Geschäftskonto Vergleich

Während ein Geschäftskonto für Personenfirmen nicht zwingend notwendig ist, müssen Kapitalgesellschaften auf jeden Fall darauf zurückgreifen. Selbstständige und Gewerbetreibende können durchaus die kostengünstigeren, respektive kostenlosen Girokonten der Banken nutzen. Um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb abzuwickeln, ist ein Geschäftskonto, handelt es sich dabei tatsächlich um eines oder nur um ein geschäftlich genutztes Privatgirokonto, absolut notwendig.

Geschäftskonto Vergleich 2017


Gerade Firmengründer sollten von Anfang an ihre geschäftlichen Buchungen von den privaten durch zwei getrennte Konten regeln. Zum einen behalten sie so besser die Übersicht, zum anderen vermeiden sie Diskussionen mit dem Finanzamt. Dies ist gerade dann der Fall, wenn es darum geht, ob Zinsen für eine Kontoüberziehung geschäftlicher oder privater Natur sind.

Grundsätzlich besteht keine gesetzliche Verpflichtung, ein Geschäftskonto zu führen. Es ist lediglich gesetzlich geregelt, dass über alle Geschäftsvorfälle Buch geführt werden muss. Darüber hinaus müssen alle Buchungsunterlagen eines Unternehmers zehn Jahre aufbewahrt werden.

Bei der Auswahl eines Geschäftskontos sind Unternehmer, deren Firmenname auch gleichzeitig der eigene Name ist, deutlich im Vorteil. Es genügt die Eröffnung eines klassischen Girokontos, vorzugsweise eine gebührenfreie Variante mit gleichzeitiger kostenloser Kreditkarte. Gerade für Existenzgründer stellt diese Variante eine attraktive Lösung dar, da keine weiteren Kosten für den Geldverkehr anfallen.

Geschäftskonto teurer als klassisches Girokonto

Firmeninhaber, deren Firmenname vom eigenen Namen abweicht, müssen allerdings auf die meist kostenpflichtigen Geschäftskonten der Banken zurückgreifen. Der Grund liegt auf der Hand. Banken wollen Geld verdienen. In Bezug auf die Gebühren bei einem Geschäftskonto argumentieren sie, dass auf dem Konto eines Unternehmens deutlich mehr Buchungsvorfälle stattfinden, als auf dem Konto eines privaten Haushaltes.

Aus diesem Grund bieten die Geldhäuser in den meisten Fällen unterschiedliche Kontomodelle an, welche in Bezug auf die Gebühren die Häufigkeit der Buchungen berücksichtigen. Neben der Anzahl der monatlichen Buchungen spielen bei einem Geschäftskonto noch andere Kriterien hinein. Die Rede ist von Schnittstellen, welche eine automatische Verbuchung im Rahmen der Buchhaltungssoftware des Unternehmens ermöglichen, beispielsweise Starmoney. Je nach Kontomodell fallend dafür eventuell zusätzliche Kosten an.

Die Kreditinstitute haben sich inzwischen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Berufsgruppen eingestellt und bieten beispielsweise für beratende oder Heilberufe spezielle Kontomodelle an.

Ebenfalls vom Kontomodell, und damit von der monatlichen Grundgebühr, hängt die Zahl der möglichen Karten zum Konto ab. Bei einigen Konten können die Unternehmen noch ein Fremdwährungskonto ohne zusätzliche Gebühr einrichten.

Der Unterschied zum klassischen Girokonto

Auch wenn die Funktionsweise beider Kontoarten identisch ist, das Geschäftskonto ja auch ein Girokonto darstellt, besteht ein grundlegender Unterschied. Privatpersonen erhalten auf ihrem Girokonto, abhängig von der Höhe der Zahlungseingänge und der Bonität ohne große Umstände einen Dispositionskredit eingeräumt.

Bei einem Geschäftskonto ist dies nicht ohne Weiteres möglich. Der Dispo, bei einem Geschäftskonto Betriebsmittelkredit genannt, wird erst nach umfangreicher Bonitätsprüfung gestellt. Üblicherweise muss er auch noch durch Sicherheiten unterlegt werden. Nutzt das Unternehmen ein Mietaval seiner Bank, schmälert das Aval die Höhe der möglichen Kontoüberziehung.

Die Auswahl eines Geschäftskontos

Wer ein Geschäftskonto eröffnen möchte, hat wie bei anderen Konten auch, die Qual der Wahl. Die unterschiedlichen Varianten sollten daher genau geprüft werden, um festzustellen, welche am Besten zum eigenen Unternehmen passt. Folgende Kriterien bilden in der Regel die Grundlage für die Wahl des Geschäftskontos:

  • Anzahl der monatlichen Buchungen
  • Möglichkeit der Einbund des Onlinebankings in das eigene Buchhaltungsprogramm
  • Anzahl der Karten
  • Höhe des Betriebsmittelkredites
  • Zinsen für einen Betriebsmittelkredit
  • Berücksichtigung branchenspezifischer Besonderheiten

Der letzte Punkt ist zum Beispiel für Hausverwalter interessant. Einige Banken bieten zusätzliche Tools an, welche die Verbuchung des Wohngeldes auf die einzelnen Positionen und Eigentümer ermöglicht und vereinfachen damit die Verwaltertätigkeit.

Der Preis für ein Geschäftskonto ist teilweise nur ein untergeordnetes Kriterium. Ein Konto mit möglichst vielen Zusatzoptionen kann bei der Buchführung so viel Effizienz bringen, dass die Kontoführungsgebühr kompensiert wird. Anders als bei einem privaten Girokonto macht sich dieser Umstand in den Personalkosten bemerkbar.

Die Kontoeröffnung

Soll das Geschäftskonto auf der Grundlage eines Girokontos für Privathaushalte eröffnet werden, benötigt der Unternehmer nur einen gültigen Personalausweis. Handelt es sich um eine Partnerschaft, beispielsweise eine GbR oder eine Sozietät, kommt nur ein klassisches Geschäftskonto infrage. Hier steht die Frage im Raum, ob es als Und-Konto oder als Oder-Konto geführt werden soll. Im ersten Fall können nur alle Kontoinhaber gemeinsam verfügen, im zweiten Fall jeder Kontoinhaber für sich.

Wird ein Geschäftskonto auf eine Kapitalgesellschaft eröffnet, müssen verschiedene Unterlagen mit eingereicht werden, unter anderem:

  • Die Legitimationspapiere der vertretungsberechtigten Personen
  • Der Auszug aus dem Handelsregister
  • Eine Kopie des Gesellschaftervertrages

Bei der Kontoeröffnung muss auch geregelt werden, wer für das Konto verfügungsberechtigt ist. Handelt es sich um mehrere Verfügungsberechtigte, gilt es auch zu klären, ob für Verfügungen die Unterschrift eines Kontoinhabers ausreichend ist, oder ob zwei Personen unterzeichnen müssen.

Darüber hinaus müssen sich die Kontoinhaber darauf verständigen, ob Mitarbeiter mit einer Kontovollmacht ausgestattet werden.

Fazit

Für Einzelunternehmer ist ein Geschäftskonto absolut sinnvoll, für Kapitalgesellschaften ein Muss. Bei der Auswahl sind die Ausstattungsmerkmale wichtiger als der Preis, da an ein Geschäftskonto andere Anforderungen gestellt werden, als an ein privates Girokonto. Die unterschiedlichen Kontomodelle lassen, in Abhängigkeit von der Anzahl der Umsätze, eine genaue Eingrenzung des Bedarfs und damit der Kosten zu.

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