Mietkautionskonto Vergleich

Die Mietkaution stellt für viele Mieter eine Herausforderung dar. Welche Alternativen es gibt, beleuchtet dieser Artikel. Ein Umzug, sofern nicht in die eigenen vier Wände, oder die erstmalige Anmietung einer Wohnung oder eines Gewerberaums, bedingt im ungünstigsten Fall drei Kostenfaktoren. Neben der zu zahlenden Miete ist unter Umständen die Maklercourtage fällig und die Kaution für den Vermieter. Deswegen wurde das Mietkautionskonto erfunden.

Mietkautionskonto Vergleich

Ein Vergleich der Mietkautionskonten kann sich richtig lohnen wie die nachfolgende Tabelle belegt:

Abweichend von der gesetzlichen Regelung zur Überlassung von privatem Wohnraum gibt es bei der Vermietung von gewerblich genutzten Einheiten zwei Besonderheiten. Zum einen gibt es für die Maklercourtage keine gesetzlich vorgeschriebene Maximierung. Die Provision für den Makler wird im Vorfeld ausgehandelt. Für Mieter von Gewerberäumen bleibt jedoch die Option, mit dem Vermieter zu verhandeln, ob dieser die Kosten für den Makler übernimmt. Als Argumentationshilfe dient der Markt für Gewerbeimmobilien. Zahlreiche Leerstände kennzeichnen die Stadtbilder. Dies gilt für Städte wie München genauso gut wie für Bad Homburg oder Prenzlau.

Bezüglich der Kaution gibt es die zweite Besonderheit. Im gewerblichen Bereich kann die Kaution bis zum Sechsfachen der monatlichen Kaltmiete betragen. Gerade für Existenzgründer stellt die Kaution einen massiven Einschnitt in die Liquidität dar, die an anderer Stelle für Investitionen genutzt werden könnte.

Privathaushalte haben hier das Glück, dass die Mietkaution auf drei Monatsmieten maximiert ist. Aber genau wie gewerbliche Mieter haben auch die Mieter einer privat genutzten Wohnung das Problem, dass sich die Kaution an der Höhe der Miete orientiert. Kontinuierlich steigende Mieten führen zwangsläufig auch zu kontinuierlich steigenden Kautionen bei einer Neuanmietung.

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Quelle: http://news.immonet.de/wp-content/uploads/2014/10/141016_Immonet_Mietpreise_Metropolen_Grafik.jpg

Wie lässt sich aber das Thema Mietkaution am Besten abhandeln. Während die Mietkaution beim Selbstständigen geschäftliche Liquidität blockiert, stellt sie für den privaten Mieter ebenfalls totes Kapital dar. Als Geldanlage kann sie kaum betrachtet werden, auch wenn die Zinsen aus einem Kautionssparbuch dem Mieter zufließen. Abgesehen vom klassischen Sparbuch bestehen aber noch zwei weitere Optionen, wie Mieter die Kautionsforderung des Vermieters erfüllen können.

Wir wollen nachfolgend die drei Wege aufzeigen.

Das Mietkautionssparbuch

Das Mietkautionssparbuch ist wohl der Klassiker bei der Kaution für eine privat genutzte Wohnung. Inzwischen können auch Tagesgeldkonten als Mietkaution verwendet werden. Tatsache ist, dass sowohl Sparbuch als auch Tagesgeldkonto am Ende Gelder blockieren, die für ein neues Auto, eine Reise oder schlicht eine renditestärkere Kapitalanlage genutzt werden könnten.

Für die Erstellung gibt es zwei Möglichkeiten. Das Mietkautionssparbuch wird vom Mieter auf seinen eigenen Namen eröffnet, aber an den Vermieter abgetreten. Die Verpfändungserklärung muss von Mieter und Vermieter unterschrieben werden. Alternativ kann das Sparbuch mit einem Sperrvermerk versehen werden. Der Mieter kann folglich nicht über das Guthaben verfügen. Alternativ dazu legt der Vermieter das Sparbuch als Treuhandkonto an.

Gegenüber dem Tagesgeld hat das Sparbuch einen deutlichen Nachteil. Gibt der Vermieter das Sparguthaben nach Beendigung des Mietverhältnisses frei, kann der Mieter bei einem Guthaben über 2.000 Euro erst nach drei Monaten über das gesamte Guthaben verfügen. Sparbücher haben für Beträge über 2.000 Euro eine dreimonatige Kündigungsfrist. Bei vorzeitiger Abhebung erhebt die Bank Vorfälligkeitszinsen. Hier punktet das Tagesgeldkonto, da Verfügungen täglich in voller Höhe möglich sind.

Das Mietaval

Bei einem Mietaval handelt es sich um eine Bankbürgschaft. Rechtlich handelt es sich aus Sicht der Bank bei einem Aval um eine Eventualverbindlichkeit, da nicht gesagt, ist, dass der Geldbetrag zur Auszahlung kommt. Faktisch wird ein Aval jedoch wie ein klassischer Kredit gesehen. Das bedeutet für den Mieter, dass er das komplette Bonitätsprüfungsprogramm durchlaufen muss. In der Regel vergeben Banken Mietavale nur für Kunden mit bester Bonität. Alternativ dazu muss der Mieter eine Sicherheit stellen.

Die Kosten für ein Mietaval variieren von Bank zu Bank. Die Zinsen liegen zwischen 3 und 3,5 Prozent im Jahr. Für die Einrichtung eines Avals als Mietkaution berechnen die Institute einmalig zwischen 30 Euro und 50 Euro. Änderungen im Aval schlagen im Durchschnitt mit 30 Euro zu Buche.

Exkurs: Das Mietaval bei Unternehmern

Für einen Unternehmer, sei er alleine tätig oder mit Mitarbeitern, hat das Aval durchaus Auswirkungen auf seine Liquidität. Da ein Aval als vollwertiger Kredit gesehen wird, bedeutet dies, dass der Gesamtkreditrahmen, der ihm zur Verfügung steht, nicht in vollem Umfang für die Finanzierung von Investitionen zur Verfügung steht. Sieht die Bank beispielsweise ein maximales Kreditvolumen in Höhe von 100.000 Euro, das Aval beträgt 10.000 Euro, verbleiben lediglich 90.000 Euro, die als Betriebsmittelkredit genutzt werden können. Während ein Mietkautionskonto die Liquidität direkt beeinflusst, da es Kapital bindet, wirkt sich das Aval indirekt auf die Liquidität aus.

Die Mietkautionsversicherung

Bei der Mietkautionsversicherung handelt es sich um ein noch recht junges Produkt der Versicherungswirtschaft. Die Mietkautionsversicherung wird nicht von jedem Versicherer angeboten. Die Kosten variieren stark von Anbieter zu Anbieter und orientieren sich zum einen natürlich an der Höhe der unterlegten Miete, zum anderen an der Dauer des Vertrages. Die Mietkautionsversicherung schließt der Mieter ab, der Vermieter ist der Begünstigte aus dem Vertrag. Der Versicherer übernimmt auch die Bonitätsprüfung des Mieters.

Endet das Mietverhältnis und der Vermieter macht einen Schaden geltend, prüft der Versicherer zunächst, ob der Schaden durch die Police gedeckt ist. Trifft dies zu, informiert sie den Mieter. Dieser hat nun 14 Tage Zeit, entweder zu belegen, dass die Schadensersatzforderung unberechtigt ist, oder den Schaden selbst zu beheben. Dies kann beispielsweise die Durchführung einer notwendigen Reparatur in der Wohnung oder die Begleichung offener Mietschulden sein.

Kommt der Mieter der Aufforderung nicht nach, zahlt die Versicherung den geforderten Betrag, maximal bis zur Höhe der Versicherungssumme, an den Vermieter aus. Im Anschluss fordert sie die geleistete Zahlung beim Mieter ein.

Fazit

Von den drei möglichen Wegen, die Mietkaution zu stellen, zeigt sich das klassische Kautionssparbuch durch die Bindung eines erheblichen Geldbetrages als die kritischste Variante.

Das Mietaval durch eine Bank bindet zwar kein Kapital in dem Sinn, wirkt sich aber auf die Kreditaufnahmemöglichkeiten des Mieters aus. Gerade für Unternehmer kann dies negative Folgen hinsichtlich der Liquidität bedeuten.

Die wenigsten Einschnitte bringt eine Mietkautionsversicherung mit sich, auch wenn diese etwas kostenintensiver ausfällt, als ein Mietaval.

Zusammenfassung
Mietkautionskonto Vergleich
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Mietkautionskonto Vergleich
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Die besten Mietkautionskonten im Vergleich.
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