Coinbase ist eine Plattform, auf der der Handel mit Kryptowährungen möglich ist. Seit 2019 bietet Coinbase eine Kreditkarte an. Dadurch soll ein vollumfängliches Erlebnis erzeugt werden, das unter anderem die Möglichkeit bietet, Guthaben unkompliziert zum Bezahlen zu benutzen. Die Coinbase Card war 2019 zuerst in einigen Ländern Europas erhältlich. Seit 2020 ist sie in den meisten Ländern des Euroraums verfügbar. Und seit Oktober 2020 wird sie zudem für Kunden in den USA angeboten.

Über die Coinbase Kreditkarte

Bei der Coinbase Card handelt es sich um eine klassische Visa Karte, die mit einer Debit Funktion ausgestattet ist. Sie verfügt deshalb nicht über einen Kreditrahmen, sondern funktioniert nur auf Guthabenbasis. Wenn es zu einer Transaktion kommt, wird der Wert zur ausgezahlten Summe in Kryptowährung vom Coinbase Guthaben abgezogen. Der Empfänger erhält jedoch keinen Bitcoin oder Ether überwiesen, sondern das Geld wird immer in der jeweiligen Landeswährung gezahlt. Das kann in Euro sein aber auch in anderen Währungen.

Damit ist die Coinbase Card deutlich anders als klassische Kreditkarten. Einerseits erfolgt der Währungstausch zum aktuellen Kurs. Auf der anderen Seite gibt es nur wenige Kreditkarten, bei denen in unterschiedlichen Währungen aber auch mit Kryptowährungen gearbeitet wird.

Hinweis

Die Karte kann physisch und virtuell benutzt werden. Verwaltet wird sie über die Coinbase Card App. Um die Karte beantragen zu können, wird ein Coinbase Konto vorausgesetzt.

Die Kosten der Coinbase Card

Es gibt einige Kosten, die mit der Coinbase Card einhergehen. Allerdings sind sie überschaubar und deshalb durchaus als attraktiv einzustufen.

Die Ausstellung der Coinbase Card verlangt nach einer Gebühr in Höhe von 4,95 Euro. Dafür entfällt eine monatliche Servicegebühr. 200 Euro pro Monat können kostenlos mit der Coinbase Card abgehoben werden. Übersteigt das Abheben diesen Betrag, werden inländisch 1,00 % Gebühren fällig und weltweit 2,00 % an Gebühren.

Das Aufladen der Kreditkarte mit Guthaben ist kostenlos möglich. Coinbase erhebt keine Aufladegebühr. Transaktionsgebühren sind innerhalb von Deutschland nicht existent. Werden Gelder in den Europäischen Wirtschaftsraum transferiert, entstehen Transaktionsgebühren in Höhe von 0,20 %. Bei Transaktionen weltweit beträgt die Gebühr 3,00 %. Eine Währungstausch-Gebühr von Krypto zu Fiat ist mit 2,49 % angegeben.

Die Einschränkungen bei der Nutzung

Es gibt einige wenige Einschränkungen, die in Bezug auf die Nutzung der Kreditkarte zu verzeichnen sind. So beträgt die maximale Abhebung pro Tag 500 Euro. Die maximale Anzahl der Transaktionen beträgt 10.000 Euro pro Tag und 20.000 Euro pro Monat. Pro Jahr können Transaktionen in Höhe von 100.000 Euro mit der Kreditkarte vorgenommen werden.

Zahlungsziel und Optionen

Da es sich bei der Coinbase Card um eine Debitkarte handelt, gibt es keine festen Zahlungsziele. Wenn mit der Karte bezahlt wird, wird das Guthaben von der Karte direkt abgebucht. Die Karte funktioniert ausschließlich auf Guthabenbasis. Es wird kein Kreditrahmen eingeräumt. Auch nicht im kleinen Stil.

Die Bezahlungen (auch kontaktlos) sind weltweit möglich. Virtuell wie auch physisch. Kontrolliert werden können die Zahlung (Paysafe) über die App, die für jeden Kunden kostenlos und unverbindlich zur Verfügung steht.

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Guthaben und Sollzinsen

Auch das Guthaben gewährt Coinbase keine Zinsen. Zudem gibt es keine Sollzinsen, da die Karte nur auf Guthabenbasis funktioniert und somit auch kein Kreditrahmen ausgeschöpft werden kann.

Auslandsentgelt und Barabhebungen

Wie bereits erwähnt, entsteht eine Abhebegebühr erst ab 200 Euro pro Monat. Inländisch beträgt die Abhebegebühr 1,00 % vom abgehobenen Betrag. Weltweit sind es 2,00 % vom abgehobenen Betrag.

Die Zusatzleistungen der Coinbase Card

Coinbase wirbt damit, dass der Karteninhaber bis zu 4,00 % Gutschrift beim Bezahlen erhält. Allerdings ist diese Funktion aktuell nur für US-Kunden geeignet. Ob auch im deutschsprachigen Raum eine solche Gutschrift stattfindet, ist noch nicht abzusehen.

Als Besonderheit kann jedoch festgestellt werden, dass der Karteninhaber auswählen kann, von welchem Guthaben die jeweilige Zahlung ausgeführt werden soll. Der Kartenbesitzer hat die Möglichkeit, unterschiedliche Währungen und Kryptowährungen zu nutzen. Zum Beispiel BTC, ETH, LTC oder BAT.

Ein Reiserabatt, eine kostenfreie Partnerkarte, Sicherheitspakete oder ähnliches sind für diese Kreditkarte jedoch nicht vorhanden. Das ist bei den meisten anderen Guthabenkarten jedenfalls so. Deshalb ist das kein besonderes Alleinstellungsmerkmal, aber ein Hinweis darauf, dass die Zusatzleistungen sehr eingeschränkt sind.

Das Limit der Coinbase Card

Da die Coinbase Card eine klassische Guthabenkarte ist, legt der Karteninhaber selbst fest, wie hoch seine Limits und sein Guthaben ist. Es gibt keine Beschränkungen, wie viel Geld auf die Karte aufgeladen werden darf. Es gibt Beschränkungen bei den Transaktionen, die bei maximal 100.000 Euro pro Jahr liegen dürfen. Allerdings bedeutet das nicht, dass gleichzeitig nicht mehr Guthaben auf der Karte sein darf.

Der Karteninhaber hat die Möglichkeit, so viel Guthaben wie er möchte auf die Karte zu laden. Da es aber keine Zinsen gibt, muss überlegt werden, ob ein deutliches Übersteigen der maximalen Transaktionen wirklich sinnvoll ist. In vielen Fällen sind die Kryptowährungen oder das reale Geld an anderer Stelle deutlich effektiver einzusetzen.

Die Stärken und Schwächen der Coinbase Card

Stärken
  • Als besondere Stärke ist die Verbindung mit den Kryptowährungen zu sehen. Außerdem die Tatsache, dass es zwar einige Gebühren gibt, diese aber im überschaubaren Rahmen sind.
Schwächen
  • Als Schwäche kann angesehen werden, dass es keine umfassenden Zusatzleistungen gibt und für einen Laien das Angebot wahrscheinlich ein wenig unübersichtlich wirkt. Der Kunde ist selbst angewiesen, sich mit der App Überblick über seine Karte und die einzelnen Funktionen zu verschaffen. Es gibt keine genaue Einweisung und auch keinen wirklichen Kundenservice, der genutzt werden kann.
  • Ferner ist es immer notwendig, sich komplett bei Coinbase anzumelden, um das Kartenangebot nutzen zu können.

Voraussetzungen für die Coinbase Card

Die Kreditkarte wird ausschließlich mit Guthaben betrieben, sodass eine gute Bonität keine Voraussetzung für die Nutzung ist. Der Karteninhaber muss geschäftsfähig sein und ein Referenzkonto besitzen. Außerdem sollte er den Umgang mit Kryptowährungen zumindest einigermaßen verstehen. Ansonsten lohnt diese Karte in nicht.

Wie leicht ist der Antrag?

Der Antrag für die Coinbase Karte erfolgt ausschließlich online. Der Interessent muss sich zuerst bei Coinbase registrieren, wenn er noch kein Kunde des Anbieters ist. Hierfür muss auf die Startseite von Coinbase gegangen werden, wo der Button „Registrieren“ zu finden ist. Er befindet sich in der oberen rechten Ecke. Auf diesen Button muss geklickt werden, um zur Anmeldung zu gelangen.

Für die Anmeldung wird ein Vorname, ein Nachname, eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt. Außerdem müssen die Nutzungsvereinbarungen und die Datenschutzrichtlinien bestätigt werden. Erst dann kann das Konto erstellt werden.

Coinbase schickt nach der Hinterlegung dieser Angaben eine E-Mail an den Interessenten, die bestätigt werden muss. Im weiteren Schritt können die Daten für die Coinbase Card hinterlegt werden. Für die Anmeldung (und das Verifizieren) werden im Anschluss personenbezogene Daten wie die Anschrift, das Alter, ein Referenzkonto und einige Angaben zum finanziellen Status benötigt. Alles Angaben, die bei anderen Anbietern auch zu hinterlegen sind und deshalb nicht vom Standard abweichen.

Wie sicher ist die Coinbase Card?

Sicherheit ist immer ein großes Thema. Und oftmals hängt die Sicherheit vom Nutzer der Karte ab. Geht er mit der Karte sorgsam um, schützt er seine Daten und gibt diese nicht an Fremde weiter, kann Prinzip auch nichts passieren. Die Karte läuft auf Guthabenbasis, sodass im Falle eines Falles immer nur das Guthaben in entsprechender Höhe als Schadensbilanz zurückbleibt.

Coinbase selbst sichert die Karte mit modernster Technik und sorgt dafür, dass die Daten der Kunden nicht weitergeleitet werden. Da der Anbieter streng reguliert wird, gibt es dort keine nennenswerten Sicherheitslücken.

Die Coinbase Card mit Google Pay und Apple Pay

Leider macht Coinbase keine Angaben darüber, ob die Karte mit Google Pay und Apple Pay kombinierbar ist. Wünschenswert wäre es, weil die Karte vor allen Dingen virtuell ihren Einsatz findet.

Was sind die Alternativen zur Coinbase Card?

Alternativ zur Coinbase Card sind die Binance Card, die Wirex aber auch die Bitpanda Card zu benennen. Ebenfalls Anbieter, die ebenfalls mit Kryptowährungen agieren.

Kreditkarten Vergleich nutzen

Wenn du besondere Wünsche oder Forderungen an eine Kreditkarte hast, nutze gerne unseren praktischen Kreditkarten Vergleich und finde die passende Karte für deine Zwecke.

Fazit

Die Coinbase Card ist eine Debitkarte, bei der mit Kryptowährungen agiert werden kann. Aktuell sticht das Angebot noch nicht sonderlich aus der breiten Masse heraus, da es beispielsweise die Gutschrift noch nicht in Deutschland gibt. Wünschenswert wäre es, wenn einige Zusatzleistungen hinzugenommen werden würden, um das Angebot etwas vielfältiger zu gestalten.

Häufige Fragen und Antworten zur Coinbase Card

🚨 Wie und wann kündige ich die Coinbase Card?

Eine Kündigung der Coinbase Card kann zu jeder Zeit vorgenommen werden. Da keine laufenden Kosten entstehen, wenn die Karte nicht benutzt wird, ist eine Kündigung aber auch nicht zwingend notwendig. Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen, kann aber auch innerhalb der App vorgenommen werden. Der entsprechende Button dafür lässt sich in der App im Bereich für die Kreditkarte finden.

💰 Wie kann ich das Limit der Coinbase Card anpassen?

Das Limit für die Karte passt jeder Karteninhaber selbst an. Denn die Karte funktioniert auf Guthabenbasis, sodass das Limit immer durch das Guthaben bestimmt wird. Der Karteninhaber lädt das Guthaben auf die Karte, dass dann für das Bezahlen genutzt werden kann

🤑 Wie hoch ist die Jahresgebühr der Coinbase Card?

Eine klassische Jahresgebühr gibt es für die Coinbase Card nicht. Es gibt eine Ausstellungsgebühr in Höhe von 4,95 Euro. Eine monatliche Servicegebühr oder eine Jahresgebühr fällt jedoch nicht an.

🏧 Wie kann ich mit der Coinbase Card kostenlos am Geldautomaten abheben?

Eine Abhebegebühr für die Coinbase Card (Paysafe) wird erst ab 200 Euro pro Monat fällig. Im Inland beträgt die Gebühr 1,00 % des abgehobenen Betrages. Weltweit liegt die Gebühr bei 2,00 % des abgehobenen Betrages.

⭕️ Wie kann ich die Coinbase Card sperren?

Eine Sperrung der Karte ist über die zentrale Rufnummer 116 116 möglich. Außerdem ist eine Sperrung über die App jederzeit möglich. Der Karteninhaber kann die Karte selbst sperren, so dass kein Dienstleister dafür in Anspruch genommen werden muss. Der entsprechende Vorgang ist über die App möglich.

⌚ Wie lange dauert es, bis ich meine PIN-Nummer für die Coinbase Card erhalte?

Die PIN wird einige Tage nach der Zusendung der physischen Karte an den Karteninhaber übermittelt. Die Trennung zwischen Karte und PIN erfolgt aus Sicherheitsgründen. Die Karte kann aber für das virtuelle Bezahlen bereits genutzt und in der App entsprechend eingerichtet werden.

👍 Wie kann ich die Coinbase Card aktivieren?

Eine Aktivierung ist nicht notwendig. Die Karte ist bereits aktiviert, wenn sie zur Verfügung gestellt wird.

🤔 Wie lange dauert die Überweisung von der Coinbase Card auf mein Girokonto?

In der Regel dauert eine Überweisung von der Karte auf das Girokonto zwei bis drei Werktage. Es kommt immer darauf an, wann die Überweisung durchgeführt wird.

👔 Was ist die Benutzerkennung für die Coinbase Card?

Die Benutzerkennung sind die Daten zum Einloggen, die für die App und für die Webseite genutzt werden. Die Daten werden im Rahmen der Beantragung der Karte festgelegt.

💳 Wie überweise ich Geld auf meine Coinbase Card?

Das Geld kann ganz bequem vom Referenzkonto aus auf die Karte überwiesen werden. Außerdem kann die Karte für Kryptowährungen genutzt werden, sodass auch durch den Handel mit Kryptowährungen eine entsprechende Gutschrift erfolgt.

Uwe Rabolt

Veröffentlicht von

Ich bin gelernter Bankkaufmann, Versicherungsfachmann (BWV) und habe 25 Jahre selbständig im Finanzvertrieb gearbeitet, bevor ich 2011 begann, als freiberuflicher Finanz- und Wirtschaftsredakteur mein Wissen mit anderen Menschen in diversen Portalen zu teilen.