Tagesgeld Vergleich

Tagesgelder erfreuen sich bei privaten Anlegern noch nicht so lange der Popularität, die sie heute genießen. Bis vor einigen Jahren war diese Form der Einlage eigentlich nur Firmenkunden zur verzinsten Haltung von Liquidität vorbehalten. Tagesgelder funktionieren im Grunde wie eine Mischung aus Girokonto und Sparbuch und verbinden die Vorteile beider Kontoarten. Ein Vergleich zeigt, weshalb es sinnvoll sein kann, Girokonto, Tagesgeld und Depot nicht bei einer Bank zu unterhalten, sondern jeweils den günstigsten Anbieter zu wählen. Gerade Tagesgelder bieten hier durch die Auswahl der richtigen Bank eine ungeheure Flexibilität bei der Renditeoptimierung. Direkt zu unserem Tagesgeld-Vergleich gehen!

Was genau ist ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto zählt rechtlich zu den Einlagen, darf aber im Gegensatz zu einem Girokonto nicht für den Zahlungsverkehr verwendet werden. Hier gleicht es dem Sparbuch. Während auf einem Sparbuch innerhalb von 30 Zinstagen nur 2.000 Euro vorschusszinsenfrei verfügt werden können, darf der Kontoinhaber eines Tagesgeldkontos ohne Kündigung jederzeit über das gesamte Guthaben verfügen. Tagesgeldkonten werden gebührenfrei eröffnet, geführt und auch wieder geschlossen. Das Tagesgeldkonto gilt, analog zu einem Girokonto, als Sichteinlage. Das Guthaben wird bei Sicht, also auf Verlangen und ohne Vorlaufzeit, ausgezahlt.

Besteuerung der Zinsen beim Tagesgeld

Die Zinserträge aus dem Tagesgeldkonto unterliegen der Besteuerung im Rahmen der Abgeltungssteuer. Diese beträgt 25 Prozent. Beläuft sich der persönliche Steuersatz des Anlegers auf einen geringeren Prozentsatz, kann er die überzahlte Steuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung zurückfordern. Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos sollte, so noch nicht in anderem Zusammenhang geschehen, ein Freistellungsauftrag vorgelegt werden. Dieser stellt sicher, dass für Singles Zinsen in Höhe von 801 Euro im Jahr, bei Verheirateten von 1.602 Euro steuerfrei an den Sparer ausgezahlt werden.

Welche Vorteile bietet ein Tagesgeldkonto?

Wie bereits erwähnt, kann der Inhaber eines Tagesgeldkontos jederzeit darüber verfügen. Wer sein Konto online führt, muss noch nicht einmal warten, dass die Banken geöffnet haben. Tagesgeldkonten werden inzwischen durchgängig besser verzinst als Sparbücher. Dazu kommt, wie der Tagesgeldvergleich deutlich macht, dass es zahlreiche Onlineanbieter gibt, die deutlich bessere Zinsen als die Banken in der Fläche bezahlen. Dies basiert nicht nur auf Neukundenkonditionen. Viele ausländische Banken haben in Deutschland Online-Zweigniederlassungen gegründet und bewerben ausschließlich Tagesgelder mit überdurchschnittlichen Konditionen. Die kostengünstige Refinanzierung spielt dabei natürlich eine Rolle. Ein Tagesgeldkonto kann beliebig aufgefüllt werden. Entweder mittels Sparplan, als einmalige Anlage oder mit willkürlichen Zahlungen –völlig analog zu einem Sparbuch.

Hohe Zinsen beim Tagesgeld sichern

Anleger, welche die Eröffnung eines Tagesgeldkontos planen, sollten auf jeden Fall den Tagesgeldvergleich nutzen. Abgesehen davon, dass die Konditionen tagesaktuell sind und auch auf Zinsänderungen hingewiesen wird, bietet der Vergleichsrechner eine Übersicht über die besten Anbieter. Da Sonderkonditionen für Neukunden nicht endlos gelten, macht es Sinn, nach Ablauf der Bindefrist für den Bonus zu schauen, welche Bank als Nächstes infrage kommt. Tagesgeldhopping ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen für die Anleger, welche auf Einlagen fokussiert sind, eigentlich Pflicht. Wichtig ist dabei, dass die Bankverbindung nach dem Abzug der Einlagen gekündigt wird. Der Grund liegt wiederum im Neukundenbonus. Für eine Bank gilt als Neukunde, wer in den letzten sechs oder zwölf Monaten keine Geschäftsverbindung unterhalten hat. Damit sichern sich Anleger die Option, zu einem späteren Zeitpunkt wieder von besonderen Konditionen zu profitieren.

Der Tagesgeldvergleich 2017

Bonuszinsen oder Einzahlungsbonus?

Wer ein Tagesgeldkonto eröffnet, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er zahlt bereits vorhandenes Guthaben ein oder er beginnt bei null. Bei der Auswahl des Anbieters spielt dies eine Rolle in Bezug auf einen möglichen Zinsbonus. Einige Banken zahlen keinen erhöhten Zinssatz, sondern honorieren die Kontoeröffnung mit einer Bareinlage auf das Konto. Abhängig von der Höhe des Guthabens kann der Barbonus durchaus die lukrativere Variante sein. Der Tagesgeldvergleich gibt über die effektive Verzinsung des Guthabens Aufschluss und macht damit ein eigenständiges Nachrechnen überflüssig. Der Barbonus führt dazu, dass die effektive Verzinsung des Tagesgeldkontos über dem Nominalzins liegt.

Zinsenzinseffekt nutzen

Ein weiterer Punkt für die Auswahl nach Renditegesichtspunkten sind die Zinszahlungstermine. Die meisten Banken berechnen die Zinsen nur einmal jährlich zum Jahresende oder bei Auflösung des Kontos. Rentabler können die Banken sein, die halb- oder vierteljährlich eine Zinsgutschrift ausführen. Der Zinseszinseffekt kommt in diesem Moment zum Tragen. Auch hier gilt, dass der Tagesgeldvergleich diese Sachverhalte der jeweiligen Anbieter bei der Renditeermittlung automatisch berücksichtigt.

Die Einlagensicherung – nicht alle Banken haften gleich

Für die Einlagensicherung gelten in Deutschland zweierlei Maßstäbe. Zum einen ist dies die Haftung der Institute auf der Grundlage der EU-Verordnung, die eine Haftungssumme von 100.000 Euro pro Anleger vorschreibt. Zum anderen ist es die Einlagensicherung nach deutschem Vorbild, die teilweise eine unbeschränkte Haftung der Banken vorsieht. Vor dem Hintergrund, dass eine große Anzahl der Geldhäuser, die mit überdurchschnittlich attraktiven Zinsen für Tagesgeld werben, Banken aus dem europäischen Ausland sind, greift hier nur die Haftungssumme bis 100.000 Euro. Ehepaare können mit zwei getrennten Konten also bis zu 200.000 Euro abgesichert bei einem Institut anlegen. In allen anderen Fällen gilt für vorsichtige Sparer, dass sie ihr Guthaben entweder auf mehrere Anbieter aufteilen oder ein Institut wählen, welches Mitglied in einem der bundesrepublikanischen Sicherungssysteme ist, eine Wahl, die allerdings zulasten der Rendite gehen kann.

Das Referenzkonto – doppelte Sicherheit bei Onlinekonten

Wie eingangs bereits erwähnt, darf über das Tagesgeldkonto kein Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Aus diesem Grund benötigen Sparer ein Referenzkonto, über das Einzahlungen und Auszahlungen abgewickelt werden. In der Regel handelt es sich dabei um das Girokonto. Das Tagesgeldkonto selbst kann aber auch als Referenzkonto genutzt werden, beispielsweise für Wertpapierkäufe und -verkäufe.

Gerade im Onlinebanking zeichnet sich die Kombination Tagesgeldkonto mit Referenzkonto durch eine extreme Sicherheit aus. Für beide Konten bedarf es verschlüsselter Zugänge, sei es im PIN-TAN Verfahren, sei es durch eine andere Absicherung. Wurde das Tagesgeldkonto von Dritten gehackt, haben diese dennoch keine Chance, den Geldbetrag auf ein anderes Konto zu transferieren. Es sei denn, sie haben auch den Zugang zu dem Referenzkonto.

Begriffe, die man kennen sollte:

  • Tagesgeld: Ein Guthaben, welches verzinst wird und jeden Tag in vollem Umfang vom Konto    abgehoben werden kann.
  • Tagesgeldvergleichsrechner: Ein Onlinerechner, der mit wenigen Eingaben die Anbieter listet, welche die höchsten Zinsen zahlen. Darüber hinaus erhalten Anleger hier Informationen bezüglich Einlagensicherung, Zinsänderungen und Boni.
  • Zinsen: Der Ertrag, der von der Bank an die Kunden auf deren Einlage gezahlt wird. Die Angabe der Zinsen erfolgt immer auf das Jahr gesehen.
  • Zinseszinseffekt: Werden die Zinsen nicht abgehoben, sondern verbleiben als Guthaben, verzinsen sich diese in der nächsten Zinsphase ebenfalls.
  • Bonuszinsen: Ein Zinssatz, der über dem allgemeingültigen Zinssatz des Unternehmens liegt und in der Regel Neukunden für einen bestimmten Zeitraum und auf eine maximale Guthabensumme gezahlt wird.
  • Freistellungsauftrag: Bescheinigung für die Bank, dass bei Alleinstehenden die ersten 801 Euro im Jahr an Zinsen, bei Verheirateten die ersten 1.602 Euro abgeltungssteuerfrei ausgezahlt werden.
  • Abgeltungssteuer: Die Besteuerung von allen Erträgen aus Kapitalanlagen in Höhe von 25 Prozent. Die Abgeltungssteuer wird von den Banken direkt an das zuständige Finanzamt des Kunden abgeführt.
  • Einlagen: Bei Einlagen handelt es sich um Verbindlichkeiten der Banken gegenüber ihren Kunden. Als Einlage zählen Guthaben auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern, Girokonten und Festgeldkonten.
  • Einlagensicherung: Die EU schreibt vor, dass die Kreditinstitute im Fall der eigenen Zahlungsunfähigkeit die Einlagen der Kunden mit mindestens 100.000 Euro absichern müssen.
  • Sichteinlagen: Als Sichteinlagen zählen täglich fällige Gelder. Dazu zählen neben Tagesgeldern auch Einlagen auf Girokonten.
  • Referenzkonto: Notwendiges Konto, über das Einzahlungen und Auszahlungen auf und vom Tagesgeldkonto abgewickelt werden.