Verhältnis zu den Einnahmen des Betreffenden steht. Üblich ist eine Größenordnung zwischen 500 Euro und 1000 Euro, allerdings gewähren manche Banken auch nur einen Dispo-Kredit bis zu 500 Euro. Vor der Zuteilung von Kreditkarten muss sich der Studierende einer Bonitätsprüfung unterziehen. Der Kreditrahmen orientiert sich an den monatlichen Einnahmen. Entweder wird eine echte Kreditkarte zugeteilt oder ein entsprechendes Abrechnungsmodell wie Ratenzahlung angeboten. Es gibt Internetbanken, die nur Prepaid-Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung aushändigen. Damit soll einer übermäßigen Verschuldung des Studierenden vorgebeugt werden.

Welche Kosten fallen an?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Es ist bei keiner Bank bekannt, dass für das normale Führen eines Studentenkontos Kosten anfallen. Da die Bank junge Menschen als Kunden gewinnen möchte, bietet sie jetzt bereits Anreize, um ein Konto bei ihr zu eröffnen. Wenn später das Studium beendet wurde und die Person als Ingenieur, Architekt oder Lehrer im Berufsleben steht, eine Familie gegründet hat, ein angemessenes Gehalt bezieht und bei der Bank höhere Geldbeträge zur Zukunftssicherung oder Altersversorgung investieren will, möchte die Bank erster Ansprechpartner sein. Man kann es auch so sagen: Die Bank investiert in den Student, arbeitet sozusagen mit Verlust, um später gute Geschäfte mit dem „Gutverdiener“ zu tätigen. Sie investiert sozusagen in die Zukunft.

Kostenloses Konto über DKB und number 26

DKB-Cash

dkbDas DKB-Girokonto „Cash“ (DKB – Deutsche Kreditbank AG) ist völlig kostenlos, verlangt keine Umsatzvorgaben und wurde unter anderem von der Zeitschrift Focus Money, Ausgabe 13/2011, als bestes Online-Girokonto ausgezeichnet. Für Studenten ideal, weil sie in der Regel über keinen regelmäßigen Geldeingang verfügen. Das flexible Online-Banking erlaubt die Kontoführung immer und überall. Die DKB existiert ausschließlich als Internetbank und ist nur per Mail oder über eine Hotline zu erreichen. Interessant für Studenten ist die Verzinsung des Guthabens von zur Zeit 0,5 % pro Jahr. Wer möchte, kann sich eine DKB-VISA-Card ausstellen lassen, um auf der ganzen Welt an über einer Million Automaten gebührenfrei Bargeld abzuheben. Praktisch ist ebenfalls die kostenfreie Partnerkarte. Falls sich auf der VISA-Card ein Guthaben befindet, wird es in Höhe von 2,05 Prozent pro Jahr verzinst. Das ermöglicht sogar die Nutzung als gebührenfreies Tagesgeldkonto. Insgesamt bietet das DKB-Cash Konto ein kostenloses Girokonto ohne Auflagen und ein umfangreiches Servicepaket mit vielen Vorteilen.

Number 26

Number26

Number26 ist eine Direktbank und hat den Ruf als „Europas modernstes Girokonto“, weil unter anderem dank Videoauthentifizierung innerhalb von acht Minuten ein Konto eröffnet werden kann. Zusätzlich erhält der Kunde eine kostenlose Kreditkarte, eine Mastercard, eine ausgeklügelte App und dauerhafte Gebührenfreiheit. Der Anbieter ist für Studenten interessant, die bereits über ein Konto verfügen und eine Ergänzung für ein Auslandssemester benötigen. Mit der Mastercard kann auf der ganzen Welt bequem bezahlt und kostenlos Bargeld abgehoben werden. Number 26 bietet einen kostenlosen Fremdwährungsrechner an und verzichtet auf Gebühren. In Kürze möchte Number 26 auch eine Maestro Card anbieten. Das Konto kann nicht überzogen werden, aber über die App kann der gesamte Zahlungsverkehr visuell aufbereitet nachverfolgt werden. Das Unternehmen kooperiert mit der deutschen WireCard Bank AG, die die Geldanlagen ihrer Kunden durch eine Einlagensicherung bis zu 100.000 € bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten schützt.

Welche Unterlagen werden zur Eröffnung eines Kontos benötigt?

Zur Eröffnung eines Studentenkontos muss ein Eröffnungsantrag in der Filiale vor Ort oder online über das Internet gestellt werden. Bei einer Online-Anmeldung muss sich die Person über das Post-Ident-Verfahren legitimieren. Ein Mitarbeiter der Post vergleicht die gemachten Angaben des Konto-Antrags mit denen im Personalausweis. Die Übereinstimmung wird ohne weitere Kosten an die Bank gemeldet. Dem Antrag muss der Personalausweis und der Nachweis über die Einschreibung an einer Universität, Fachhoch- oder Technischen Hochschule, die sogenannte Immatrikulationsbescheinigung, beigefügt werden. Das Konto ist entweder sofort oder wenige Tage später eröffnet. Einige Banken verlangen diesen Nachweis für jedes neu beginnende Semester. Insbesondere bei Banken, die ihre Konten nicht an eine Altersgrenze binden, finden sich in den Vertragsbedingungen Hinweise, die eine maximale Studiendauer regeln. Dadurch möchten sie den Langzeitstudenten, die die Regelstudienzeit extrem überschreiten und damit nicht den klassischen Studententyp verkörpern, nicht unbegrenzt die günstigen Konditionen einräumen. Allerdings können auch die nicht “typisch” Studierenden wie Arbeitnehmer oder Pensionäre ein Konto mit günstigen Konditionen eröffnen, wenn sie nebenbei studieren. Im Gegensatz zu jungen Menschen, die über kein geregeltes Einkommen verfügen und nur von Bafög oder Nebenjobs leben, geht die Bank bei dieser Personengruppe von einem geregelten Einkommen aus.

Minderjährige Studenten benötigen die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters oder eines Erziehungsberechtigten, der zur Eröffnung eines Studentenkontos auch auf dem Vertrag unterschreiben muss. Er muss sich ebenfalls dem Post-Ident-Verfahren unterziehen und der Bank gegenüber legitimieren. Dispositionskredite an Minderjährige lehnt die Bank ab und nur auf Guthabenbasis wird eine Prepaid-Kreditkarte ausgehändigt.

Was geschieht mit dem Konto nach dem Studium?

Es empfiehlt sich, sehr genau das Kleingedruckte zu lesen, denn schon vor dem Studium kann diese Frage geklärt werden. Nach dem Studium wird das Studentenkonto normalerweise in ein übliches Girokonto umgewandelt. Da die Banken natürlich Neukunden werben möchten, locken sie zuerst mit attraktiven Angeboten, die nach dem Studium nicht mehr sehr interessant sein können. Man sollte bedenken, dass nur selten ein kostenloses Girokonto angeboten wird und der studierte Berufseinsteiger, der Akademiker, nun zur Kasse gebeten wird. Es gibt mehrere Variationen: Manche Banken lassen sich jede Transaktion bezahlen, andere verlangen pauschale Kontoführungsgebühren, die je nach Bank variieren. Einkommensabhängig verzichten auch einige Banken auf die Kontoführungsgebühr. Es ist zu empfehlen solche Dinge vorab zu klären, denn so spart man sich nach Beendigung des Studiums unerwünschte Kosten wie die Kontoführungsgebühren und unter Umständen einen Wechsel der Bank. Ausführliche Informationen bietet ein direkter Studentenkonto-Vergleich.

Immer mehr Studenten traden

Ein weiterer Aspekt, der gegen ein Studentenkonto bei einem Filialinstitut spricht, ist das Thema Wertpapiere. Einige der Banken in der Fläche bieten spezielle Studentendepots an. Diese bieten eine gewisse Anzahl an kostenlosen Umsätzen und eine reduzierte Depotverwaltungsgebühr. Auch hier stellt sich wieder die Frage, weshalb eine reduzierte Depotverwaltungsgebühr bezahlen, wenn andere Banken komplett darauf verzichten?

Direktbanken unterscheiden nicht zwischen Studenten oder Kunden, welche schon viele Jahre im Berufsleben stehen – sie verzichten schlicht auf Konto- und Depotgebühr, unabhängig vom Berufsstatus.

Studenten müssen in der Regel schon auf den Cent achten. Wer sparen kann, tut dies in der Regel auch. Auch beim akademischen Nachwuchs erfreuen sich Fonds und Fondssparpläne immer größerer Beliebtheit. Direktbanken bieten beim Fondssparen ein enormes Sparpotential. Während die Konkurrenz vor Ort in den meisten Fällen den vollständigen Ausgabeaufschlag einbehält, geben die Direktanbieter hohe Rabatte auf das Agio oder verzichten im Idealfall komplett darauf. Immerhin ist bei Aktienfonds die Rede von durchschnittlich fünf Prozent, die vom Sparbetrag wegfallen.

Eine Gemeinsamkeit haben die Filialbanken mit einem Studentenkonto und die Direktbanken jedoch hinsichtlich der Zielgruppe Studenten jedoch. Kredite sind bei beiden Institutsgruppen für Studenten nicht ohne Weiteres erhältlich. Das Bafög reicht als Einkommen nicht aus, da es als Sicherheit, in Gegensatz zu einem festen Einkommen, nicht pfändbar ist. Möchte ein Student einen Kredit aufnehmen, muss er die gleichen Voraussetzungen erfüllen, wie jeder Arbeitnehmer auch. Das heißt, er muss ein regelmäßiges Einkommen nachweisen oder einen Bürgen haben, der die Anforderungen für die Auszahlungen eines Darlehens erfüllt.

Fazit

Das Studentenkonto der Filialinstitute gehört eigentlich der Geschichte an, da die Direktbanken über das reine Girokonto hinaus, welches in der Regel generell kostenfrei geführt wird, deutlich bessere Leistungen aufweisen können.

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Studentenkonto Vergleich
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