Kreditkarte ohne SCHUFA

Trotz schlechter Bonität möglich

thomasbaer
| Anzahl Artikel: 57
Letzte Überarbeitung am 25. August 2022

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Kreditkarte ohne SCHUFA ermöglicht es Inhaber:innen, trotz schlechter Bonität Kreditkartentransaktionen weltweit zu tätigen.
  • Bei der Beantragung von Bankprodukten mit kreditähnlichen Leistungen (u.a. Girokonto mit Dispo oder Kreditkarte) wird die Bonität betreffender Antragsteller:innen überprüft.
  • Bei schlechter Bonität aufgrund negativer SCHUFA-Einträge oder beim Bezug von Sozialleistungen ist es nicht möglich, eine (echte) Kreditkarte zu erhalten.
  • Unsere Empfehlungen für eine Kreditkarte ohne SCHUFA sind norisbank Mastercard Debit, N26 Flex Mastercard Debit und Tomorrow Visa Debit.
  • Unseriöse Kreditkartenangebote ohne SCHUFA sind die meist großzügigen Versprechen nicht wert. Sie verursachen nur unnötige und hohe Kosten.

In Deutschland haben Verbraucher:innen die Möglichkeit, bei der Hausbank, Kreditkartenanbietern und FinTechs Zahlungskarten entsprechend ihrer Ansprüche, Kreditwürdigkeit und wirtschaftlichen Verhältnisse zu wählen.

Eine ist die Kreditkarte ohne SCHUFA, die auf Guthabenbasis geführt wird und als Debitkarte und Prepaid-Kreditkarte erhältlich ist. Diese ist die erste Wahl für Verbraucher:innen, die ohne oder trotz schlechter SCHUFA eine Kreditkarte der bekannten Kartengesellschaften Visa und Mastercard zum Erledigen von Online-Zahlungen weltweit oder für Bargeldverfügungen im Ausland nutzen möchten.

Bei uns erfährst du, welche Kreditkarten ohne SCHUFA empfehlenswert sind und worauf es bei der Kartenwahl ankommt.

Die besten Kreditkarten ohne SCHUFA

Kreditkarten ohne SCHUFA gibt es bei zahlreichen Anbietern in unterschiedlichen Varianten. Du hast die Wahl zwischen Zahlungskarten wie Debit-Kreditkarten, gebunden an ein Girokonto, und freien Prepaid-Kreditkarten mit eigenem Kartenkonto. Das sind unsere 3 Empfehlungen für die Kreditkarte ohne SCHUFA:

Empfehlung 1: norisbank Mastercard Debit

Die norisbank bietet in Kombination mit dem entgeltpflichtigen und schufafreien Girokonto eine Mastercard Debitkarte ohne SCHUFA an.

Vorteile
  • Leistungen einer Mastercard Debitkarte
  • Tägliche Abbuchung der Umsätze 
  • Kostenlose Bargeldabhebungen an Deutsche Bank-Automaten im Inland
  • Kostenlose Bargeldauszahlungen an den Geldautomaten der Kooperationspartner im Ausland
  • Weltweit bargeldlos bezahlen, Apple Pay inklusive
  • Geeignet für Schüler:innen und Studierende
Nachteile
  • Entgeltpflichtiges norisbank Basiskonto für die Abbuchung notwendig
  • 12 Euro Jahresbeitrag zuzüglich 7,90 Euro monatlich für die Basiskontoführung
  • Basiskonto & Karte nicht für Selbstständige
  • Nur bei Wohnsitz in Deutschland erhältlich
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Empfehlung 2: N26 Mastercard Debit

Die Mastercard Debit ohne SCHUFA erhältst du als digitale Karte direkt zum kostenlosen und SCHUFA-freien N26 Flex Konto dazu. An Geldautomaten mit NFC-Funktion erhältst du kontaktlos Bargeld. Die Karte in physischer Form gibt es gegen eine einmalige Zustellgebühr von 10 Euro.

Vorteile
  • Mobiles Bankkonto auch bei negativer SCHUFA
  • Mastercard Debit Card im Konto enthalten
  • Debitkarte mit NFC-Funktion
  • Umfangreiche Statistiken zur Kostenkontrolle
Nachteile
  • Kontoführungsgebühren monatlich 6 Euro
  • Einmalige Liefergebühr für die Mastercard von 10 Euro
  • Kontoüberziehung nicht möglich

Empfehlung 3: Tomorrow Visa Debit

Die Tomorrow Visa Debitkarte ist das Angebot der Digital- und Neobank Tomorrow. Erhältlich sind Karte und Konto ohne Bonitätsprüfung.

Vorteile
  • Keine jährliche Kartengebühr
  • Kostenloses Girokonto ohne SCHUFA inklusive
  • 3 x monatlich gratis weltweit Geld abheben
  • Schnelle Kontoeröffnung und Verifizierung in der Banking App
  • Kontaktlos bezahlen, Apple & Google Pay
Nachteile
  • Debitkarte an Tomorrow-Bankkonto gebunden
  • 2 Euro ab der 4. monatlichen Abhebung
  • Auslandseinsatzgebühr von 1,5 Prozent
  • Keine Bankfilialen – 100 % digital
  • Keine Zusatzleistungen
Infobox

Was macht eigentlich die SCHUFA?

Die SCHUFA ist ein Unternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft. Hier werden die durch die Partner übermittelten Verbraucher:innendaten und Zahlungserfahrungen gespeichert und analysiert. Das Zahlungsverhalten einer Person wird anhand der erfassten Daten ermittelt und über den SCHUFA-Score dargestellt. Mithilfe des Scores im Punktebereich zwischen 0 und 100 wird die allgemeine Kreditwürdigkeit von Antragsteller:innen kommuniziert. Die SCHUFA entscheidet nicht darüber, ob du eine Kreditkarte bekommst oder nicht. Die Entscheidung trifft allein die Bank oder der Kreditkartenanbieter.

Auf unseriöse Angebote achten: So tappst du nicht in die Kostenfalle

Banken und Kreditkartenherausgeber möchten mit ihren Produkten Geld verdienen. Dagegen ist nichts einzuwenden – mit ausschließlich kostenlosen Angeboten kann sich auf Dauer niemand am Markt halten. Kreditkarten mit Kartennutzungs- und Zinsgebühren sind eine beliebte Einnahmequelle der Finanzinstitute. Sind die Leistungen gut, dürfen sie auch etwas kosten.

Nicht immer ist die Gesamtheit der Gebühren auf den ersten Blick ersichtlich, auch weil die Werbung zunächst mehr verspricht, als im Kleingedruckten tatsächlich dahintersteckt. Es gibt eine Reihe von versteckten Kosten bei Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung, auf die du achten solltest. Mit dem Beantragen der passenden Kreditkarte lassen sich diese vermeiden.

Mögliche versteckte Kosten von Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung

Bei den meisten Kreditkarten ohne Prüfung der Bonität fallen Jahresgebühren, Auslandseinsatz- und Bargeldgebühren an. Bei wenigen Kreditkarten ohne SCHUFA einiger Neobanken entstehen bei der Kartennutzung keinerlei Kosten. Häufig sind die Zahlungskarten bzw. Debit-Kreditkarten an ein Girokonto der kartenausgebenden Bank gebunden.

Für das Girokonto können monatliche Kontogebühren anfallen. Die Jahresgebühr für die Kreditkarte entfällt. Weitere Kosten entstehen durch Gebühren für Auslandsumsatz bzw. Fremdwährungsgebühren sowie Bargeldverfügungen an Automaten.

Für reine Prepaid-Kreditkarten (nicht ans Girokonto gebunden) wird in der Regel eine jährliche Kartennutzungsgebühr verlangt. Bei einigen Anbietern ist anstelle der Jahresgebühr oder zusätzlich eine einmalige Ausstellungs- bzw. Aufnahmegebühr vorgesehen.

Mit einer „echten“ Kreditkarte lässt sich die Nutzung insgesamt günstiger bewerkstelligen. Es gibt sogar einige wenige wirklich zu 100 Prozent gebührenfreie Kreditkarten bei den regulären Kreditkartenangeboten. Advanzia Gold und Barclays Visa sind zwei jener empfehlenswerten Kartenangebote aus unserem Vergleich Kostenlose Kreditkarte, die sich komplett kostenfrei nutzen lassen.

Zu deren Leistungsportfolio zählen der Wegfall der Jahresgebühr, weltweites Bargeldabheben für 0 Euro und ein verlängertes Zahlungsziel von bis zu 6 Wochen. Teilzahlungskäufe können die Kartennutzung allerdings erheblich verteuern.

Jahresgebühren

Die Jahresgebühren einer Kreditkarte lassen sich mit den Grundgebühren eines Mobilfunkvertrages vergleichen. Gebührenunterschiede in größerem Maße treten je nach Anbieter und Kreditkarten-Variante auf. Premium-Kreditkarten können mehrere Hundert Euro an Jahresgebühren kosten. Dafür gibt es im Gegenzug neben den üblichen Zahlungsservices Zusatzleistungen in Form von Versicherungen oder Bonusprogrammen. Kostenlose Kreditkarten erfüllen in der Regel nur allgemeine Leistungsstandards.

Kreditkarten ohne SCHUFA gibt es in Form von Debitkarten und Prepaid-Kreditkarten, wobei bei Letzteren Jahresgebühren zwischen 20 und 30 Euro üblich sind. Debitkarten sind oft an ein gebührenpflichtiges Girokonto ohne SCHUFA gebunden. Einige sind jedoch mit Girokonto inklusive komplett kostenfrei erhältlich.

Auslandseinsatzgebühren

Für Umsätze außerhalb des Euro-Raumes, die in der Regel in Fremdwährung erfolgen, berechnen viele Kreditkartenanbieter Auslandseinsatzgebühren. Die Höhe der Gebühren für den Währungsumtausch (Umsatz in Fremdwährung) reicht von 0,5 bis 2 Prozent.

Wenige Kartenherausgeber verzichten auf Fremdwährungsgebühren. Darunter befindet sich aber keiner der Anbieter einer Kreditkarte ohne SCHUFA in der Form einer reinen Prepaid-Kreditkarte.

Tipp: Bei den regulären Kreditkarten von der DKB und N26 werden keine Auslandseinsatzgebühren erhoben. Allerdings erfolgt die Prüfung der SCHUFA im Rahmen der Girokontoeröffnung.

Bargeldgebühren

Kreditkarten ermöglichen Bargeldverfügungen an Geldautomaten weltweit, allerdings nur selten ohne Gebühren. Das gilt auch oft für die Bargeldabhebung im Inland.
Während einige Anbieter einen bestimmten Prozentsatz berechnen, sehen andere pro Abhebung einen Mindestbeitrag von 3 bis 10 Euro vor. Bei einigen Kreditkarten ist pro Monat eine geringe Anzahl von Geldabhebungen kostenfrei.

Ausstellungsgebühren

Die Preismodelle bei Kreditkarten ohne SCHUFA-Abfrage unterscheiden sich je nach Anbieter. Kartengrundgebühren sind häufig anzutreffen. Einmalige Ausstellungsgebühren können anstelle einer jährlichen Kartengebühr anfallen. Die Höhe der Ausstellungsgebühren kann bei teuren Prepaid-Kreditkarten bis zu 100 Euro betragen.

Effektiver Jahreszins bei Teilzahlung

Bei Kreditkarten mit Verfügungsrahmen ist häufig eine Teilzahlungsoption integriert. Diese erleichtert die Rückzahlung der in Anspruch genommenen Kreditsumme, doch bei Zinssätzen von mindestens 12 Prozent ist dieser Service nicht eben billig. Für Nutzer:innen, die nur den Rückführungsmindestbetrag zuzüglich der notwendigen Zinsen begleichen können, wird die Teilzahlungsoption möglicherweise zur Schuldenfalle.

Bei einer Kreditkarte ohne SCHUFA werden Kartenumsätze sofort aus dem Guthaben bezahlt. Mit Zinsen bekommst du es bei dieser Kreditkartenart nicht zu tun. Das Risiko einer Verschuldung aufgrund später abgerechneter Kreditkartenumsätze besteht nicht. Eine SCHUFA-freie Kreditkarte und ein Kreditrahmen mit Teilzahlungsmöglichkeit passen nicht zusammen. Jedes Angebot, das anderes behauptet, ist nicht seriös.

Unseriöse Angebote erkennen & unnötige Kosten vermeiden

Auf dem Markt für Kreditkarten ohne SCHUFA gibt es zahlreiche unseriöse Offerten. Anbieter werben mit der „Kreditkarte ohne SCHUFA mit hohem Limit und ohne Jahresgebühr“. Hierbei handelt es sich im Grunde immer um bloße Versprechen, die unmöglich einzuhalten wären.

Anstatt einer regulären Kreditkarte mit Verfügungsrahmen bekommt der / die Verbraucher:in eine kostenpflichtige Prepaid-Kreditkarte angeboten. Dazu gibt es ein Formular zum Beantragen eines Privatkredits obendrauf. Trotz schneller formeller Kreditzusage gibt es den Kredit nur im Fall einer positiven Bonitätsprüfung.

Das schließt eine SCHUFA-Abfrage und / oder einen entsprechenden Nachweis der persönlichen Kreditwürdigkeit beispielsweise durch regelmäßiges Einkommen ein. Und diese beiden Bedingungen willst du ja gerade mit der Kreditkarte ohne SCHUFA umgehen.

Du hast eine Prepaid-Kreditkarte ohne SCHUFA, aber ohne irgendein Limit. Dafür zahlst du im Gegenzug hohe monatliche oder jährliche Kartengebühren sowie allgemeine Nutzungsgebühren beim Auslandseinsatz und für Bargeldverfügungen.

Teuer wird es bereits vor dem ersten Karteneinsatz durch eine höhere Ausstellungsgebühr. Bevor du deinen ersten Online-Einkauf per Kreditkarte vornehmen kannst, kassiert der Anbieter von dir die Ausstellungsgebühr von bis zu 100 Euro und die Jahresgebühr von bis zu 50 Euro.

Du musst das Kartenkonto mal eben mit mindestens 150 Euro aufladen, damit die Gebühren abgebucht werden und die Kreditkarte zur allgemeinen Nutzung freigegeben wird. Bei der Kreditkartennutzung wird dein Guthaben regelmäßig mit Gebühren belastet.

Kreditkartenarten ohne SCHUFA: Nicht jede Art ist möglich

Kreditkarten gibt es unterschiedlichen Varianten:

  • Revolving-Kreditkarte
  • Charge-Kreditkarte
  • Prepaid-Kreditkarte
  • Debit-Kreditkarte
  • Virtuelle Kreditkarte

Ist für dich die SCHUFA kein Problem, hast du die Wahl zwischen Revolving- oder Charge-Kreditkarten mit bestimmtem Möglichkeiten zur Rückzahlung.

Zu den Kreditkartenarten ohne SCHUFA gehören Debit- oder Prepaid-Karten. Diese verfügen über keinen Kreditrahmen und werden auf Guthabenbasis für Zahlungen genutzt.

Debitkarten sind in der Regel an ein Bankkonto gebunden. Das bedeutet meist, dass die SCHUFA über das Girokonto ins Spiel kommt. Einige Banken und FinTechs bieten sowohl Girokonto als auch Kreditkarte SCHUFA-frei an.

Es gibt zudem Anbieter, die den SCHUFA-Score nicht als das alles entscheidende Kriterium ansehen und eine Kreditkarte selbst bei kleineren negativen SCHUFA-Einträgen ermöglichen (Advanzia, Barclays). Das anfängliche Limit ist zwar niedrig, aber du kannst dir einen größeren Verfügungsrahmen im Laufe der Zeit mit pünktlicher Zahlung der Kartenabrechnung verdienen.

Prepaid-Kreditkarten

Alle als Prepaid-Kreditkarten beworbenen Angebote von Visa und Mastercard werden ohne SCHUFA und sonstige Bonitätsanforderungen ausgegeben.

Die Karten verfügen wie alle echten Visa- und Mastercard-Kreditkarten über die grundlegenden Zahlungsfunktionen. Sie werden guthabenbasiert geführt. Eine Kontoüberziehung ist nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Um die Kreditkarte nutzen zu können, muss vorher entsprechend Geld aufgeladen werden. Das Kartenguthaben bildet den maximal einsetzbaren Betrag.

Da die Herausgeber der Prepaid-Karten nicht an einer Kreditnutzung bzw. den Zinsen bei Teilzahlung verdienen können, ist diese Kartenart im Gegensatz zu einigen echten Kreditkarten in der Regel nicht frei von Gebühren.

Prepaid-Kreditkarten sind zum einen mit Jahresgebühren verbunden. Zum anderen fallen Nutzungsgebühren bei Auslandseinsatz und Bargeldverfügung im Vergleich zu herkömmlichen Kreditkarten meist höher aus. Weitere mögliche Kosten entstehen durch Kontoaufladungs- und sonstige Transaktionsgebühren.

Hinweis

Kund:innen, für die die SCHUFA-Abfrage keine Rolle spielt, weil es beispielsweise gar keine negativen Einträge gibt, können sich nach einer herkömmlichen Kreditkarte umsehen und von einem kostenlosen Kredit für bis zu 6 Wochen profitieren. Eine gute Alternative zur Prepaid-Kreditkarte sind Debitkarten bzw. Kreditkarten ohne SCHUFA inklusive Bankkonto.

Debit-Kreditkarten

Debit-Kreditkarten von Visa und Mastercard werden immer beliebter. Sie funktionieren wie die hierzulande allseits bekannte girocard.

Kartenumsätze werden nach der Transaktionsbestätigung umgehend vom zugehörigen Bank- oder Girokonto abgebucht. Ihr Vorteil gegenüber der girocard ist, dass sie zusätzlich über die Kreditkartenzahlungsfunktionen für den Einsatz im Visa- und Mastercard-Netzwerk verfügen.

Eine Kreditfunktion ist in Debitkarten nicht enthalten. Ausgestellt werden sie immer in Verbindung mit einem Bankkonto. Handelt es sich um ein reguläres Girokonto (Dispokredit ist möglich), erfolgen Kontoeröffnung und Kartenerhalt nicht ohne SCHUFA-Prüfung.

Anders sieht das bei Angeboten mit Bankkonto ohne Dispo-Option aus. Bei entsprechenden Kontomodellen von norisbank, Tomorrow oder N26 wird das persönliche Konto ausschließlich im Guthaben geführt. Bei Transkationen mit der Debitkarte wird das Kontoguthaben entsprechend belastet. Eine SCHUFA-Abfrage erübrigt sich bei diesen Angeboten.

Hinweis

Wer negative SCHUFA-Einträge befürchten muss, kann sich ein Bankkonto und eine Kreditkarte ohne SCHUFA besorgen und die Vorteile von Visa und Mastercard weltweit nutzen. Bei einigen Neobanken erhältst du Karten und Konten ohne SCHUFA kostenlos.

Revolving-Kreditkarten

Echte Kreditkarten (Credit Cards) bzw. Revolving-Kreditkarten verfügen über eine Kreditfunktion. Karteninhaber:innen können innerhalb ihres monatlich zugeteilten Limits über einen Geldbetrag zinsfrei verfügen.

Bei Produkten, die in irgendeiner Weise mit einem Kredit verbunden, ist in Deutschland eine Abfrage bei der SCHUFA obligatorisch. Daher wirst du eine echte Kreditkarte zu keiner Zeit ohne SCHUFA erhalten.

Bei einigen Anbietern reicht ein mittlerer SCHUFA-Score für die Aushändigung einer Karte mit Kreditlimit aus. Das Limit wird allerdings zunächst klein ausfallen und maximal einige Hundert Euro betragen. Bei Top-Bonität kann hingegen ein anfänglicher Verfügungsrahmen von 7.000 Euro und mehr vereinbart werden.

Hinweis

Setzt du deine Revolving-Kreditkarte häufig ein und erledigst die Rückzahlung der Außenstände, ist eine Erhöhung des Limits nur eine Frage der Zeit. Gelingt dir eine Verbesserung deiner SCHUFA, zum Beispiel durch die Löschung bestimmter Einträge, kannst du beim Kartenanbieter gezielt eine Aufstockung des Kreditrahmens erfragen.

Charge-Kreditkarten

Charge-Kreditkarten sind eine weitere Form echter Kreditkarten, die von Banken häufig im Zusammenhang mit einem Girokonto ausgegeben werden.

Die Charge-Kreditkarte besitzt eine Kreditfunktion. Inhaber:innen können im Rahmen des persönlich zugeteilten Limits jeden Monat einen bestimmten Betrag zinsfrei für Kartenverfügungen verwenden.

Im Unterschied zur Revolving-Kreditkarte erfolgt bei der Charge-Kreditkarte die Umsatzabrechnung einmal monatlich durch Bankeinzug vom dazugehörigen Konto. Bei Bedarf wird die Rechnung über einen vorhandenen Dispokredit ausgeglichen.

Hinweis

Eine Charge-Kreditkarte ist nur mit SCHUFA-Abfrage erhältlich. Dafür besitzt du eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen und kannst einen zinsfreien Kredit nutzen.

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Virtuelle Kreditkarten

Virtuelle Kreditkarten sind reine Online-Kreditkarten, die Inhaber:innen nicht in Plastikform ausgehändigt erhalten. Via Onlineportal werden die Kreditkartendaten wie Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Prüfnummer bereitgestellt.

Ein Vorteil ist, dass die Karte weder verloren noch gestohlen werden kann. Bargeldabhebung oder Bezahlen an der Ladenkasse sind nicht möglich. Der Vorteil für Karteninhaber:innen besteht in der Kostenkontrolle.

Hinweis

Die Angebote für virtuelle Kreditkarten sind überschaubar. Es gibt sie etwa bei bunq als Guthabenkarten ohne SCHUFA-Abfrage. Bei Kredu kannst du dir auch bei mittlerer SCHUFA bis zu 2.000 Euro für deine virtuelle Kredu Mastercard leihen.

Gründe, warum es Kreditkarten ohne SCHUFA gibt

Die Gründe für Kreditkarten ohne SCHUFA sind zahlreich, wobei ein Hauptgrund darin besteht, dass nicht alle Verbraucher:innen eine Kreditkarte mit Kreditfunktion erhalten können oder sie sich diese aus persönlichen Gründen nicht anschaffen möchten.

In Deutschland haben lediglich rund 10 Prozent der erfassten Verbraucher:innen ein Problem mit der SCHUFA. Personen mit geringen Einkommen, Bezieher:innen von Sozialleistungen oder Minderjährige kommen für jegliche Form von Kredit nicht infrage.

Auszubildende und Studierende haben durchaus Chancen auf dem Kreditkartenmarkt. Gewisse Einschränkungen gibt es beim Verfügungsrahmen, der in der Höhe anfänglich auf wenige Hundert Euro limitiert ist.

Es gibt zwei Alternativen, die ohne SCHUFA-Abfrage auskommen. Das sind zum einen Prepaid-Kreditkarten und zum anderen Visa- & Mastercard-Debitkarten mit SCHUFA-freiem Bankkonto.

Kreditkarten ohne SCHUFA – Die hauptsächlichen Gründe sind:

  • Negativer SCHUFA-Eintrag verhindert Kredit
  • Geringes Einkommen oder Bezug von Sozialleistungen
  • Minderjährigen ist Kreditnutzung nicht erlaubt
  • Verbraucher:innen wünschen keine Kreditkarte mit Limit

Minderjährige

Bei Banken wird den künftigen Kund:innen Aufmerksamkeit geschenkt. Im Angebot sind Kinder- oder Juniorkonten, sodass Minderjährige Geldgeschäfte in einem gewissen Rahmen vornehmen können. Kredite oder kreditähnliche Geschäfte gehören nicht dazu. Erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit können sie eine echte Kreditkarte bekommen.

Für Minderjährige kommt allein eine Karte auf Prepaid-Basis infrage. Bei Wüstenrot ist eine Visa Prepaid Card zum Jugend-Girokonto bereits ab 7 Jahren erhältlich.

Auszubildende & Studierende

Auszubildende und Student:innen verfügen häufig über geringe Einkommen. Ihre Angst, damit nicht für eine echte Kreditkarte infrage zu kommen, ist nicht ganz unbegründet. Studierende haben mehr Möglichkeiten, eine echte Kreditkarte zu erhalten. Bei Auszubildenden kommt hinzu, dass sie erst mit Erreichen der Volljährigkeit zu Kreditkund:innen werden können. Selbst ein guter SCHUFA-Score lässt bei geringen regelmäßigen Einnahmen keinen allzu üppigen Kreditrahmen zu.

Eine Kreditkarte ohne SCHUFA ist die einfachste Lösung, um online Einkäufe zu erledigen oder im Ausland Bargeldabhebungen vorzunehmen. Zugleich ist sie eine empfehlenswerte Kartenvariante, denn hier droht keine Schuldenfalle. Alle Geschäfte werden auf Guthabenbasis abgewickelt.

Bei der Kreditkarte auf Prepaid-Basis gibt es gewisse Einschränkungen bei den Einsatzmöglichkeiten. Die Konditionen sind nicht immer günstig, was sich zum Beispiel anhand der Gebühren beim Auslandseinsatz und für weltweite Bargeldabhebungen bemerkbar macht. Eine Debitkarte zum SCHUFA-freien Girokonto wäre eine gute Wahl, denn diese gibt es bei einigen Anbietern sogar kostenlos.

Arbeitslose & Hartz-IV-Empfänger

Arbeitslosengeld oder der Bezug von Sozialleistungen wird nicht zum Einkommen gezählt, welches eine allgemeine Kreditvoraussetzung darstellt. Das schränkt die Kreditkartensuche auf Kreditkartenarten ohne SCHUFA ein.

Der persönliche SCHUFA-Score ist bei Arbeitslosigkeit nicht automatisch schlecht. Fehlendes Einkommen verhindert jedoch den Erhalt einer echten Kreditkarte. Für Arbeitslose & Hartz-IV-Empfänger gibt es mit den Kreditkarten ohne SCHUFA-Abfrage wie Prepaid-Kreditkarte und Debitkarte mit SCHUFA-freiem Konto geeignete Alternativen.

Bei Privatinsolvenz

Eine Privatinsolvenz wird in einem öffentlich zugänglichen Schuldnerregister eingetragen. Die SCHUFA holt sich die Daten der betreffenden Personen, was einen negativen Eintrag zur Folge hat. Der Eintrag zur Restschuldbefreiung wird nach genau 3 Jahren gelöscht.

In dieser Zeit haben Betroffene einige Probleme bei der Kreditkartensuche. Doch auch hier besteht die Lösung im Beantragen einer Prepaid-Kreditkarte oder Debitkarte mit SCHUFA-freiem Konto.

Hinweis

Prepaid- und Debit-Karten verfügen im Prinzip über alle Zahlungsfunktionen einer echten Kreditkarte, besitzen jedoch keinen Verfügungsrahmen. Sie funktionieren ausschließlich auf Guthabenbasis, was die Kostenkontrolle vereinfacht und wodurch der Weg in die Schuldenfalle versperrt wird. Bei einer Inanspruchnahme wird entweder das Girokonto oder das Kartenkonto belastet.

Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung: Unser Fazit

Echte Kreditkarten sind ohne Bonitätsprüfung nicht erhältlich, da die SCHUFA-Abfrage beim Beantragen von Krediten obligatorisch ist. Jeder Kartenherausgeber schaut auch auf das persönliche und wirtschaftliche Umfeld von potenzieller Kundschaft. Da bei online gestellten Kreditkartenanträgen die SCHUFA-Abfrage automatisiert erfolgt, bedeutet ein unzureichender SCHUFA-Score praktisch immer eine Ablehnung.

Es gibt Alternativen in Form einer (virtuellen) Prepaid-Kreditkarte oder einer Visa Debit / Mastercard Debit Card. Diese Karten verfügen über die Zahlungsfunktionen echter Kreditkarten, unterliegen aber einigen Beschränkungen.

Häufig werden sie bei Kautionsgeschäften von Mietwagen-Anbietern oder Hotels abgelehnt. Vor allem Prepaid-Kreditkarten sind im Vergleich zu vielen herkömmlichen Kreditkarten teurer. Da die Kartenherausgeber nicht über Zinsen bei Kredit verdienen, verlangen sie Jahresgebühren sowie Bargeld- und Auslandseinsatzgebühren als Ausgleich.

Wer nach einer kostenlosen Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung sucht, wird vor allem bei Neobanken fündig. Hier erhält man zum kostenfreien Girokonto ohne Dispo eine Visa oder Mastercard Debitkarte gratis.

Häufige Fragen und unsere Antworten zu Kreditkarten ohne SCHUFA

Welche Kreditkarte kommt trotz negativer SCHUFA infrage?

Eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen ist nur bei guter Bonität erhältlich. Bei negativer SCHUFA wird ein Antrag daher von den meisten Kreditkartenherausgebern abgelehnt. Geeignete Alternativen bieten Prepaid-Kreditkarten oder Debitkarten mit SCHUFA-freiem Bankkonto. Du musst zwar auf einen zinsfreien Kartenkredit verzichten, doch du kannst alle Zahlungsfunktionen von Visa und Mastercard weltweit online und offline nutzen.

Welche Banken sind nicht an die SCHUFA angeschlossen?

Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist als Unternehmen im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft tätig. Alle deutschen Geldinstitute mit Privatkund:innengeschäft sind an die SCHUFA angeschlossen. Neben Banken und Sparkassen gehören Versandhändler oder Mobilfunkanbieter zu den SCHUFA-Vertragspartnern.

Bei welcher Bank bekommt man einen Kredit trotz SCHUFA?

Einen Kredit trotz SCHUFA bekommt man bei den Geldinstituten hierzulande praktisch nicht. Bei wenigen Anbietern ist ein Minikredit oder Kurzzeitkredit erhältlich. Für einen Kredit bei einer Bank im Ausland spielt die SCHUFA keine Rolle. Ohne den Nachweis von Bonität ist allerdings auch dort nichts zu machen.

Warum bekomme ich keine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte bekommst du nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehören Volljährigkeit, gültige Personaldokumente und nennenswertes  eigenes Einkommen. Kreditkartenanträge werden regelmäßig abgelehnt bei Privatinsolvenz, gerichtlichem Vollstreckungsbescheid oder Kreditkündigung seitens der Bank. All das hat einen negativen SCHUFA-Eintrag zur Folge.

Gibt es nur Prepaid-Kreditkarten ohne SCHUFA?

Neben den Prepaid-Kreditkarten gibt es mit der Debitkarte eine weitere Kreditkartenart ohne SCHUFA. Prepaid-Kreditkarten funktionieren auf Guthabenbasis und kommen daher ohne SCHUFA aus. Das gilt auch für Visa oder Mastercard Debitkarten mit SCHUFA-freiem Bankkonto. 

Während bei Prepaid-Kreditkarten auf das Kartenguthaben zugegriffen wird, werden Kartenumsätze mit der Debitkarte vom Kontoguthaben abgebucht. Das jeweilige Guthaben stellt das maximal mögliche Umsatzlimit dar. Das Konto lässt sich nicht überziehen.

Gibt es „echte“ Kreditkarten mit Verfügungsrahmen ohne SCHUFA-Überprüfung?

Nein, es ist nicht möglich, eine „echte“ Kreditkarte mit Verfügungsrahmen ohne SCHUFA-Überprüfung zu erhalten. In Deutschland ist jede Bank sowie jeder sonstige Kreditkartenherausgeber per Gesetz dazu verpflichtet, die Kreditwürdigkeit der Antragsteller:innen vor der Vergabe von Kredit (eingeschlossen Dispokredit, Kreditkarte) zu prüfen. Die SCHUFA-Abfrage ist beim Kreditkartenantrag obligatorisch.    

Wird mir meine Kreditkarte nachträglich weggenommen, wenn meine SCHUFA negativ wird?

Ja, das kann im Fall einer regulären Kreditkarte mit Verfügungsrahmen passieren. Dein Kartenanbieter kann den Kreditkartenvertrag kündigen, wenn er deine Kreditwürdigkeit als unzureichend einschätzt und Kreditrückzahlungen gefährdet sieht. Bei einer Kreditkarte ohne SCHUFA spielt ein negativerer SCHUFA-Score keine Rolle.

Für welche Zielgruppe ist eine Kreditkarte ohne SCHUFA-Auskunft gedacht?

Die Zielgruppe für eine Kreditkarte ohne SCHUFA-Abfrage umfasst Verbraucher:innen mit negativer Bonität, Minderjährige und Personen mit geringem Einkommen sowie all jene, die Kreditkartenzahlungen lieber auf Guthabenbasis erledigen möchten.

Kann ich trotz Privatinsolvenz eine Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung erhalten?

Nein, das ist nicht möglich. Es gibt auf dem Kreditkartenmarkt unseriöse Anbieter, die eine Kreditkarte ohne Überprüfung der Bonität versprechen. Darauf solltest du dich keinesfalls einlassen. In Deutschland wirst du weder eine Kreditkarte mit Limit noch ein Girokonto mit Dispokredit ohne SCHUFA-Abfrage erhalten.

Thomas Detlef Bär

Veröffentlicht von

Als studierter Ökonom habe ich mich jahrelang in erster Linie mit betriebswirtschaftlichen Problemen befasst. Seit mehr als zehn Jahren sehe ich meine Berufung darin, Wissen und Erfahrungen rund um private Finanzen aufzubereiten und in Ratgeberform zu vermitteln.