Girokonto Vergleich

Ein Girokonto ist aus dem heutigen Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Gleich, ob es um die Gehaltszahlung, die Rente oder den Bezug öffentlicher Leistungen geht, ein Privathaushalt ohne Girokonto ist nicht denkbar. Die grundlegende Funktion eines Girokontos besteht darin, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Während Privathaushalte durchaus noch Barzahlungen leisten, sei es direkt an den Zahlungsempfänger, sei es durch eine Bareinzahlung auf sein Konto, wickeln Institutionen ihre Zahlungen nur noch unbar ab. Für Privatpersonen bedeutet dies, dass sie ein Girokonto haben müssen. Die Eröffnung ist in der Regel eine Sache von wenigen Minuten. Der Weg zur Bank um die Ecke ist aber im Zweifelsfall nur die zweitbeste Lösung, denn: Girokonten unterscheiden sich deutlich in der Ausgestaltung und den Gebühren. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Arten von Konten, abhängig von der Zielgruppe.

Der Girokontovergleich 2017

In der folgenden Tabelle werden alle gängigen und sicheren Banken auf Ihr Girokontoangebot vergleichen.

Großes Gefälle bei den Gebühren

Verbraucher, die erstmals ein Girokonto eröffnen möchten oder mit dem Gedanken spielen, die Bank zu wechseln, sind bestens beraten, zunächst einen Kontenvergleich zu nutzen. Dabei eröffnet sich ein Einsparpotenzial, das schnell mehrere Hundert Euro im Jahr betragen kann, abhängig von dem Anbieter und den Konditionen. Wir wollen im Folgenden einen Überblick über die häufigsten Girokontoarten geben.

Verfügungsmodalitäten klären

Girokonten können, wie alle anderen Kontoarten auch, in drei Varianten geführt werden. Als Einzelkonto mit einem Kontoinhaber findet es die häufigste Verbreitung. Bei einem „Oderkonto“ können mehrere Kontoinhaber unabhängig voneinander Verfügungen vornehmen. Das „Und-Konto“ setzt voraus, dass alle Kontoinhaber nur gemeinsam Verfügungen vornehmen dürfen. Gerade bei Ehepaaren haben sich „Oderkonten“ etabliert. Alternativ zu diesem Kontomodell kann auch eine Vollmacht ausgestellt werden. Gemeinsame Verfügungen greifen in der Regel bei Firmen oder Vereinen und Erbengemeinschaften.

Die Bestandteile des Girokontos

Zunächst einmal ist ein Konto ein Konto. Es erfolgen Einzahlungen und Auszahlungen. Es spielen allerdings noch weitere Funktionen mit in die Nutzungsmöglichkeiten hinein. Zunächst einmal ist eine Giro- oder Maestrocard wesentlicher Bestandteil. Sie ermöglicht die Verfügungen an Geldautomaten und das bargeldlose Bezahlen im Einzelhandel. Auf Wunsch erhalten die Kontoinhaber bei entsprechender Bonität auch einen Dispositionskredit eingeräumt. Dieser wird an anderer Stelle erläutert. Die Kreditkarte rundet die Nutzungsmöglichkeiten des Girokontos ab. Bei der Wahl des Girokontos wird deutlich, dass es Anbieter gibt, die sich jede Komponente einzeln bezahlen lassen, aber auch Anbieter, die komplett kostenlose Kontopakete ohne Kontoführungsgebühr und inklusive kostenloser Kreditkarten eröffnen.

Die Kontoarten

Girokonten gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, die sich an der jeweiligen Zielgruppe orientieren. Dabei unterscheiden die Filialbanken und Sparkassen noch zwischen unterschiedlichen Kontomodellen mit differenzierten Leistungen und Gebühren.

Das Girokonto für Arbeitnehmer und Bezieher regelmäßiger Einkünfte

Bei dieser Variante ist beispielsweise die Vergabe eines Dispokredites am einfachsten, da die Grundlage dafür der regelmäßige Gehalts- oder Zahlungseingang, beispielsweise Renten, ist. Arbeitnehmer sind auch die Zielgruppe, die am meisten umworben werden, aber auch am genauesten auf die Konditionen achten sollten.

Das Guthabenkonto

Nicht alle Personen können aufgrund ihrer Bonität ein Girokonto mit allen Funktionen, beispielsweise eine nicht abgesprochene, kurzfristige Überziehung in Anspruch nehmen. Für diesen Personenkreis bieten die Kreditinstitute sogenannte Guthabenkonten an. Dieses Girokonto darf nur auf Guthabenbasis geführt werden, Verfügungen, die über den Rahmen hinaus gehen, werden nicht ausgeführt. Die klassische EC-Karte, die das Bezahlen im Einzelhandel ermöglicht, wird bei diesem Girokonto ebenfalls nicht ausgegeben. Bei der Wahl eines Guthabenkontos sollten Verbraucher besonders auf die monatlichen Gebühren achten. Obwohl die Sparkassen nach wie vor einen öffentlich-rechtlichen Auftrag gegenüber den Verbrauchern haben, gibt es deutlich günstigere Anbieter. Gerade wer finanziell nur über eingeschränkte Möglichkeiten verfügt, sollte sein Girokonto auf Guthabenbasis über einen Girokontovergleich wählen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Girokonto für Minderjährige

Ein Girokonto für Minderjährige darf ebenfalls nur auf Guthabenbasis geführt werden. Grundlage ist die Rechtslage, der zu Folge ein Minderjähriger keinen Kredit aufnehmen darf. Dieser Sachverhalt wäre aber bereits gegeben, wenn bei einem Kontoguthaben von fünf Euro eine Pizza für sechs Euro mit der EC-Karte bezahlt würde. Girokonten für Jugendliche werden von den Banken ab unterschiedlichen Altersgruppen für die jungen Kunden eröffnet. Die WüstenrotDirect eröffnet Konten bereits für Siebenjährige. Grundsätzlich werden Girokonten für Jugendliche, Schüler, Azubis und Studenten kostenfrei geführt, auch wenn diese zwischenzeitlich die Volljährigkeit erreicht haben. Vor dem Hintergrund möglicher zusätzlicher Konten sollte aber nicht bei der erstbesten Bank ein Girokonto für Minderjährige oder in der Ausbildung Befindliche eröffnet werden.

Girokonto für Selbstständige

Fragt man eine Bank, weshalb ein Girokonto für Selbstständige in der Regel teurer ist, als ein Girokonto für Arbeitnehmer, werden viele Gründe genannt – richtig schlüssig ist keiner. Wer nicht als juristische Person, sondern als Kleingewerbetreibender oder Freiberufler tätig ist, sollte prüfen, ob er kein „normales“ Girokonto eröffnen kann. Viele Direktbanken, die auf Kontogebühren verzichten, räumen diese Option durchaus ein.

Der Dispositionskredit

Für viele Verbraucher ist der Dispo ein wichtiger Bestandteil des Girokontos. Er schafft kurzfristig finanzielle Ungebundenheit, da eine Kontoüberziehung ohne große Kreditgespräche möglich ist. Eine Besicherung für den Dispo findet nicht statt, die Höhe wird auf die regelmäßigen monatlichen Einkünfte abgestellt. Der Haken an einem Dispo sind allerdings die enorm hohen Zinsen. Viele Banken und Sparkassen berechnen für die Überziehung einen Zinssatz, der bereits Gegenstand von Bundestagsdebatten war. Es muss allerdings auch bei den Zinsen noch zwischen einer genehmigten und einer ungenehmigten Überziehung unterschieden werden. Die ungenehmigte Überziehung eines Girokontos geht über den eingeräumten Kreditrahmen hinaus. Die Bandbreite der Dispozinsen reicht von sieben Prozent pro Jahr bis hin zu 14 Prozent, abhängig von Bank und Kontomodell. Bankkunden, die häufig von der Möglichkeit der Kontoüberziehung gebrauch machen, sollten bei der Auswahl eines Girokontos den Zinsen ein besonderes Augenmerk im Girokontovergleich widmen.

Sogenannte Abrufkredite sind in Hinblick auf die Kosten deutlich günstiger.

Die Guthabenverzinsung auf dem Girokonto

Die Zahl der Banken, die auf das Guthaben auf dem Girokonto noch einen Zins bezahlen, lässt sich an zwei Händen abzählen. Selbst zu Beginn der achtziger Jahre, als der Kapitalmarktzins überdurchschnittlich hoch war, hatten Banken und Sparkassen weitgehend Abstand von Guthabenzinsen auf das Girokonto genommen. Werden heute noch Guthabenzinsen vergütet, bewegen sich diese deutlich unter der 0,5 Prozentmarke pro Jahr. Nichtsdestotrotz unterliegen sie der Besteuerung. Auf der Suche nach einem günstigen Girokonto sollten die Guthabenzinsen nur eine untergeordnete Rolle spielen, gerade die Gebühreneinsparung bringt der Haushaltskasse am Ende deutlich mehr.

Onlinebanking – der Trend hält an

Onlinebanking ist nicht nur bei den Direktanbietern angesagt. Die Filialinstitute motivieren ihre Kunden nachhaltig dazu, ebenfalls den Schalter zu meiden und stattdessen von zu Hause aus oder in den Servicebereichen der Filialen ihre Transaktionen vorzunehmen. Gerade vor dem Hintergrund der Gebühren der Filialbanken und Sparkassen stellt sich jedoch die Frage, weshalb ein Verbraucher noch Geld für die Kontoführung bezahlen soll, wenn er die Dienstleistung selbst vornehmen muss, und dafür noch zusätzliche Kosten in Rechnung gestellt bekommt. Der Girokontovergleich zeigt, dass es auch anders geht. Unsere Empfehlung für ein sicheres und unkompliziertes Girokonto ist die ING DiBa Bank!

Onlinebanking setzt Vorsicht voraus

Onlinebanking beim Girokonto hat sich definitiv durchgesetzt. Auch wenn die Banken heute Sicherungssysteme eingebaut haben, die einen Missbrauch immer unwahrscheinlicher werden lassen, setzt es jedoch gewisse Vorsichtsmaßnahmen bei den Kunden voraus. Eine der größten Sicherheitslücken zeigt sich beim Onlinebanking per mobilem Endgerät. Obwohl der Laptop oder der Desktop zu Hause bestens gesichert ist, greifen viele Verbraucher unterwegs auf das Handy zurück. Handys werden aber nachweislich wesentlich schlechter gegen Hacker gesichert und sind damit anfälliger. Das Onlinebanking selbst ist so einfach wie das Ausfüllen eines Überweisungsträgers. Die Masken der Banken sind selbsterklärend, ein Dauerauftrag ist in kürzester Zeit eingerichtet. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Zahlungen faktisch in Echtzeit ausgeführt werden. Darüber hinaus haben Bankkunden jederzeit eine Übersicht über den Stand des Girokontos und erwartete Zahlungseingänge.

Der Sicherheitsaspekt

Die häufigste Variante für einen sicheren Zahlungsverkehr auf dem Girokonto im Internet ist das TAN-Verfahren. Neben der persönlichen Identifikationsnummer, der PIN, muss der Bankkunde für jede Transaktion eine TAN, die Transaktionsnummer eingeben. Diese wird nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Neben der klassischen TAN findet die m-TAN immer mehr Verbreitung. Dabei erhält der Kunde für jeden Zahlungsvorgang per SMS eine TAN auf sein Handy geschickt, die damit völlig losgelöst vom Rechner selbst generiert wird.

Die comdirect greift als Pionier auf die sogenannte Foto-TAN zurück, bei der die Überweisungsmaske auf dem Bildschirm mit dem Handy fotografiert wird. Eine spezielle App generiert nun aus den fotografierten Daten, Kontonummer, Bankleitzahl und anderen Daten eine spezielle TAN, die nun wieder auf dem PC eingegeben wird.

Die Push-TAN funktioniert ähnlich wie die Foto-TAN, auch hier dient eine App dazu, die Nummer auf dem Handy zu generieren. Ein überdurchschnittlich langes Passwort für die App gibt zusätzliche Sicherheit.

Wann immer das Handy in Bezug auf eine Transaktion auf dem Girokonto genutzt wird, ist der Anwender gefordert, für höchste Datensicherheit zu sorgen.