Debit-Kreditkarten Vergleich 2022

Feda Mecan
| Anzahl Artikel: 362
Geschäftsführer und Investment-Experte Letzte Überarbeitung am 25. August 2022
  • Die Debitkarte ist die meistverwendete Zahlungskarte in Deutschland. Für viele Bankkund:innen hierzulande ist das die girocard.
  • Eine Debit-Kreditkarte ist eine Zahlungskarte, die unmittelbar auf ein Girokonto zugreift. Die maximale Verfügung erstreckt sich auf das Kontoguthaben zuzüglich Dispokreditlimit.
  • Aus nationalen Girokarten werden dank Maestro und V Pay international verwendbare Zahlungsmittel.
  • Visa Debit und Debit Mastercard sind Debit-Systeme der weltweit bekanntesten Kreditkartenhersteller. Sie sind bei Visa und Mastercard sowie einigen privaten Banken optional erhältlich.
  • Für Debitkarten gibt es ähnliche zusätzliche Services wie bei Premium-Kreditkarten gegen Entgelt bzw. über Kontogebühren.
  • Debitkarten sind oft kostenlos und auch bei eingeschränkter Bonität zu bekommen. Echte Kreditkarten verfügen neben einem Kreditrahmen international über eine breitere Akzeptanz.

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Unsere Top 3 Debitkarten

Der Begriff Debitkarte mag nicht allen Bankkund:innen geläufig sein. Was es damit auf sich hat, wird aber schnell klar, wenn man hört, dass es sich dabei um die girocard handelt oder, für die Älteren unter uns, um eine EC-Karte. Die Frage, warum Banken nicht mehr bei ihrer hauseigenen girocard bleiben, sondern auf eine Debit Card zurückgreifen, liegt im Interesse des / der Kund:in. Die girocard einer Volksbank aus dem Allgäu mag in Deutschland überall angenommen werden, beim Urlaub in Bangkok oder den Rocky Mountains könnte die Akzeptanz allerdings nur eingeschränkt ausfallen.

Hier bieten Visa mit V Pay und Mastercard mit der Debit Mastercard echte Alternativen. Während eine Kreditkarte über das Konto der Kreditkartengesellschaft läuft und das Bankkonto erst benötigt wird, wenn der offene Saldo beglichen wird, verhält es sich bei einer Debit Card anders. Sie greift bei jedem Umsatz direkt auf das Konto der Kartennutzer:innen zu. Üblicherweise werden Debitkarten daher auch nur in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben. Bei der Wahl der Debit Card steht folglich nicht zwingend die Karte im Vordergrund, sondern vielmehr das damit verbundene Girokonto.

comdirect

Der Debitkarten-Vergleich mündet am Ende in einen Girokontovergleich. So ist es nicht verwunderlich, dass wir hier die comdirect anführen, die auch schon bei unserem Girokontovergleich unter den Top 3 rangierte.
Bei der Debitkarte greift die comdirect auf den Partner Visa zurück, eine Lösung, bei der man hinsichtlich weltweiter Akzeptanz nichts falsch machen kann.

Die wichtigsten Daten

  • Kostenlose Barabhebungen sind im Inland mit der Debit Card an 7.000 Geldautomaten der Cash Group möglich
  • In der Eurozone kannst du an allen Geldautomaten mit dem V Pay-Logo kostenlos Geld abheben. Außerhalb der Eurozone genügt das Visa-Logo für gebührenfreie Barverfügungen
  • Die Debit Card greift direkt auf dein Konto zu. Hast du kein Guthaben mehr und überziehst dein Konto, beträgt der Dispozins nur 7 Prozent (Stand August 2022)
  • Wenn du mit Bareinzahlungen für ausreichend Deckung sorgen möchtest, ist dies dreimal im Jahr kostenlos bei der Commerzbank möglich. Ab der vierten Einzahlung fallen jedoch Gebühren in Höhe von 2,90 Euro an
  • Die Debit Card erhältst du natürlich kostenfrei
Vorteile
  • Das zur Debit Card gehörende Konto wird kostenlos und ohne Auflagen oder Bedingungen geführt
  • Für die Debitkarte fallen keine Jahresgebühren an. Für die Kreditkarte übrigens auch nicht
  • Mit der Debitkarte und der Kreditkarte kannst du weltweit kostenlose Barabhebungen am Geldautomaten vornehmen
  • Rutscht dein Konto durch eine Transaktion mit der Debitkarte ins Minus, profitierst du von einem überdurchschnittlich günstigen Dispozins
Nachteile
  • Nur drei Bareinzahlungen bei der Commerzbank kostenfrei, danach 2,90 Euro
comdirect Visa-Karte
Leistungen
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
  • zusätzliche Services
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
bewertet von Uwe Rabolt
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 25.09.2022. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2022 financeAds.net
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ING

Die ING als größte deutsche Direktbank betreut inzwischen mehr als neun Millionen Kunden. Eines der herausragenden Merkmale der ING ist sicher der Umstand, dass deren Kund:innen an rund 97 Prozent der Geldautomaten in Deutschland kostenfrei Geld abheben können. Möglich wird dies durch die ING Debit Card, die allerdings, wie bei den Mitbewerbern auch, mit einem Girokonto verbunden ist. Positiv ist, dass die Kontoführung ab einem monatlichen Geldeingang von 700 Euro kostenfrei ausfällt. Bei der Betrachtung der Debit Card der ING steht allerdings auch zwangsläufig das Girokonto im Vordergrund.

Die wichtigsten Daten

  • Kontoführung ab einem monatlichen Geldeingang von 700 Euro kostenfrei, andernfalls 4,90 Euro Kosten im Monat
  • Zum Konto gehören zwei kostenlose Debitkarten
  • Kostenlose Bargeldverfügungen an fast 97 Prozent der deutschen Geldautomaten möglich
  • Dazu 1.500 hauseigene Geldautomaten bundesweit
  • Als Alternative zum Dispo bietet die ING einen sehr moderaten Rahmenkreditzins von 5,99 Prozent (Stand August 2022), wenn das Kontoguthaben, beispielsweise für eine Debit-Card-Buchung, nicht ausreicht
  • Kontoüberziehung für Studierende bis zu 500 Euro möglich
Vorteile
  • Keine Kontoführungsgebühren ab 700 Euro Geldeingang im Monat
  • Kostenlose Debitkarten sind Bestandteil des Kontos
  • An 97 Prozent der Geldautomaten in Deutschland sind gebührenfreie Bargeldabhebungen möglich 
  • Rahmenkredit als Dispo-Alternative mit sehr günstigem Zinssatz
  • ING kommt bei Datenmissbrauch für den entstandenen Schaden komplett auf
  • 500 Euro Dispo für Studierende auch ohne regelmäßigen Geldeingang
Nachteile
  • Debitkarten bieten keinen Kreditrahmen und somit keine zeitversetzte Belastung des Sollsaldos
  • Gebührenfreie Kontoführung mit Bedingungen verknüpft
ING VISA Card
Leistungen
  • Bargeld europaweit kostenlos abheben
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
bewertet von Uwe Rabolt
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Consorsbank

Ebenso wie die ING setzt auch die Consorsbank bei der Debitkarte auf die Visa V Pay-Karte. Diese wird durch eine echte Visa-Kreditkarte ergänzt – gegenüber der ING möglicherweise ein Vorteil, wenn Karteninhaber:innen gerne auf Zeit spielen und den Saldo erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgleichen möchten. Um die Consorsbank-Debitkarte zu nutzen, ist das Consorsbank-Girokonto Voraussetzung. Werfen wir daher auch einen Blick auf dessen Leistungen.

Die wichtigsten Daten

  • Kontoführung erfolgt ohne Auflagen gebührenfrei
  • Für die Karten, eine Debitcard und eine Kreditkarte, fallen ebenfalls keine Kosten an
  • Weltweite Barverfügungen an Geldautomaten sind kostenlos möglich
  • Bei Barabhebungen außerhalb der Eurozone fallen 2,1 Prozent Umrechnungsgebühr an
  • Für Barabhebungen unter 50 Euro berechnet die Consorsbank 1,95 Euro
  • Dispozins 7,75 Prozent (Stand August 2022).
Vorteile
  • Grundsätzlich kostenlose Kontoführung
  • V Pay-Karte und Visa-Kreditkarte sind gebührenfreier Bestandteil des Girokontos
  • Weltweit kostenlose Barabhebungen am Geldautomaten
  • Schnelles Bezahlen per Fotoüberweisung
  • Als eines der wenigen kostenlosen Basiskonten in Deutschland erhältlich
Nachteile
  • Bareinzahlungen sind nur bei anderen Banken gebührenpflichtig möglich oder kostenfrei über die Deutsche ReiseBank
Consorsbank Visa Classic Karte
Leistungen
  • Bargeld weltweit kostenlos abheben
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
201
Bewertungen
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Debitkarten Vergleichsrechner

Jahresumsatz im Euroland:
Euro
Jahresumsatz im Nicht-Euroland:
Euro
Kartengesellschaft:
Ansehen / Status:
Zahlungsart:
N26 Mastercard Debit
Leistungen
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
  • zusätzliche Services
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
bewertet von Uwe Rabolt
ING VISA Card
Leistungen
  • Bargeld europaweit kostenlos abheben
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
Testsiegel ING VISA Card
bewertet von Uwe Rabolt
comdirect Visa-Karte
Leistungen
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
  • zusätzliche Services
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
bewertet von Uwe Rabolt
Consorsbank Visa Classic Karte
Leistungen
  • Bargeld weltweit kostenlos abheben
  • inkl. kostenlosem Konto
  • dauerhaft gebührenfrei
Gebühren
0,00 € im 1. Jahr
0,00 € im 2. Jahr
201
Bewertungen
Fidor Bank Fidor SmartCard
Leistungen
  • inkl. kostenlosem Konto
  • Bonusprogramm
  • zusätzliche Services
Gebühren
24,00 € im 1. Jahr
24,00 € im 2. Jahr
bewertet von Feda Mecan
N26 You Mastercard Debit
Leistungen
  • Bargeld weltweit kostenlos abheben
  • inkl. kostenlosem Konto
  • inkl. Versicherungsleistungen
Gebühren
118,80 € im 1. Jahr
118,80 € im 2. Jahr
bewertet von Uwe Rabolt
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 25.09.2022. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2022 financeAds.net
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Was ist eine Debitkarte?

Die Debitkarte wird in Form einer Bankkund:innenkarte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr zur Verfügung gestellt. Sie ist in jedem Fall mit einem Girokonto verbunden und kann nicht wie eine Kreditkarte allein beantragt werden. Debitkarten werden in erster Linie zum Bezahlen von Einkäufen und für Bargeldabhebungen am Geldautomaten genutzt. An den Terminals der Banken und Sparkassen können Transaktionen und Überweisungen unter Verwendung der persönlichen Geheimzahl PIN sicher vorgenommen werden.

Herausgeber sind nationale und internationale Zahlungssysteme (girocard) und Kreditkartenunternehmen (Visa Debit / V Pay, Debit Mastercard / Maestro). Einsatzmöglichkeiten von Debitkarten sind sowohl im In- als auch im Ausland vorhanden.

Händler lesen über ein elektronisches Kassenterminal oder NFC-Terminal die benötigten Kontodaten von Zahlungspflichtigen aus. Nach Abschluss der Datenübertragung können sie eine Lastschrift zum Einziehen des Betrags auslösen. Im Unterschied zu Kreditkarten wird bei der Verwendung von Debitkarten das Konto unmittelbar belastet.

Vielen deutschen Verbraucher:innen ist der Begriff Debitkarte nicht geläufig, dabei tragen sie die girocard, Deutschlands beliebteste Debitkarte, in ihrer Brieftasche. Laut des Portals Statista betrug die Anzahl der ausgegebenen Debitkarten in Deutschland Ende 2021 rund 121,3 Millionen Stück. Mehr als 100 Millionen davon sind Karten mit girocard-Logo.

Hinweis

Bei der Debitkarte handelt es sich nicht, wie oftmals fälschlicherweise angenommen, um eine Kreditkarte, denn im Gegensatz zu dieser verfügen Karteninhaber:innen nicht über ein verlängertes Zahlungsziel. Die Belastung des Kontos bei Einsatz einer Debitkarte erfolgt unmittelbar.

Die deutsche Debitkarte: girocard (ehemals EC-Karte)

Für viele Kund:innen ist die Bankkarte eine EC-Karte. Dabei wurde das 1991 eingeführte eurocheque-Scheckzahlungssystem 2007 vom System girocard abgelöst.

Die Markenrechte an „ec“ hat sich übrigens Mastercard gesichert. Das Unternehmen betreibt damit Marketing für ihre Debit Mastercard, wobei keine der früheren Funktionen eine Rolle spielt.

Bei girocard handelt es sich um ein Zahlungssystem der Deutschen Kreditwirtschaft. In Deutschland kannst du mit einer girocard der Sparkassen und Banken an mehr als 900.000 Akzeptanzstellen meist auch kontaktlos zahlen. Eine Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) weist für 2021 rund 5,9 Milliarden Transaktionen und einen Umsatz mit girocard-Karten von mehr als 250 Milliarden Euro aus.

Die girocard gibt es mittlerweile auch als digitale Kartenvariante, welche bei Apple Pay für mobiles Bezahlen genutzt werden kann. Über Google Play und dessen Partner PayPal können praktisch alle bei PayPal hinterlegten Bankkonten zum kontaktlosen Bezahlen via Smartphone eingesetzt werden.

An Tausenden Geldautomaten kannst du Bargeld erhalten, bei Automaten deiner Bank und der Kooperationspartner gibt es Bargeld kostenlos. Mit der girocard kannst du auch im Ausland bezahlen oder Geld vom Girokonto abheben. Möglich gemacht wird das durch Kooperationen mit den Bezahlsystemen Maestro und V Pay. Siehst du diese Logos im Ausland an der Ladenkasse oder am Geldautomaten, kannst du die girocard dort auch benutzen.

Die Debitkarten der Kreditkartenhersteller

Die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard möchten ihren Marktanteil in Deutschland vergrößern, was durch die Dominanz der deutschen girocard erschwert wird. In Deutschland halten Kund:innen der girocard die Treue, auch wenn sie allein nicht online oder als deutsches Zahlungsinstrument im Ausland einsetzbar ist.

Daran haben auch die Kooperationen mit V Pay von Visa und Maestro von Mastercard nur bedingt etwas geändert. Online-Zahlungen sind nicht möglich. Maestro ist weltweit an Geldautomaten einsetzbar, V Pay vor allem im europäischen Raum.

Die Kreditkartenunternehmen verdienten am Einsatz der Karten an Automaten im Ausland, während die Kund:innen den Service mit hohen Gebühren bezahlten. Eine Kreditkarte wird daher als Alternative empfohlen.

Maestro & V Pay langfristig durch Mastercard & Visa Debitkarten abgelöst

Die beiden großen US-Kreditkartenanbieter starteten ab 2015 einen weiteren Versuch, den deutschen Markt mit Debitkarten neu zu ordnen. Dazu kooperierten sie mit Neobanken wie N26, Kontist, Revolut, Penta, Holvi oder Tomorrow. Neobanken und zahlreiche Direktbanken verfügen über keine eigenen Geldautomaten. Mit Debitkarten von Visa und Mastercard lässt sich das Problem des teuren Bargeldbezuges an Fremdautomaten umgehen.

Die comdirect hat die Debitkarte von Visa zum Standard erklärt, während die Bank C24 und die Oldenburgische Landesbank mit Mastercard kooperieren. Die DKB denkt darüber nach, eine Debitkarte von Visa zum kostenlosen Standard zu machen. Maestro und V Pay dürften mit den neuen Debitkarten-Angeboten der großen Kreditkartenmarken mit der Zeit vom Markt verschwinden.

Die Sparkassen verzichten bisher auf eine girocard mit Mastercard, obwohl sie das im Oktober 2020 angekündigt hatten. Sie sehen sich mit der girocard in Apple Pay und der eigenen Banking-App gut aufgestellt. Außerdem hätten sich Kund:innen mit Online-Ansprüchen oder Wünschen bezüglich der Kreditfunktionalität längst eine geeignete Zahlungskarte oder Zweitkarte zugelegt.

Was ist mit einer Debitkarte möglich?

Die Debitkarten treten verstärkt in Konkurrenz mit Girokarten. Ein Vorteil ist die bessere Anbindung an das Zahlungssystem der großen Zahlungskartenunternehmen Visa und Mastercard. Dadurch vereinfacht sich das Geldabheben im Ausland.

Leistungen der Debitkarten in der Kurzübersicht

  • Bargeldlos an stationären Ladenkassen & online bezahlen
  • Bargeld an Automaten weltweit abheben
  • Mit NFC kontaktlos bezahlen
  • Karten in Bezahl-Apps hinterlegen

Mit der Debit Mastercard und Visa Debit haben Konsument:innen gegenüber Maestro mit / ohne girocard und V Pay mit girocard mehr Vorteile. Sie profitieren von erweiterten Einsatzmöglichkeiten, die mit V Pay und Maestro nicht zur Verfügung stehen.

Die deutsche girocard erhält nur via Maestro oder V Pay Zugang zu Geldautomaten, und das mit Einschränkungen und hohen Gebühren. Eine Ausnahme bildet die Deutsche Bank, deren Kund:innen in über 60 Ländern bei Kooperationsbanken mit ihrer Maestro-Girokarte kostenfrei Geld am Automaten abheben können.

Mit den Visa- oder Mastercard-Debitkarten von Banken wie Commerzbank, DKB oder comdirect kannst du weltweit bei Geldautomaten Bargeld erhalten und an Akzeptanzstellen mit Mastercard- oder Visa-Logo bargeldlos bezahlen.

Das Einkaufen im Internet ist uneingeschränkt möglich. Die Debitkarten lassen sich mit mobilen Zahlungsservices wie Apple Pay oder Google Pay verknüpfen. Mit der dann digitalisierten Debitkarte kannst du mit Smartphone, Smartwatch und Tablet an NFC-Terminals weltweit bezahlen.

Akzeptanz von Debitkarten – Kann ich sie überall in Deutschland nutzen?

Debitkarten sind hierzulande die gängigsten Zahlungskarten. Praktisch in jeder Geldbörse sind sie zu finden. Ausgegeben werden die an das Girokonto gebundenen Karten von Banken und Sparkassen.

Debitkarten wie die girocard (Zahlungsangebot der Deutschen Kreditwirtschaft) oder Visa Debit / Debit Mastercard (Angebot der Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard) sind überall im deutschen Einzelhandel nutzbar. Entsprechende Kartenterminals finden sich auch in Restaurants, an Flughäfen und Bahnhöfen sowie bei Handwerksbetrieben.

Mit Debitkarten mit Kontaktlos-Symbol kannst du bargeldlos Kleinbeträge an mehr als 900.000 Kassenterminals deutschlandweit zahlen. Bei Beträgen unter 50 Euro wird keine PIN-Eingabe benötigt.

Hinweis

Debitkarten lassen sich in Payment Apps wie Google Pay oder Apple Pay digitalisieren, sodass Zahlungen an NFC-Terminals via Smartphone mobil erfolgen können. Als PayPal-Nutzer:in kannst du via Google Pay dein hinterlegtes Bankkonto für Mobile Payment nutzen. Die dazugehörige Zahlungskarte ist nicht erforderlich.

Voraussetzungen für eine Debitkarte

Für den Erhalt einer Debitkarte gelten die gleichen Voraussetzungen wie für das Girokonto. Grundsätzlich wird sie in Verbindung mit einem Girokonto angeboten. Jede Bankkarte oder Sparkassenkarte ist eine Debitkarte.

In Deutschland ist die girocard die führende Debitkarte. Visa / Mastercard Debitkarten werden häufig optional als Zahlungskarte für Online-Zahlungen und den Einsatz im Ausland angeboten. Kontonutzer:innen erhalten sie bei der kontoführenden Bank meist auf Antrag, wenn sie angeboten werden.

Mittlerweile weichen Banken von der lange Zeit üblichen Verfahrensweise ab, indem sie Visa / Mastercard Debitkarten im Rahmen eines Girokontos als Standardkarte und eine girokarte optional anbieten.

Erhältlich sind sie als Standardkarte inklusive Girokonto beispielsweise bei den Direktbanken ING, 1822direkt, N26, Consorsbank oder comdirect. Ein Vorteil bei den genannten Banken ist, dass die Konto- und Kartenführung kostenfrei möglich ist.

Je nach Geldinstitut werden Debitkarten im Zuge der Eröffnung eines Girokontos ausgegeben oder sie können optional zum bestehenden Konto beantragt werden. Da Girokonten auch über eine Dispokreditfunktion verfügen, ist eine Bonitätsprüfung bei der Kontoeröffnung notwendig.

Voraussetzung für eine Debitkarte sind eine positive SCHUFA und gute Bonität. Konto und Karte können bei den anbietenden Direktbanken in wenigen Schritten online beantragt werden.

Voraussetzungen im Überblick

  • Fester Wohnsitz in Deutschland (beim Basiskonto EU-Aufenthalt ausreichend)
  • Volljährigkeit
  • keine offenen Verpflichtungen
  • keine negative SCHUFA
  • ein regelmäßiges Einkommen (abhängig vom Geldinstitut)
Hinweis

Eine Meldung der Debitkarte an die SCHUFA erfolgt nicht (gilt im Übrigen auch für Kreditkarten). Grundsätzlich wird die Eröffnung eines Girokontos von den jeweiligen Banken und Sparkassen der SCHUFA mitgeteilt.

Debitkarte vs. Kreditkarte: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Debitkarten und Kreditkarten zeigt sich in der Form der Abrechnung von Umsätzen wie Zahlungsvorgängen oder Bargeldverfügungen.

Bei Debitkarten wie der girocard oder Visa Debit wird das Geld direkt nach Abschluss des Zahlungsvorganges oder der Geldautomatentransaktion vom Konto der Karteninhaber:innen abgebucht (pay now). Dazu wird entweder das Kontoguthaben genutzt oder auf einen verfügbaren Dispokredit zurückgegriffen. Ein Dispokredit kann mit einem Volumen von zwei bis drei monatlichen Geldeingängen durchaus 5.000 Euro betragen.

Bei einer Kreditkarte erfolgt die Abbuchung vom Konto per Lastschriftverfahren zu einem späteren Zeitpunkt. Das Konto wird nicht sofort belastet. Kund:innen erhalten einen Kredit. Der Verfügungsrahmen bewegt sich bei Bonität zwischen 1.500 und 10.000 Euro.

Die Bank geht in Vorleistung und bezahlt für die Kund:innen Rechnungen an der Ladenkasse oder im Hotel im Rahmen des zugeteilten Kartenlimits. Ist das Limit erreicht, werden vom System weitere Karteneinsätze abgelehnt.

Debitkarte, Kreditkarte, Prepaid-Kreditkarte: Angebote im Schnellüberblick

giro­card (Debit­karte)Debit­karteKredit­kartePrepaid-Kredit­karte
Kredit­rahmenNein (Dispo­kredit als Über­ziehungs­möglich­keit)Nein (Dispo­kredit als Über­ziehungs­möglich­keit)JaNein
Buchung der UmsätzeDirekt nach Zahlung vom Giro­konto abge­buchtDirekt nach Zahlung vom Giro­konto abge­buchtAb­rech­nung / Ab­buchung am Monats­endeDirekt nach Zahlung vom Karten­gut­haben abge­bucht
Mit Giro­kontoJaJaNein (Referenz­konto not­wendig)Nein
Online be­zahlenNeinJaJaJa
Kostenkosten­los im Paket­preis des Giro­kontos ent­halten, Konto­gebüh­ren je nach Geld­institut ab 0 Eurokosten­los im Paket­preis des Giro­kontos ent­halten, Konto­gebüh­ren je nach Geld­institut ab 0 EuroAb 0 Euro Jahres­gebühr & mit Premium-Service entgelt­pflich­tigEin­mal­gebühr oder lau­fende Ge­bühren pro Monat / Jahr
Kontaktlos bezahlenJaJaJaJa
AkzeptanzInland / Eurozoneweltweit / teilweise eingeschränkt bei Auto­vermietungen und Hotelswelt­weitwelt­weit
ExtrasNeinPremium-Funktionen je nach An­bieter möglichPremium-Funktionen je nach An­bieter möglich oder in­klusiveNein
Bonitäts­prüfungJa, bei Er­öff­nung des Giro­kontosJa, bei Er­öff­nung des Giro­kontosJaNein
Aktuell verfüg­bar vonMaestro, giro­card, V PayVisa Debit, Debit Master­cardVisa, Master­card, Amex, DinersVisa, Master­card
Karten­heraus­geber in Deutsch­landFast alle Ban­ken & Spar­kassenu.a. Commerz­bank, Deutsche Bank, N26, Consors­bank, ING, DZ Bank, RevolutFast alle Banken & Spar­kassenu.a. Commerz­bank, Money­corp, Spar­kasse, Wüsten­rot Bank AG

Bei Charge-Kreditkarten werden Umsätze gesammelt und zum Monatsende abgerechnet. Sie werden dann vom Girokonto abgebucht (pay later). Bei den sogenannten Revolving-Kreditkarten erhalten Kartenkund:innen eine Kreditkartenabrechnung zum Monatsende. Diese ist unter Wahrung des Zahlungsziels zu begleichen. Es können auch Teilrückzahlungen geleistet werden, was stark erhöhte Zinsgebühren mit sich bringt.

Extras sind bei Kreditkarten häufig, bei Debitkarten aber selten anzutreffen. Bei Kreditkarten sind häufig Versicherungen inkludiert. Das können beispielsweise Reiseversicherungen, Rechtsschutz für Mietwagen, (Internet-)Einkaufsversicherungen oder eine Handyversicherung sein.

Prepaid-Kreditkarte: Debitkarte zum Aufladen

Prepaid-Kreditkarten funktionieren wie Debitkarten – allerdings nur mit Guthaben und ohne Dispomöglichkeit. Dazu muss die Prepaidkarte vor dem Einsatz mit dem entsprechenden Guthaben aufgeladen werden. Das kann direkt vom Girokonto aus geschehen.

Auch mithilfe von eWallets wie Skrill oder Neteller lassen sich Aufladungen durchführen. Prepaid-Kreditkarten sind meist nicht an ein Girokonto gebunden. Damit entfallen eine Bonitätsprüfung und eine Mitteilung an die SCHUFA.

Ein Vorteil der Prepaid-Kreditkarten von Visa und Mastercard besteht darin, dass sie von Minderjährigen beim Bezahlen im Internet oder am Geldautomaten im Ausland genutzt werden können. Ein Nachteil ist, dass sie nicht ohne Gebühren auskommen. Häufig sind die Nutzungsgebühren höher als bei gängigen Kreditkarten.

Die klassische girocard ist im Besitz sehr vieler Girokonto-Kund:innen. In Kombination mit einer Debitkarte von Visa oder Mastercard bietet das Kartendoppel alle notwendigen Leistungen. Du kannst im Inland mit der girocard gratis Geld an Geldautomaten abheben und deutschlandweit an Ladenterminals bargeldlos bezahlen.

Mit der Debit Card ist das Bezahlen im Internet und das Geldabheben weltweit sichergestellt. Eine „echte“ Kreditkarte von Visa oder Mastercard besitzt neben der gratis Kreditmöglichkeit das eine oder andere Extra in Form von Versicherungen, Cashback und sonstigen Vergünstigungen.

Hinweis

Verbraucher:innen, die vor allem innerhalb der Eurozone online einkaufen oder im Urlaub unterwegs sind, sind mit Debitkarten von Visa und Mastercard sowie ihrer girocard bestens ausgestattet. Sie können die Vorteile der Zahlungsangebote von Visa oder Mastercard im Ausland und das Zahlungssystem girocard im Inland nutzen.

Wie sicher ist eine Debitkarte?

Eine Debitkarte funktioniert nur gemeinsam mit der persönlichen Geheimnummer PIN (Personal Identification Number). Die Informationen über PIN sind im EMV-Chip gespeichert und vor unbefugtem Zugriff sicher. Voraussetzung dafür ist, dass die PIN unbefugten Dritten nicht zugänglich gemacht und sicher verwahrt wird.

Der EMV-Chip ist eine Entwicklung von Europay, Visa und Mastercard und wird von Kartenanbietern in Deutschland verwendet. Die girocard wird für Zahlungen im Ausland von den kartenausgebenden Instituten häufig mit einem internationalen Debit-System wie Maestro oder V Pay ausgestattet.

Mastercard und Visa sind hocheffiziente und professionelle Kartenunternehmen, die ständig in die Sicherheit ihrer Karten- und Zahlungssysteme weltweit investieren. Debitkarten verfügen somit über modernste Sicherheitsstandards. Geschäftskund:innen und privaten Verbraucher:innen werden neben Chipkarten auch Visa Token-Karten (virtuelle Debitkarten) für mobile Payments angeboten.

Mit der Girocard und weiteren Debitkarten können Kunden dank NFC kontaktlos und mobil bezahlen. Die Sicherheit kontaktloser Zahlungsvorgänge wird als hoch bewertet, da nur ein registriertes Lesegerät Zugriff auf Kartendaten erhält. Dazu muss die Debitkarte sehr nahe an das Lesegerät gehalten werden.

Verbraucher:innen sind beim Bezahlen mit Visa Debit durch das sogenannte „Zero Liability“-Versprechen zusätzlich geschützt. Bei Visa gilt für Kartennutzer:innen seit 2017 die Haftungsgrenze von 0 Euro für Zahlungen, die Karteninhaber:innen nicht zu verantworten bzw. autorisiert haben.

Darin eingeschlossen sind alle Transaktionen über Visa im Laden, im Internet und am Geldautomaten mit Kredit- oder Debitkarte. Ein vergleichbares Null-Haftungs-Versprechen gibt es für die private Debit Mastercard.

Achtung

Die PIN ist der Sicherheitsschlüssel für deine Debitkarte. Verwahre deine PIN niemals in deiner Geldbörse bzw. zusammen mit deiner Debitkarte auf. Am einfachsten und sichersten ist es, sich die PIN zu merken. Das gilt für alle Bank- und Kreditkarten, die zur Benutzung eine PIN erfordern.

Die Vor- und Nachteile von Debitkarten

Bei allen Debitkarten erfolgt immer eine direkte Kontobelastung nach dem Einsatz. Die meisten deutschen Girokonto-Kund:innen sind im Besitz einer girocard. Seit 2020 gibt es mit Visa Debit und Debit Mastercard zwei weitere Debitkarten mit weltweitem Zugang zu Visa- und Mastercard-Funktionen.

Deutschlands bekannteste Debitkarte ist die girocard, die ihre Vorteile vor allem im Inland ausspielen kann. Die wesentlichen Nachteile sind bei Internetzahlungen und Auslandseinsätzen auszumachen. Mit dem Markteintritt von Visa Debit und Debit Mastercard müssen die Vorteile und Nachteile von Debitkarten neu bewertet werden. Genau genommen gibt es jetzt mehr Vor- und weniger Nachteile.

Vorteile
  • Gefahr einer möglichen Überschuldung minimiert, da kein Kreditrahmen verfügbar
  • Leichte Verfügbarkeit, da immer bei Banken und Sparkassen erhältlich
  • Entweder als Girokarte oder Debitkarte im Girokonto enthalten
  • Sicherheit durch PIN-Eingabe und EVM-Chip
  • Erhältlich trotz negativer Bonitätsmerkmale, da Konto auf Guthabenbasis
  • Regelmäßiges Einkommen bzw. kontinuierliche Geldeingänge nicht zwingend notwendig
  • Guter finanzieller Überblick dank Onlinebanking-Funktion
  • Kartenzahlung und Kontostand stehen in einem engen zeitlichen Zusammenhang
  • Bargeldlose Zahlungen oder Abheben von Geld an Automaten bei Auslandsreisen
  • Internet-Zahlungen per Debitkarte oder via App
  • Weltweit kontaktlos an NFC-Terminals bezahlen
  • Mobiles Bezahlen per Smartphone-App
  • Häufig günstigere Gebühren als bei zahlreichen Angeboten von klassischen Kreditkarten oder kostenlos im Kontopaket inklusive
  • Extras bieten auch gute Angebote von Debitkarten, zum Beispiel Entschädigung bei Zugverspätungen, bei Diebstahl oder als Unfallabsicherung

Nicht jede Debitkarte bietet die alle auf der Liste aufgeführten Vorteile. Bekanntlich ist die girocard nicht für online Zahlungen einsetzbar, im weltweiten Ausland gibt es Akzeptanzprobleme und mit Extras kann die Karte auch nicht punkten.

Eine zweite Karte zur Girokarte aus dem Hause Visa oder Mastercard ist sicher eine prima Ergänzung. Die Liste der Vorteile ist länger als die der Nachteile, die es auch im Fall einer Debitkarte gibt.

Nachteile
  • Ungewollte Kontoüberziehungen können vorkommen, da bei der Abbuchung der Dispokredit als Limit herangezogen wird
  • Hohe Dispo- oder Überziehungszinsen, wenn sich Geldeingänge unerwartet verzögern
  • Probleme bei der Akzeptanz beispielsweise bei Mietwagenbuchungen oder in Hotels
  • Umfang der Extraleistungen oder Bonussysteme bei Debitkarten geringer als bei Angeboten klassischer Kreditkarten
Tipp

Debitkarten zum Girokonto können über einen Dispokredit verfügen. Eine längere Disponutzung ist nicht zu empfehlen, da dies sehr teuer ist. Weitaus günstiger wäre eine klassische Kreditkarte mit Verfügungsrahmen (Charge-Kreditkarte), den du kostenlos nutzen kannst. Größere Vorhaben solltest du rein aus Kostengründen mit einem Ratenkredit finanzieren.

Debitkarten – Unsere Erfahrungen im Fazit

Debitkarten sind in Deutschland das am häufigsten verwendete bargeldlose Zahlungsmittel. Es gibt sie in verschiedenen Ausgestaltungen von der Girokarte über die Maestro Card bis zur Visa Debit Card. Sie sind immer mit einem Girokonto verknüpft. Kartenumsätze werden unmittelbar vom Guthaben des dazugehörigen Kontos abgebucht. Das Umsatzlimit kann durch einen Dispokredit vergrößert werden.

Für die Debitkarten sind die Anforderungen an die Bonität nicht so umfangreich wie bei Kreditkarten (Charge-Karten). Eine allgemein gute Bonität (keine negative SCHUFA) ist bei Eröffnung eines Girokontos inklusive Debitkarte ausreichend.

Mit über 100 Millionen Stück ist die gircocard die beliebteste Zahlungskarte und auch führend, was den Umsatz in deutschen Ladengeschäften anbelangt. Debitkarten der Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard (Visa Debit Card, Debit Mastercard) sind bei zahlreichen Geldinstituten zur Bankkarte oder optional erhältlich.

Eine Debitkarte von Visa oder Mastercard lohnt sich, wenn du gewisse Vorteile einer Kreditkarte nutzen möchtest, ohne das Risiko einer Verschuldung einzugehen. Mit einer Kreditkarte könntest du zunächst mehr Geld ausgeben, das dein Konto dann nicht hergibt.

Trotz neuer Debitkarten-Angebote wird die girocard des eigenen Verbunds (Cash-Pool, Cash Group, Sparkassen) als die hierzulande meist eingesetzte Zahlungskarte für längere Zeit Bestand haben.

FAQ Häufige Fragen und Antworten zur Debitkarte

Ist eine Debitkarte eine EC-Karte?

Im Sprachgebrauch vieler Bankkund:innen ist die EC-Karte nach wie vor präsent. Die EC-Karte wurde jedoch bereits 2007 durch die girocard abgelöst. Als Debitkarte werden in der Bankensprache bestimmte Zahlungskarten wie Bankkarte, Girokarte oder girocard bezeichnet.

Ich besitze eine Maestro-Card - kann ich die auch im Ausland benutzen?

Ja, Maestro-Cards lassen sich international für bargeldlose Zahlungen und Geldverfügungen nutzen. Die Akzeptanzstellen werden mit dem Maestro-Logo ausgewiesen.

Haben Debitkarten auch einen NFC-Chip für das kontaktlose Bezahlen?

Ja, viele der ab 2012 ausgestellten Debitkarten verfügen über einen NFC-Chip. Nach Aktivierung der NFC-Funktion ist die Zahlungskarte zum kontaktlosen Bezahlen verwendbar.

Woher weiß ich, ob ich eine Debitkarte habe?

Bei allen Girokarten, Maestro-Karten und V Pay-Karten handelt es sich um Debitkarten. Bei einigen Zahlungskarten, die mit Visa oder Mastercard kooperieren, erkennst du das am Aufdruck „Debit“.

Was ist der Unterschied zwischen girocard und Debitkarte?

Die girocard ist ein Angebot und die Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft. Von Maestro, V Pay, Visa und Mastercard gibt es Debitkarten, die auf dem internationalen Markt einsetzbar sind.

Kann ich mit meiner Debitkarte per Smartphone-App bezahlen?

Ja, über Apple Pay, Google Pay sowie weitere mobile Bezahl-Apps kannst du deine Debitkarte (girocard, Visa Debit oder Debit Mastercard) für das Bezahlen per Smartphone-App hinterlegen. Mit der dann digitalen Debitkarte kannst du sicher kontaktlos bezahlen, bis 50 Euro ohne PIN-Eingabe.

Werden Debitkarten der SCHUFA gemeldet?

Nein, Debitkarten wie girocard oder Visa Debit selbst werden nicht der SCHUFA gemeldet. Eine SCHUFA-Meldung erfolgt für das dazugehörige Konto.

Kann ich eine Debitkarte bei der Autovermietung verwenden?

Im Gegensatz zur Hotelbuchung, bei der du sowohl die Debitkarte als auch die Kreditkarte verwenden kannst, benötigst du bei der Anmietung eines Autos eine Kreditkarte. Die Reservierung kann mit der girocard erfolgen. Vor Ort muss allerdings eine vollwertige Kreditkarte vorgelegt werden, um die Kautionssumme zu blockieren.

Ich habe eine Debitkarte. Brauche ich zusätzlich eine Kreditkarte?

Das kommt darauf an, welche Debitkarte du besitzt. Wenn du eine Visa Debit oder Debit Mastercard besitzt, benötigst du keine zusätzliche Kreditkarte. Zahlungen und Bargeldverfügungen lassen sich so im Inland und weltweit über dein Girokontoguthaben abwickeln. Girokarten und V Pay-Zahlungskarten sind international nur eingeschränkt nutzbar.

Was ist der Unterschied zwischen einer Debitkarte und eine Prepaidkarte?

Eine Debitkarte ist grundsätzlich an ein Girokonto gebunden. Prepaid-Kreditkarten bzw. aufladbare Kreditkarten werden auf der Basis ihres jeweiligen Guthabens genutzt. Das Guthaben auf der Karte begrenzt den maximalen Zahlungsbetrag.

Was kostet eine Debitkarte?

Eine Debitkarte erhältst du bei zahlreichen Banken bei der Eröffnung eines Girokontos kostenlos dazu. Das Girokonto selbst kann mit einer monatlichen Grundgebühr belastet werden. Andere Geldinstitute berechnen für eine Debitkarte eine laufende Gebühr. Bezahlen, Einkaufen oder Geldabheben ist kostenlos möglich, kann abhängig vom Anbieter aber weitere Gebühren (Umsatz außerhalb der EU oder Geldautomatengebühr) nach sich ziehen.

Was heißt „Ausgabe einer Debitkarte“?

Mit „Ausgabe einer Debitkarte“ weist die Bank darauf hin, dass dir zusätzlich zur Bankkarte (girocard) eine Debitkarte ausgehändigt wird. Bei vielen Banken ist das Hauptangebot girocard & Girokonto, optional ist eine Debitkarte erhältlich. Bei einigen Banken wie der comdirect gehört zum Girokonto eine Debitkarte, die girocard steht optional zur Verfügung.

Verfügt die Debitkarte über eine Kartennummer wie z.B. eine Kreditkarte?

Ja, auch Debitkarten haben eine 13- bis 19-stellige Kartennummer auf der Vorderseite, ebenso die Gültigkeitsdauer und den Namen des / der Karteninhaber:in. Des Weiteren befindet sich auch ein Magnetstreifen auf der Debitkarte.

Unsere Kreditkarten-Testberichte in der Übersicht

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Feda Mecan

Veröffentlicht von

Ich investiere seit mehreren Jahren in internationale Start-ups und habe 2015 OnlineBanken.com gegründet, um ein transparentes und unabhängiges Finanzportal in Deutschland zu etablieren.