Paysafecard und MyPaysafecard: So funktioniert’s

Feda Mecan
| Anzahl Artikel: 253
Geschäftsführer und Investment-Experte Letzte Überarbeitung am 4. Juli 2022
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Die Paysafecard ist eine der bekanntesten Zahlungsmethoden, wenn es um die Abwicklung von Online-Zahlungen geht. Das Prinzip hinter der Wertkarte ist schon seit vielen Jahren bekannt und wird als Prepaid-Verfahren bezeichnet. Die Nutzer:innen erwerben die Paysafecard mit einem bestimmten Wert und können diese dann für Zahlungen im Internet nutzen. Wie die Zahlungen genau funktionieren, was die Besonderheiten sind und was jeder über die Paysafecard wissen sollte, zeigen wir im Folgenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei der Paysafecard handelt es sich um eine Prepaid-Wertkarte für die Abwicklung von Online-Zahlungen.
  • Möglich ist die Zahlung online mit und ohne Registrierung beim Zahlungsdienst.
  • Nicht-registrierte Nutzer:innen können ihre Zahlungen ganz ohne sensible Daten abwickeln.
  • Erwerben lässt sich die Wertkarte unter anderem in Supermärkten, Tankstellen oder Lotto-Läden.

So funktioniert die Paysafecard

Die Paysafecard funktioniert nach einem denkbar einfachen Prinzip. Wer mit der Wertkarte online zahlen möchte, muss diese erst einmal erwerben. Möglich ist das zum Beispiel an der nächsten Tankstelle, aber auch in Lotto-Läden oder im Supermarkt. Erhältlich ist die Paysafecard in verschiedenen Werten, die von zehn bis 100 Euro reichen. Ein zusätzlicher Aufschlag wird vom Zahlungsdienst nicht erhoben. Erwerben Nutzer:innen also beispielsweise eine Karte im Wert von 50 Euro, kann die Zahlung online mit der Summe von 50 Euro abgewickelt werden. Möglich ist es auch, geringere Beträge für die Zahlung zu nutzen und so einen Restbetrag auf der Paysafecard zu halten.

Unterschiede in der Funktionsweise gibt es zwischen den registrierten Nutzer:innen und den nicht-registrieren Nutzer:innen. Wer kein Konto bei MyPaysafecard eröffnet, muss für die Zahlungen lediglich die 16-stellige PIN auf der Wertkarte verwenden. Dafür sind maximal Zahlungen im Wert von bis zu 50 Euro möglich. Mit einem eigenen Konto beim Anbieter wird zusätzlich eine Registrierung notwendig. Dafür sind bis zu 1.500 Euro pro Transaktion möglich. Je nach genutztem Online-Dienst sind für registrierte Nutzer auch Auszahlungen vom MyPaysafecard-Konto möglich.

Die Paysafecard konnte lange Zeit uneingeschränkt für anonyme Zahlungen genutzt werden. Aufgrund der veränderten Rechtslage in Deutschland und Europa musste der Zahlungsdienst seinen Service aber ein wenig anpassen.

Paysafecard: Kosten und Gebühren

Für Nutzer:innen fallen neben dem eigentlichen Zahlungsbetrag keine zusätzlichen Kosten oder Gebühren durch die Paysafecard an. Der Zahlungsanbieter verzichtet für Endverbraucher:innen vollständig auf diese Zusatzkosten bei der Verwendung. Je nach Online-Dienst kann es aber sein, dass der Shop oder Dienstleister für die Zahlung eine Gebühr erhebt. Auf Seiten der Paysafecard fallen Gebühren maximal in Form von Bereitstellungsgebühren, Währungsgebühren oder Rücktauschgebühren an. Ebenfalls wichtig: Wer eine Auszahlung von seinem Paysafecard-Konto auf das Bankkonto abwickeln möchte, zahlt eine Gebühr in Höhe von 7,50 Euro, die direkt vom Guthaben abgezogen wird. Ratsam ist es daher, auf Auszahlungen nur im Ausnahmefall zurückzugreifen.

Voraussetzungen für Anmeldung und Nutzung

Die Hürden und Voraussetzungen für die Nutzung der Paysafecard oder auch der Anmeldung bei myPaysafecard sind gering. Grundsätzlich kann jeder Mensch in Deutschland die Prepaid-Wertkarten erwerben. Hier gibt es keine gesetzliche Beschränkung. Etwas anders ist es bei der Registrierung und Nutzung des Kontos bei MyPaysafecard. Dies ist erst möglich, wenn Nutzer:innen mindestens 16 Jahre alt sind. Die wichtigste Voraussetzung liegt anschließend im Erwerb der Paysafecard. Registrierte Nutzer:innen können dies sowohl im stationären Betrieb als auch online erledigen. Nicht-registrierte Nutzer:innen können die Wertkarte lediglich in lokalen Geschäften erwerben.

Paysafecard einrichten

Wie aufwändig die Einrichtung der Paysafecard ist, haben Nutzer:innen gewissermaßen selbst in der Hand. Wer lediglich Zahlungen bis maximal 50 Euro abwickeln möchte, muss nicht zwangsläufig auf das Konto beim Zahlungsdienst zurückgreifen. In diesem Fall ist auch keine Einrichtung erforderlich. Wer sich für ein Konto entschließt, muss jedoch ebenfalls keinen komplizierten Registrierungsprozess befürchten. Die Einrichtung ist schnell erledigt, lediglich ein paar „Standard-Angaben“ sind bei der Registrierung erforderlich.

Die Paysafecard ist an zahlreichen Verkaufsstellen erhältlich. Erwerben können Nutzer:innen die Wertkarten unter anderem in Supermärkten, an Tankstellen oder in jedem gut sortierten Lotto-Kiosk. Wer ein eigenes Konto bei MyPaysafecard besitzt, kann die Karten sogar online erwerben.

Besonderheiten der Paysafecard

Der Fokus der Paysafecard liegt einfach gesagt auf der Abwicklung von sicheren Zahlungen im Internet. Der Zahlungsdienst bringt aber auch einige Besonderheiten mit sich. Genau die möchten wir im Folgenden ein wenig detaillierter vorstellen.

MyPaysafecard

Bei der Paysafecard haben alle Nutzer:innen die Wahl zwischen der anonymen Nutzung und der Registrierung beim Zahlungsdienst. Letzteres ist mit einigen Vorteilen verbunden. So steigt das verfügbare Limit für jede Transaktion von 50 Euro auf 1.500 Euro an. Weiterhin kann das Konto bequem als eWallet verwendet werden. Nutzer:innen können aufgeladene Beträge hier „lagern“, bis diese für eine Zahlung genutzt werden sollen. Ebenso ist über das eigene Konto auch die Auszahlung von Beträgen möglich. Abgewickelt werden die Zahlungen durch das Konto nicht mehr mittels Eingabe der PIN. Diese ist nur einmalig zum Aufladen erforderlich. Für die Abwicklung der Zahlung im Online-Shop können Nutzer:innen ihre Konto-Details des MyPaysafecard-Kontos nutzen.

Zahlung ohne Angabe von sensiblen Daten

Bekannt gemacht hat die Paysafecard neben der simplen Funktionsweise vor allem die Möglichkeit, Zahlungen vollständig anonym abzuwickeln. Viele Jahre lang war dies in Deutschland uneingeschränkt möglich. Mittlerweile haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein wenig verändert. Anonyme Zahlungen mittels Paysafecard sind maximal bis zu einem Betrag von 50 Euro möglich. Hierfür müssen die Nutzer:innen aber lediglich die PIN der Wertkarte verwenden und keine weiteren Informationen bei der Zahlung teilen.

Prepaid Paysafecard Mastercard

Seit kurzer Zeit bietet die Paysafecard in Kooperation mit Mastercard auch eine Prepaid Mastercard an. Die Kreditkarte muss also vor der Nutzung mit einem bestimmten Betrag aufgeladen werden. Das ist für Paysafecard-Kontoinhaber:innen direkt über das eigene Konto möglich. Die Prepaid Mastercard erweitert den Funktionsumfang für die Paysafe-Kontoinhaber noch einmal deutlich. Weltweit werden die Karten von Mastercard akzeptiert und können so auch als Begleiter für die nächste Reise genutzt werden.

Paysafecard online kaufen

Im Vergleich zu vielen anderen Bezahlmethoden hatte die Paysafecard lange den Nachteil an sich, die Wertkarte erst im stationären Handel kaufen zu müssen. Das hat sich durch die Einführung des eigenen Paysafecard-Kontos geändert. Seit jeher ist der Erwerb der Paysafecard auch online möglich. Allerdings gilt dies nur für die Nutzer:innen, die ein eigenes Konto beim Zahlungsdienst besitzen. Abgewickelt wird die Zahlung einfach per Banküberweisung oder mittels einer der weiteren Zahlungsmethoden, die hierfür angeboten werden.

Paysafecard App

Zurückgreifen können Nutzer:innen mittlerweile auch auf eine eigene Paysafecard App. Diese ist mit allen Endgeräten von iOS und Andro kompatibel und bietet einen ansehnlichen Funktionsumfang. Neben den Abwicklungen der Zahlungen ist auch das Aufspüren von Verkaufsstellen in der Nähe möglich. Ebenso können Nutzer:innen mittels der Paysafecard-direct-Funktion ihre Zahlungen ohne die Eingabe von Codes abwickeln. Ein weiterer Vorteil: Zahlungen in Webshops sind mit der Paysafecard App einfach per QR-Code-Scan möglich.

Der Download der Paysafecard App ist mit allen Endgeräten kostenlos möglich. Nach dem Download lässt sich die App binnen weniger Augenblicke installieren und nutzen.

Vor- und Nachteile der Paysafecard

Vorteile
  • Anonyme Zahlungen bis zu 50 Euro möglich
  • Paysafecard ist an mehr als 655.000 Verkaufsstellen erhältlich
  • Hohe Transaktionslimits für registrierte Nutzer:innen
  • Erwerb der Paysafecard für Konto-Inhaber auch online möglich
Nachteile
  • Gebühren für Auszahlungen auf das Bankkonto

Die Verwendung der Paysafecard bringt einige starke Annehmlichkeiten mit sich. Die Zahlungen sind bis zu einer Summe von 50 Euro vollkommen anonym möglich und werden dann ausschließlich über die Eingabe der Werkarten-PIN abgewickelt. Erhältlich ist die Paysafecard an mehr als 655.000 Verkaufsstellen, so dass sich immer eine Bezugsquelle entdecken lässt. Wer sogar ein Konto bei der Paysafecard besitzt, kann die Wertkarte auch online erwerben. Hohe Transaktionslimits werden für die registrieren Nutzer:innen ebenfalls geboten. Bis zu 1.5000 Euro pro Transaktion können bewegt werden. Abgewickelt werden die Zahlungen dann durch die Eingabe der Daten vom MyPaysafecard-Konto.

Ein spürbarer Nachteil bei der Verwendung tritt dann in den Vordergrund, wenn Nutzer:innen Gelder vom Paysafecard-Konto auf ihr Bankkonto auszahlen möchten. In diesem Fall verlangt der Zahlungsdienst eine Gebühr in Höhe von 7,50 Euro. Gerade bei kleineren Beträgen fällt diese also spürbar ins Gewicht.

Das Unternehmen hinter der Paysafecard

Gründungsjahr:2000 (2015 Übernahme durch Optimal Payments Gruppe)
Firmenname:Paysafe Prepaid Services Limited
Firmensitz:Irland
Gründer:Armin Sageder, Michael Müller, Reinhard Eilmsteiner, Michael Altrichter
CEO(s):Udo Müller, Philip McHugh (Paysafegroup)
Kundensupport:FAQ-Bereich, virtueller Chat-Assistent, Kontaktformular, telefonische Hotline
Verfügbarkeit (Länder):über 45
Umsatz:k.A.
Mitarbeiter:k.A.

Bereits im Jahre 2000 wurde die Paysafecard Wertkarten GmbH in Wien von Armin Sageder, Michael Müller, Reinhard Eilmsteiner und Michael Altrichter gegründet. Der Konzern legte anschließend eine beeindruckende Entwicklung hin. Die Verfügbarkeit der Paysafecard wurde nach und nach gesteigert. Im August 2015 wurde die Paysafecard Wertkarten GmbH von der Optimal Payments Gruppe übernommen. Der Konzern änderte in diesem Zusammenhang seinen Namen in Paysafe Group und bietet seit dem unter diesem Dach viele Online-Zahlungsmethoden an. So gehören etwa auch Skrill oder Neteller zu den Produkten des Mutterkonzerns. Als CEO der Paysafecard Prepaid Services Limited tritt Udo Müller auf. Der CEO des Mutterkonzerns der Paysafegroup ist Philip McHugh.

Alternativen zur Paysafecard

Alternativen zur Paysafecard gibt es reichlich. Im Folgenden stehen wir drei der bekanntesten und besten Zahlungsmethoden ein wenig genauer vor.

PayPal

Zu den stärksten Mitbewerbern der Paysafecard gehört der Zahlungsdienst PayPal. Das US-Unternehmen freut sich über eine weltweite Verbreitung und gehört zu den größten Unternehmen seiner Art. Nach einer kostenlosen Registrierung können Nutzer:innen die Zahlungen bequem durch die Eingabe der PayPal-Adresse abwickeln. Zudem bietet der Zahlungsdienst viele Besonderheiten wie einen Käuferschutz, den Kauf auf Rechnung oder die Bezahlung auf Raten.

Giropay

Giropay ist ein Dienst, der in Deutschland mit vielen Banken kooperiert und auch von Teilen der Branche ins Leben gerufen wurde. Der Vorteil bei Giropay liegt darin, dass keine Registrierung notwendig ist. Die Zahlungen werden über den Dienst direkt über das Bankkonto der Nutzer:innen abgewickelt. Durchgeführt werden die Zahlungen sofort.

Klarna

Die Funktionsweise von Klarna ist nahezu identisch zur Funktionsweise von Giropay. Für die Abwicklung von Zahlungen müssen Nutzer:innen lediglich ihre Daten aus dem Online-Banking verwenden und benötigen keine vorherige Registrierung. Hinter Klarna steckt ein schwedisches Unternehmen, welches unter anderem den deutschen Konzern der Sofort GmbH übernommen hat. Seit jeher gehört auch der Zahlungsdienst der Sofortüberweisung zu Klarna.

Paysafecard: Tradition und Innovationsgeist vereint

Die Paysafecard ist eine der bekanntesten und traditionellsten Zahlungsmethoden für die Abwicklung der Zahlungen im Internet. Dass die Paysafecard noch immer konkurrenzfähig ist, liegt an den innovativen Entwicklungen. So steht mit dem eigenen Konto eine flexible Lösung für viele Probleme zur Verfügung. Die Limits etwa können deutlich gesteigert werden. Zusätzlich dazu wurde eine starke App ins Leben gerufen, mit der die Zahlungen in den Web-Shops einfach mittels QR-Code-Scan durchgeführt werden können. Ein spürbarer Nachteil der Wertkarte ist rund um die Auszahlung zu erkennen. Auszahlungen auf das Bankkonto fallen mit Gebühren von 7,50 Euro pro Abhebung ins Gewicht. Allerdings: Für Auszahlungen wurde die Karte ursprünglich auch nicht gemacht. Wer Gebühren sparen möchte, sollte die eingezahlten Gelder auf dem MyPaysafecard-Konto einfach bei der nächsten Zahlung mit verwenden.

Paysafecard FAQ

Wie kann ich mein aktuelles Paysafecard Guthaben abfragen?

Das aktuelle Paysafecard Guthaben lässt sich direkt auf der Webseite der Paysafecard abfragen. Nutzer:innen können hier einfach den 16-stelligen Code der Wertkarte eintragen und sich das Guthaben anzeigen lassen.

Welche Limits gibt es bei der Nutzung von Paysafecard und MyPaysafecard?

Bei der Nutzung der Paysafecard und MyPaysafecard gelten unterschiedliche Limits. Ohne ein Konto bei MyPaysafecard sind pro Transaktion bis zu 50 Euro als Zahlungslimit gesetzt. Mit einem registrierten Konto bei MyPaysafecard können Nutzer:innen bis zu 1.500 Euro pro Transaktion bewegen.

Kann ich Paysafecard auch virtuell erwerben, um schnell die Codes zu erhalten?

Der Erwerb der Paysafecard ist seit einiger Zeit auch virtuell, also online möglich. Offen steht diese Tür allerdings nur den Nutzer:innen, die ein eigenes Konto bei MyPaysafecard besitzen. Alle anderen können die Karte an mehr als 655.000 Verkaufsstellen erwerben.

Kann ich mein Paysafecard-Guthaben auf mein Girokonto überweisen?

Die Überweisung vom Paysafecard-Guthaben auf das Girokonto ist möglich. Jede Auszahlung vom myPaysafecard-Konto auf das Girokonto ist aber mit Gebühren in Höhe von 7,50 Euro verbunden.

Feda Mecan

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Ich investiere seit mehreren Jahren in internationale Start-ups und habe 2015 OnlineBanken.com gegründet, um ein transparentes und unabhängiges Finanzportal in Deutschland zu etablieren.