Bezahlmethoden – Viele Wege des Online Bezahlens

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bezahlmethoden beim Onlineshopping sind vielfältig und unterscheiden sich vor allem dadurch, dass eine Zahlung entweder sofort beim Kauf oder später nach Warenerhalt erfolgt.
  • Online-Bezahlsysteme weisen hinsichtlich der Sicherheitsaspekte Vorteile und Nachteile auf.
  • Die Entscheidung für ein Bezahlverfahren sollte im Einzelfall in Abwägung von Komfort und Sicherheit getroffen werden. 
  • Die sichersten Bezahlmethoden für das Online-Shopping sind Kauf auf Rechnung, Lastschrift und PayPal. 
  • Apple Pay und Google Pay gehören zu mobilen Zahlungsdiensten für das kontaktlose Bezahlen per Smartphone, die zusätzlich das Bezahlen in Apps und auf Webseiten erlauben.
  • Gütesiegel für Online Shops wie Trusted Shops, s@fer-shopping (TÜV) oder Secured Shop helfen dir dabei, seriöse Anbieter zu erkennen.

Gegenwärtig gibt es zahlreiche Bezahlmethoden, die für ein zeitsparendes Onlineshopping zu jederzeit und jedem Ort sorgen. Wer im Internet bezahlen möchte, bekommt auf der Webseite oder in der App angezeigt, welches Bezahlverfahren verfügbar ist. Einige sind für das sofortige Bezahlen konzipiert, andere lassen ein späteres Bezahlen nach Erhalt der Ware zu, damit kein Zahlungsausfall entsteht. Du stehst vor der Entscheidung, welche Zahlungsverfahren die für dich passende und sicherste ist. Komfort (schneller Kaufabschluss) und Sicherheit (Daten-, Käuferschutz) gilt es dabei gegeneinander abzuwägen. Wir stellen dir verschiedene Bezahlverfahren vor, nennen ihre Vor- und Nachteile und gehen auf besondere Sicherheitsaspekte ein.

Bezahlmethoden in der Übersicht

Zu den Bezahlmethoden, die Online-Shops Seitenbesucher:innen anbieten, gehören neben der klassischen Rechnung zahlreiche Online-Bezahldienste und Zahlungskarten von Banken, Sparkassen und Kreditkartenunternehmen. Darunter befindet sich eine Vielzahl von Zahlungsverfahren (vor allem Online-Bezahldienste), die nur regional einsetzbar sind. Viele Händler:innen setzen mehrere Bezahlsysteme ein. Kundenfreundliche und sichere Zahlungsmethoden sollen Warenkorbabbrüche bzw. Kaufabbrüche verhindern.

Die jeweiligen Bezahlmethoden funktionieren so:

  • Kunden:innen bezahlen Einkäufe über ihren Zahlungsanbieter, etwa ihrer Bank oder Bezahl-App. Der Zahlungsdienst überweist den betreffenden Kaufbetrag zunächst an den Online-Shop. Später wird das jeweilige Giro- oder Kreditkartenkonto mit dem Betrag belastet. 
  • Kunden:innen nutzen den Zahlungsdienstleister direkt über ihr Online-Banking. Der Kaufbetrag wird in Echtzeit vom Girokonto abgebucht.
  • Kunden:innen laden eine Prepaid-Kreditkarte oder virtuelle Kreditkarte auf und autorisieren diese im jeweiligen Bezahlsystem. Bei teilnehmenden Shops werden Einkäufe im Rahmen des Guthabens vorgenommen.

Das sind die Bezahlmethoden, die in Deutschland beim Online-Bezahlen anzutreffen sind:

Kreditkarte

Sicher mit Karte im Online-Shop bezahlen

Die Kreditkarte ist ein Zahlungsmittel bei dem der Nutzer:in den Zahlungsbetrag durch Eingeben der Kreditkartendaten beim Online-Händler:in bestätigt und sich über das 3-D-Secure-Verfahren identifiziert. Seit März 2021 ist die “Zwei-Faktor-Authentifizierung” bei Online-Kreditkarten-Zahlungen Pflicht.

Kreditkarten der Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express gehören zu am häufigsten angebotenen Zahlungsverfahren in Online-Shops und weiteren Internetdienstleistern. Häufig erstreckt sich das Zahlungsangebot auch auf Visa oder Mastercard Debitkarten. Im Online-Shop getätigte Zahlungen werden unmittelbar vom Girokonto abgebucht. 

Bei echten Kreditkarten wird die Karte direkt mit dem Umsatz innerhalb des erteilten Kartenlimits belastet und über die Kreditkartenabrechnung ausgeglichen. Bei Revolving Kreditkarten ist auch der Ausgleich der Kartenschulden in Teilrückzahlungen möglich.

Einzelne Banken und weitere Finanzinstitute geben Prepaid-Kreditkarten oder virtuelle Kreditkarten aus. Diese funktionieren auf Guthabenbasis. 

Wichtige Fakten

Visa, Mastercard oder American Express Kreditkarten können an Millionen von Akzeptanzstellen weltweit eingesetzt werden. Darin eingeschlossen sind Zahlungen an Ladenterminals und Geldverfügungen an Geldautomaten. Kartenkunden:innen, die Opfer von Kreditkartenbetrug werden, erhalten den Schaden erstattet.

Kreditkarten mit NFC können für kontaktloses Bezahlen an Ladenterminals verwendet werden. Hinterlegt in der Smartphone-App sind sie beim Mobile Payment einsetzbar.

Vor- und Nachteile von Kreditkarten

Vorteile
  • Registrierung beim Kreditkartenanbieter, kein weiteres Nutzerkonto nötig
  • Betrug wird erschwert, da 2-Faktor-Authentisierung (3-D-Secure) erfolgt
  • Rückbuchungen von betrügerischen Buchungen leicht möglich
  • Abbuchung des Rechnungsbetrags vom Kartenkonto erfolgt erst einige Zeit später
Nachteile
  • Eingabe von sensiblen Kartendaten bei jedem Einkauf
  • Gefahr von Pishing-Angriffen
  • Kreditkartenmissbrauch bei Kartendiebstahl oder Verlust möglich

PayPal

Deutschlands beliebtester Online-Zahlungsdienst

Bei PayPal handelt es sich um einen bekannten Online-Zahlungsdienst aus den USA. Die Zahlung erfolgt über das PayPal-Konto. PayPal zieht den Betrag von einem zum PayPal-Account zugehörigen Bankkonto oder damit verbundener Kreditkarte ein. 

Beim Online-Einkauf mit PayPal wird der Kunde:in auf die Bezahlseite von PayPal geleitet, um sich in sein PayPal-Konto einzuloggen und den Kauf zu bestätigen. Der Kaufbetrag wird auf das PayPal-Konto des/der Händlers:in überwiesen. PayPal zieht diesen Betrag anschließend direkt vom PayPal-Guthaben oder vom Girokonto oder dem hinterlegten Kreditkartenkonto ein.

Bei ausgewählten Online-Shops gibt es die Option PayPal-Expresszahlung. Rechnungsdaten und Anschrift müssen nicht im Shop hinterlegt werden. Sie werden unmittelbar aus dem PayPal-Konto übernommen.

PayPal ist in der Zahlmethode Google Pay integriert. Nutzer:innen können per App mit PayPal im Internet oder kontaktlos an der Ladenkasse mit dem Smartphone bezahlen

Wichtige Fakten

PayPal ist ein Online-Zahlungsdienst aus den USA. Gegründet 2002 als eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens eBay ist PayPal seit 2015 nach einer Abspaltung komplett eigenständig. Das Zahlungsunternehmen ist seit 2007 im Besitz einer europäischen Banklizenz. 

PayPal-Konten deutscher Kunden:innen werden in PayPal Europe in Luxemburg abgewickelt. In Deutschland ist der PayPal-Zahlungsservice weit verbreitet, da Zahlungen weltweit in vielen Währungen abgewickelt werden können.

Vor- und Nachteile von PayPal

Vorteile
  • Zahlung für Kunden:innen unkompliziert und sicher
  • Zahlungsabschluss innerhalb weniger Sekunden, Ware kann sofort versendet werden
  • PayPal-Käuferschutz gewährleistet Geld zurück bei Problemen mit Ware bzw. Verkäufer 
  • Online-Händler:in hat  keinen Zugriff auf Bank- oder Kreditkartendaten 
  • Bezahlsystem für Online-Überweisungen einsetzbar
Nachteile
  • PayPal-Konten sind Angriffsziel von Kriminellen
  • Datenspeicherung auf Servern in den USA
  • Weitergabe von Daten an Dritte 
  • Nach Diebstahl der PayPal-Logindaten sind Einkäufe ohne Bankdaten möglich
  • Keine zusätzliche Authentifizierung durch ein TAN/OTP-System oder in einer App

Kryptowährungen

So wird mit Bitcoin & Co. bezahlt

Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die in der Vergangenheit häufig vor allem als Anlageobjekt wahrgenommen wurden.

Die eigentliche Zahlungsfunktion der dezentralen Konkurrenzwährungen soll zukünftig eine stärkere Rolle spielen. Virtuelle Währungen sind bereits als Zahlungsmittel u.a. in Online-Shops wie Bitgera, der E-Commerce-Plattform Lanieri, auf Gaming-Portalen, bei Lieferando in Deutschland sowie in ausgewählten Philipp Plein Stores akzeptiert. 

Bei Philipp Plein soll das Bezahlen mit 15 verschiedenen digitalen Währungen (u.a. Bitcoin, Paxos Standard Token, BNB Mainnet) möglich sein. Im Prinzip funktioniert Bezahlen mit Krypotwährungen überall dort, wo du auch per PayPal bezahlen kannst.

Die Zahlungen mit Krypotwährungen erfolgen online mithilfe spezieller Krypto-Zahlungservices, wo das Krypto-Konto des Shops geführt wird. 

Der Krypto-Nutzer:in  kann mithilfe von persönlichen Codes eine Online-Transaktion unter Nutzung der eigenen Krypto-Wallet tätigen. Alternativ kann per Scan ein QR-Code erstellt und die Zahlung freigegeben werden. Versehentliche ausgelöste oder falsche Zahlungen können nicht rückgängig gemacht werden.

Wichtige Fakten

Mit Kryptowährungen können Verbraucher:innen in ausgewählten Shops, bei Online-Händlern oder Internet-Dienstleistern weltweit bezahlen.

Bekannte Krypto-Zahlungsanbieter sind Coinify für Onlione-Shops und PayU für Schwellenländer. 

Kryptowährungen werden bei Visa (USD Coin), Mastercard (Gemini-Kryptocard) und PayPal zum Zuge kommen. US-Kunden:innen von PayPal können zukünftig bei 29 Millionen Händlern bezahlen.

Die Anzahl der Kryptowährungen bewegt sich bei mehr als 6.000 Coins und Token. Für reale Bezahlvorgänge können mehrere Dutzend der Digitalwährungen einsetzt werden.

Vor- und Nachteile von Kryptowährungen beim Bezahlen

Vorteile
  • Zahlungen mit Bitcoin & Co. ohne Bank möglich
  • Zugang zu Bitcoins & Co. für jeden Internetuser:in
  • Blockchain-Technologie ermöglicht schnelle Transaktionen
  • Kund:in kann einfach beispielsweise über die Coinify-Zahlungsseite bezahlen
  • Keine Gebühren für Kryptokonto/Krypto-Wallet
  • Vielzahl an digitalen Währungen zum digitalen Bezahlen nutzbar
Nachteile
  • Kryptocoins müssen vor Bezahlen gekauft werden
  • Eine Wallet zur Verwahrung digitaler Coins ist notwendig
  • Starke Kursschwankungen innerhalb kurzer Zeit möglich
  • Teilweise zu hohe Gebühren
  • Einsatz auf ausgewählte Online-Shops und Webstores beschränkt
  • Rückabwicklung von Zahlungen nicht ohne Zutun des Empfängers 
  • Unter Umständen Steuerpflicht auf Gewinne beim Bezahlen mit Bitcoin & Co.
Hinweis: Bezahlen mit Kryptowährungen & Steuern

Beim Bezahlen mit Kryptowährungen ist zu beachten, dass eventuelle Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften der Steuer (Basis bildet persönlicher Steuersatz) unterliegen.

Ein privates Veräußerungsgeschäft liegt laut dem deutschen Gesetzgeber vor, wenn du mit Bitcoin bezahlst und zwischen dem Erwerb und der Veräußerung der Coins weniger als zwölf Monate vergangen sind.

Bei Bezahlung mit Kryptowährungen ist der Gewinn steuerfrei, wenn der Erwerb der Coins länger als ein Jahr zurückliegt, wenn diese zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden. Steuerfrei sind Gewinne, die die jährliche Freigrenze in Höhe von 600 Euro nicht überschreiten.

Grundsätzlich muss jede gewinnbringende Veräußerung innerhalb eines Jahres bzw. ein gewinnbringender Umtausch von Bitcoin & Co. gegen Waren und Dienstleistungen in der Steuererklärung aufgeführt werden. Diese Regel dürfte den meisten Nutzer:innen nicht bewusst sein, wenn sie mit Kryptowährungen via PayPal beim Online-Händler ein Produkt erwerben.

Eine Nachverfolgung von Transaktionen mit Kryptowährungen ist für Finanzbehörden kein Problem, da in der Blockchain alle Vorgänge dokumentiert und genau zugeordnet werden können.

Klarna

Im Online-Shop einkaufen & per Rechnung an Klarna bezahlen

Bei Klarna handelt es sich um eine Bezahlmethode, bei der Online-Käufe mit Rechnung per Überweisung oder als Ratenzahlung erledigt werden. Online-Bezahlen per Rechnung an Klarna funktioniert per Banküberweisung.

Beim Kauf auf Rechnung wird bei einem Online-Shop besteht, bezahlt wird an Klarna. Käufer:innen erhalten ihre Bestellung vor der Zahlung geliefert.

Über die Shopping-App von Klarna lassen sich Zusatzfunktionen wie Ratenzahlung (damit es nicht zum Zahlungsausfall kommt) und Online-Kredite nutzen.

Wichtige Fakten

Klarna (Gründung 2005 in Schweden) ist ein globaler Zahlungsanbieter und eine lizenzierte Bank. Zu den Kunden:innen zählen mehr als 250.000 Händler:innen und über 90 Millionen private Kunden:innen. 

Bekannt ist das Finanzunternehmen hierzulande für die Zahlungsart Sofortüberweisung. Klarna Sofortüberweisung ist eine extra Zahlungsart und ein Angebot der deutschen Tochter Sofort GmbH München (seit 2014 Teil von Klarna). 

Vor- und Nachteile von Klarna

Vorteile
  • Zahlung erst nach Warenerhalt
  • Zahlungsziel von bis 14 Tagen
  • Keine langen Wartezeiten nach Bestellung
  • Sichere Zahlungsart
  • Festnetz-Nummer für telefonischen Support
  • Bei Ratenzahlung erinnert App an Zahlungen
Nachteile
  • Warenrückversand kostet extra, sofern gratis Rückgabe nicht angeboten wird
  • Teilzahlungsoption verteuert Einkauf
  • Bei Zahlungsverzug sofort Mahnverfahren + Mahngebühren
  • SCHUFA-Meldung bei Zahlungsverzögerung oder Nichtzahlung

Paydirekt

Online-Bezahlsystem, das von deutschen Sparkassen und Raiffeisen-Volksbanken

Paydirekt ist ein Online-Bezahlsystem der deutschen Kreditwirtschaft. Entwickelt von den deutschen Sparkassen und Raiffeisen-Volksbanken haben sich weitere Privatbanken angeschlossen. Persönliche Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert.

Für die Verwendung von Paydirekt ist eine Voraussetzung das Nutzen von Online-Banking. Außerdem muss die Bank an dem System teilnehmen. Ist das der Fall, können sich Kunden:innen über das Online-Banking-Portal für das Paydirekt-Bezahlsystem anmelden. Ist die Anmeldung abgeschlossen, können Online-Einkäufe via Paydirekt bezahlt werden. 

Wenn der Händler:in Giropay paydirekt akzeptiert, erfolgt beim Einkauf eine Weiterleitung auf die Paydirekt-Seite. 

Nutzer:innen verwenden beim Bezahlen Benutzername und Passwort sowie PIN oder biometrisches Verfahren beim Online-Shopping am PC oder in der paydirekt-App. Abgebucht wird vom Girokonto.

Der Händler:in erhält sofort die Bestätigung über die Zahlung und kann eine Bestellung ohne Verzögerung ausführen.

Wichtige Fakten

Paydirekt ist eine Marke der 2014 gegründeten paydirekt GmbH mit Sitz in Frankfurt / Main. Das Unternehmen hat im Auftrag der deutschen Sparkassen und Raiffeisen-Volksbanken das paydirekt-Payment-Verfahren entwickelt und auf den Markt gebraucht. 

Zu den Nutzern gehören mehr als 23.500 Internet-Shops und 1.400 Städte, Gemeinden und Kommunen sowie rund sieben Millionen private Kunden:innen.

2021 wurde paydirekt mit dem digitalen Payment-Verfahren Giropay zusammengeführt und zukünftig unter der Marke Giropay weitergeführt. Entsprechende Logos (Giropay paydirekt Button & Giropay Button) werden während einer Übergangsphase verwendet.

Vor- und Nachteile von Paydirekt

Vorteile
  • Zahlung unabhängig von Drittanbietern 
  • Einfache Anmeldung über Online-Banking-Account anmelden 
  • kostenfreier Service, Kreditkarte wird nicht benötigt
  • deutsches Online-Bezahlsystem, wo deutsche Standards bei der Datensicherheit gelten. 
  • Sicherheitsstandards gleichen dem beim Girokonto
  • Käuferschutz 30 Tage
Nachteile
  • Bezahlsystem nicht im Ausland nutzbar
  • paydirekt-Bezahlservice bei ausgewählten Banken und Händlern 
  • Gefahr von Pishing-Attacken
Hinweis

Für die Nutzung des Online-Bezahldienste Giropay paydirekt ist eine Freischaltung über das Online-banking erforderlich.

Amazon Pay

Mit Amazon Online-Bezahlservice bei Drittanbietern bezahlen

Bei Amazon Pay handelt es sich um ein Online-Zahlungsangebot für Amazon-Kunden:innen, um unter Nutzung ihrer im Amazon-Konto gespeicherten Zahlungsdaten im Internet Waren und Dienstleistungen von Drittanbietern (auf Webseiten und in Apps mit Amazon Pay Akzeptanz) zu bezahlen. Amazon Pay ist eine Zahlungslösung für den Einsatz bei Unternehmen und privaten Kunden:innen.

Der Amazon Pay-Button auf einer Verkäufer-Website zeigt an, dass Kunden:innen durch das Klicken auf den Button Zugriff auf Zahlungsarten und Adressen in dem betreffenden Amazon-Konto erhalten und Bestellungen bezahlen.

Am einfachsten funktioniert das Bezahlen, für Kunden:innen, die bereits über ein Amazon-Konto verfügen. Dann sind lediglich ein Anmelden und das Akzeptieren einer Kundenvereinbarung nötig. Wer noch kein(e) Amazon-Kunde:in ist, muss sich zunächst ein Konto beim Online-Marktplatz einrichten. Zusätzliche Gebühren fallen für Kunden:innen von Amazon Pay nicht an.

Wichtige Fakten

Die Zahlungsmethode Amazon Pay ist ein Online-Zahlungsangebot des US-Onlineversandhändlers Amazon. Amazon Pay steht bereits seit 2007 in den USA zur Verfügung.

In Deutschland gab es von 2011 bis 2016 eine Zahlungslösung namens „Bezahlen mit Amazon“. Danach trat das reguläre Amazon Pay an dessen Stelle. Amazon möchte damit PayPal, dem Marktführer hierzulande, Konkurrenz machen.

Amazon Payments übernimmt wie Paypal und Sofortüberweisung die Vermittlung zwischen Kunden:innen und Händler:innen. Auf die Zahlungsdaten erhalten Händler:innen keinen Zugriff. Wird Ware beschädigt oder nicht geliefert, kann der Kunde:in eine Geld-zurück-Garantie nutzen. 

Vor- und Nachteile von Amazon Pay

Vorteile
  • Amazon ist bekannte und weltweit akzeptierte Marke
  • als Amazon-Kunde:in auf externen Webseiten einkaufen
  • kein weiteres Konto beim Shop-Betreiber:in anzulegen, genutzt werden Zahlungs- und Versanddaten des Amazon-Kontos
  • Zahlung per Sprachsteuerung Alexa möglich
  • Käuferschutz im Rahmen der Amazon-A-bis-Z-Garantie
  • Integriert mit zahlreichen große E-Commerce-Plattformen
Nachteile
  • Keine Unterstützung für PayPal-Zahlungen
  • Mehrheit der Onlineshops bietet diese Zahlungsmethode noch nicht an
  • Für Nutzung Amazon-Konto notwendig
  • Zahlungsdaten ermöglichen Auswertung des Zahlungsverhalten 

Bankeinzug

Bezahlmethode mit Widerspruchs & Geld-Rückholmöglichkeit

Bei Bankeinzug, auch bekannt unter SEPA-Lastschrift, handelt es sich um ein Bezahlverfahren, bei dem der Kunde:in einem/r Händler:in seine/ihre Kontodaten  mitteilt und ihm ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt. Der Händler:in darf dank dieses Mandats die Abbuchung des Rechnungsbetrages vom Bankkonto des Kunden:in vornehmen.

Die Verwendung von PIN oder Geheimnummer ist nicht notwendig. Kunden:innen müssen für ausreichende Deckung auf dem Girokonto zum Zeitpunkt der Abbuchung sorgen. Unzureichende Deckung hat eine kostenpflichtige Rücklastschrift zur Folge. 

Von Kunden:innen wird die Lastschriftverfahren bzw. Einzugsermächtigung gern genutzt, weil sie einer Abbuchung innerhalb von 8 Wochen in begründeten Fällen widersprechen können. 

Wichtige Fakten

Deutsche Kunden:innen nutzen Bankeinzug bzw. SEPA-Lastschrift, mehr als im restlichen Europas. In Deutschland machen Lastschriftzahlungen fast die Hälfte aller bargeldlosen Zahlungsvorgänge aus.

Lastschriften können dank der Einführung der Single Euro Payments Area (SEPA) in ganz Europa eingezogen werden. Sie sind günstig für Händler:innen und kostenlos für Kunden:innen. Geldinstitute berechnen für Rücklastschriften Gebühren, die durchaus 10 Euro oder mehr betragen können. 

Lastschriften sind nachhaltig und haben kein Ablaufdatum, wie es bei Kreditkarten der Fall ist.  Bei längeren Pausen zwischen den Abbuchungen (ab 36 Monate) kann das Lastschrift-Mandat automatisch verfallen.

Vor- und Nachteile von Bankeinzug

Vorteile
  • Bankeinzug als einzelne oder wiederkehrende SEPA-Lastschrift europaweit einsetzbar
  • Der Lastschrift bzw. Einzugsermächtigung kann innerhalb von 8 Wochen widersprochen werden 
  • Bis zu 13 Monate Widerspruchsfrist bei unberechtigt vorgenommenen SEPA-Lastschriften (also ohne Mandat)
Nachteile
  • Kontodaten (IBAN, BIC) müssen an Onlineshop übermittelt werden (aber niemals TAN oder PIN)
  • Gefahr von Pishing-Angriffen
  • Gebühren bei Lastschriftrückgabe aufgrund unzureichender Deckung

Vorkasse

Bestellung als Neukunde oft durch Vorkasse per Überweisung

Vorkasse per Überweisung ist ein Bezahlverfahren, bei dem Kunden:innen den Rechnungsbetrag vorab überweisen müssen, bevor es zur Auslieferung der Ware kommt. Die Zahlung per Vorkasse ist genau das Gegenteil zum Online-Kaufen auf Rechnung. Aus der Bezeichnung Vorkasse lässt sich ablesen, dass eine Zahlung im Voraus erfolgen soll.

In der Praxis bedeutet das, dass der Kaufbetrag zunächst auf dem Händlerkonto gutgeschrieben werden muss, bevor eine Bestellung weiter und abschließend mit dem Versand bearbeitet wird. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vieler Online-Shops ist der Zeitraum bis zum Bezahlen der Bestellung aufgeführt. Nach Ablauf des Termins wird die Bestellung automatisch storniert. 

Die Rückabwicklung einer Überweisung ist bei Lieferproblemen oder Retouren möglich, wobei sie längere Zeit dauern kann. Die Ware muss an den Verkäufer zurückgeschickt werden und dieser muss die Rückgabe anerkennen. Der Verkäufer sollte ein generelles Rückgaberecht bei Nichtgefallen einräumen und das im besten Fall entgeltfrei.

Wichtige Fakten

Viele Online-Shops, die Rechnung oder Nachnahme anbieten, bestehen bei Neukunden:innen auf Vorkasse durch Überweisung.

Vorkasse sollten Käufer:innen nur leisten, wenn der Händler:in seriös ist und ausreichend Informationen über sich preisgibt. Die Käufersicherheit sollte durch ein Prüfsiegel bzw. Trusted Shops Zertifikat bestätigt werden.

Zahlung per Nachnahme birgt das Risiko, dass Kunden:innen Opfer von Nachnahmebetrug werden. Sie zahlen bei Übergabe für die Ware. Diese erweist sich dann als wertlos

Vor- und Nachteile von Vorkasse

Vorteile
  • Keine Gebühren bei Online SEPA-Überweisung 
  • Sensiblen Zahlungsdaten werden nicht an Dritte weitergegeben
  • Zusätzliche Kontoeröffnung bei einem Drittanbieter nicht notwendig
  • Möglichkeit der Überweisung am Bankschalter  
  • Kostenkontrolle
Nachteile
  • Warenversand nach Gutschrift auf dem Händlerkonto (Zeitverzögerung bei Auslieferung)
  • Schreibfehler im Überweisungsformular verhindern Zahlung und Lieferungsbeginn
  • Eine selbstgetätigte Überweisung lässt sich bei Lieferproblemen oder Rücksendung nicht einfach rückabwickeln. 
  • Bis zum Warenerhalt können mehrere Tage vergehen

Rechnung

Sicheres Bezahlverfahren ohne Vorauskasse

Bei der Rechnung handelt es sich um einen Zahlungsprozess, bei dem der Käufer:in für den Online-Einkauf nach Warenerhalt bezahlt.

Damit entgehen sie dem Risiko, für eine Ware zu bezahlen, die entweder mit Mängeln oder gar nicht geliefert wird.

Käufer:innen haben so die Möglichkeit, die Ware vor dem Bezahlvorgang zu prüfen oder ohne Bezahlung bei Mängeln oder Nichtgefallen an den Online-Shop zurückzusenden. Eventuelle Kosten können dabei entstehen, wenn mit dem Shop kein kostenloses Rückgaberecht vereinbart ist.

Wichtige Fakten

Die Rechnung ist eine der am meisten in Deutschland praktizierten Zahlungsmethoden beim Internet-Einkauf. Verbraucher:innen schätzen sie wegen ihrer Flexibilität und Sicherheit beim Online-Einkauf.

Kund:innen erhalten die Rechnung mit bzw. nach Zustellung der Ware oder Dienstleistung. Die Rechnung beinhaltet ein Zahlungsziel von meist bis zu zwei Wochen. Der Zahlungsausgleich erfolgt per Online-Überweisung oder in einer Bezahl-App.

Zahlt der Käufer:in die Rechnung vereinbarungsgemäß nicht, erhält er eine Mahnung. Notfalls wird der Händler:in die Rechnungssumme auf gerichtlichem Weg einklagen. Die Kosten tragen Käufer:innen bzw. Rechnungsempfänger:innen.

Vor- und Nachteile von Rechnungen

Vorteile
  • Zahlungsziel von bis zu zwei Wochen
  • Keine langen Wartezeiten nach Bestellung
  • keine Weitergabe von sensiblen Zahlungsdaten an Dritte 
  • Sehr unwahrscheinlich Ware nicht zu erhalten
  • Prüfung der Ware vor Bezahlung möglich
  • Insgesamt hohes Sicherheitsniveau
Nachteile
  • Rückversand mit Kosten verbunden, sofern kostenlose Rückgabe nicht angeboten wird
  • wird nicht in Auslands-Shops angeboten
  • Mahnungen, SCHUFA-Eintrag & Kosten bei verspäteter Rechnungszahlung oder Nichtzahlung

Nachnahme

Bei Lieferung zu Hause eine Bestellung bezahlen

Nachnahme ist ein hierzulande oft von Online-Shops angebotener Bezahlvorgang, bei dem der Käufer:in den Rechnungsbeitrag im Zuge der Warenlieferung unmittelbar und in bar oder Scheck vor der Übergabe an den Paketdienst bezahlt.

Wird per Nachnahme bestellt, läuft die Bestellung von der Artikelauswahl bis zu Lieferdetails ganz normal. Als gewünschte Zahlungsweise wird nicht Zahlung per Rechnung, Paypal oder Sofortüberweisung, sondern per Nachnahme mit Bezahlung beim Paketzusteller ausgewählt.

Wichtige Fakten

Die Warensendung per Nachnahme ist eine Postsendung mit extra Leistung.

In Empfang nehmen darf das Paket nur die als Empfänger benannte Person.

Die Paketübergabe erfolgt erst nach vollständiger Bezahlung der Nachnahmerechnung, inkl. Etwaiger Nachnahmegebühren.

Vor- und Nachteile von Nachnahme

Vorteile
  • Schneller Versand der Bestellung
  • Ware wird erst bezahlt, wenn sie tatsächlich angekommen ist
  • Keine Online-Weitergabe von sensiblen Daten an Dritte
  • Nur Aushändigung der Bestellung an Käufer:innen
  • Nachnahmebestellung auch bei negativem Schufa-Eintrag 
Nachteile
  • eventuelle Nachnahmegebühren übernimmt der Versender häufig nicht
  • Nach erfolglosen Zustellversuchen und Nichtabholung Warenrückversand zum Shop
  • Komplizierte Erstattungsmöglichkeit
  • Gefahr von betrügerischen Nachnahmebestellungen

Giropay

Aus Giropay & paydirekt wird die Bezahlmethode Giropay (giropay|paydirekt)

Bei Giropay handelt es sich um ein deutsches Online-Bezahlsystem und eine Bezahlmethode der deutschen Kreditwirtschaft. Mit ihr lassen sich sicher Online-Einkäufe ohne Einsatz von Zahlungskarten wie Kreditkarte oder Debitkarte durchführen.

Das Zahlungssystem wird von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie zahlreichen deutschen Privatbanken unterstützt. Die Nutzung von Giropay erfolgt über das bankeigene Girokonto. Notwendig ist das Nutzen von Online-Banking und das Legitimieren des Girokontos für Giropay.

Beim Bezahlen der Einkäufe werden Kunden:innen direkt von der Website des Online-Händlers über eine verschlüsselte Datenverbindung zum Online-Banking der Sparkasse oder Bank weitergeleitet. Die Bestätigung der Zahlung erfolgt mit Hilfe von TAN oder PIN. Giropay sichert dem Händler:in die Zahlung zu. Dieser kann die Bestellung sofort ausliefern.

Wichtige Fakten

2021 wurden die kontobasierten Online-Bezahllösungen der Banken und Sparkassen paydirekt und giropay vereint. Nach dem Ende einer Übergangsphase sollen sie unter der einheitlichen Marke Giropay geführt werden. Bereitgestellt wird das Zahlungssystem Giropay durch die paydirekt GmbH, die wesentliche Teile der giropay GmbH übernommen hat. 

In einer Übergangsphase werden die Logos paydirekt und giropay nebeneinander beim Bezahlen beim Online-Händler verwendet. Bis zum Ablauf der Übergangsphase haben Kunden:innen bei der Zahlung die Wahl zwischen Giropay und giropay|paydirekt.

Bei dem deutschen Online-Bezahlsystem gelten die für Deutschland vorgesehenen Standards bei der Datensicherheit. Bisherige Giropay-Kunden:innen müssen das neue giropay|paydirekt freischalten.

Vor- und Nachteile von Kreditkarten

Vorteile
  • Zahlungsabwicklung über das eigene Girokonto
  • Bezahlen mit Giropay-Benutzername und Passwort
  • Kostenfreier Service, der ohne Kreditkarte funktioniert
  • Schnelle Zahlung an die Shopbetreiber
  • Kein separates Konto bei Drittanbieter notwendig
  • Bankdaten werden nicht an Online-Händler:innen übermittelt
  • Käuferschutz bei giropay|paydirekt
Nachteile
  • Größere Auswirkungen nach Phishing-Attacken, da Angreifer direkten Zugriff auf das Girokonto erhalten können
  • Nicht in jedem deutschen Online-Shop nutzbar
  • Nicht für Einkäufe in ausländischen Online-Shops verwendbar
  • Nicht alle  Banken bieten den Bezahlservice an
  • kein Käuferschutz bei Giropay

Google Pay

Online Bezahl-App des Internetriesen Google

Bei Google Pay handelt es sich um eine Mobile Payment-App und App-Basierte Bezahlfunktion. Dank der In-App- und Tap-to-Pay-Funktion lassen sich schnell und einfach Einkäufe im Internet und weiteren Akzeptanzstellen abwickeln.

Zahlungen erfolgen unter Nutzung der in der digitalen Geldbörse eingebundenen Kredit- oder Debitkarten u.a. bei Online-Händlern, in Apps oder an Ladenterminals.

Das Zahlungsportfolio umfasst instant Payments bzw. Sofortzahlungen, kontaktloses Bezahlen sowie Peer-to-Peer-Transaktionen. Kunden:innen zahlen für eine Transaktion in den meisten Fällen keine Gebühr. Der Geldtransfer dauert bei Google Pay ähnlich lange wie bei PayPal oder per Kreditkarte.

Wichtige Fakten

Google Pay wurde 2015 in den USA ins Leben gerufen und 2018 in Deutschland eingeführt. Der Online-Bezahldienst unterscheidet sich gegenüber den Zahlungsarten (Kreditkarte, Überweisung, Lastschrift) bis auf wenige Details nicht. 

Google Pay wurde als Mobile Payment Lösung geschaffen, um kontaktloses Bezahlen mit dem Handy zu ermöglichen. Online-Zahlungen bei angeschlossenen Händler:innen sind ebenso möglich. Eine Eingabe von Zahlungsdaten ist weder in Onlineshops noch an Ladenterminals erforderlich. 

Die Zahlungsbestätigung erfolgt via Smartphone mittels Passcode oder biometrisches Merkmal. Das bedeutet, dass die Bezahlmethode immer so sicher ist, wie das Smartphone selbst.

Vor- und Nachteile von Google Pay

Vorteile
  • Zahlungsdaten werden als Token (virtuelle Ersatznummer) gespeichert
  • Weder Überweisungs- noch Kreditkartengebühr
  • iOS-Version ebenfalls verfügbar
  • jedes Bankkonto kann via PayPal in Bezahl-App hinterlegt werden
  • Integration in weitere Google-Dienste
Nachteile
  • Eingeschränkter Funktionsumfang für Apple-Nutzer:innen
  • Alle für das Endgerät freigeschalteten Nutzer:innen können die Bezahlfunktion nutzen
  • Gefahr von Phishing-Angriffen

Apple Pay

Mobile Payment & Online Bezahl-App aus Cupertino

Bei Apple Pay handelt es sich um eine Bezahlmethode für das Online-Bezahlen und Mobile Payment.

Die Bezahlfunktion von Apple Pay funktioniert mit den Kreditkarten angeschlossener Banken und der Gircocard der Sparkassen. Nutzer:innen der Girocard haben die gleichen Zahlungsmöglichkeiten mit Apple Pay wie Kreditkartenkund:innen. Dazu gehören instant Payments (Sofortzahlungen), kontaktlos Bezahlen sowie Peer-to-Peer-Transfers.

Kund:innen können Zahlungskarten bei Apple Pay über die Apple Wallet App oder über die Banken/ Sparkassen-App hinzufügen. Die in der digitalen Geldbörse eingebundenen Kredit- oder Debitkarten können für Zahlungen bei Online-Händler:innen, in Apps oder an Ladenkassen eingesetzt werden.

Apple Pay ist zugleich die einzige Payment-App, die Apple-Kunden:innen für das Vor-Ort-Bezahlen verwenden können

Wichtige Fakten

Apple Pay ist die Bezahl-App des Apple Konzerns (gegründet 1976), eines global bedeutenden Tech-Unternehmen der USA. Bekannte sind Produkte iPhone, iMac und iPod.

Apple Pay ist seit 2018 in Deutschland am Start. Seit 2020 gehört die Sparkassen-Finanzgruppe zu den Unterstützern. Zunächst war der Dienst für Kreditkarteninhaber:innen verfügbar. Seit Mitte 2020 ist es für Kund:innen ohne Kreditkarte möglich, eine digitale Girocard zu erstellen und für Apple-Pay-Zahlungen einzusetzen. Seit 2021 ist die girocard mit Apple Pay in Apps und beim Online-Händler:in nutzbar.

Eine mögliche Schadsoftware auf dem iPhone kann die Datenweitergabe an Dritte oder das Abgreifen von Kreditkartendaten zur Folge haben. Wie bei allen Payment-Apps ist die Bezahlmethode immer so sicher ist, wie das jeweilige Mobilgerät.

Vor- und Nachteile von Apple

Vorteile
  • kompatibel mit Kreditunternehmen Visa, American Express und Mastercard 
  • unkompliziertes und schnelles Bezahlen online und an Kassen (auch im Ausland)
  • Sicherkeit durch Tokenization (anstelle Kreditkartendaten wird virtueller Code gespeichert)
  • Weitere Sicherheit durch Apple TouchID
  • kontaktloses Zahlen in der App macht Geldbörse unnötig
  • mit der digitalen Girocard verwendbar, inkl. kostenloser Käuferschutz 
  • Keine aufwendige Registrierung nötig.
Nachteile
  • Kreditkarten dafür vonnöten (Ausnahme Girocard-Kunden:innen)
  • an Gerät von Apple (iPhone SE und höher) gebunden
  • Zahlungsmethode nicht überall verbreitet
  • Wird noch nicht von allen Banken zugelassen

Ali Pay

Online-Bezahlmethode des Versandportals AliExpress

Ali Pay ist ein Zahlungsdienst, bei dem die Zahlung über ein Anbieterkonto erfolgt. Der Internet-Bezahldienst zieht anschließend den Betrag vom hinterlegten Bankkonto oder einer eingebundenen Kreditkarte ein. 

Ali Pay ist eine der größten Bezahl-Apps in China. Ali Pay bietet seinen chinesischen Kunden:innen eine Menge Mehrwerte. Sie können Rechnungen begleichen. Öffentliche Verkehrsmittel buchen, Taxis rufen und bezahlen oder Telefonrechnungen überweisen und in tausenden Online Shops einkaufen.

Deutsche Kunden:innen können theoretisch mit Ali Pay mobil bezahlen. Im Online Shop Alibaba bietet sich eine mögliche Variante, Alipay auf Deutsch zu nutzen. Nutzer:innen müssen sich zunächst über die AliExpress-Seite mit Emailadresse und einem speziellen Code des Anbieters anmelden. Alternativ funktioniert die Anmeldung via Facebook-Profil. 

Über die AliExpress-Seite müssen sich Nutzer:innen noch beim Zahlungsdienst Ali Pay anmelden und Kreditkarte (Visa oder MasterCard) hinterlegen. Der Einkauf gestaltet sich dann so einfach wie mit PayPal oder Google Pay.

Die Kreditkarte dient als Zahlungsreferenz. Bei Ali Pay können Prepaid-Kreditkarten hinterlegt werden.

Wichtige Fakten

In Deutschland wurde Ali Pay zunächst in einigen Shops am Frankfurter Flughafen unterstützt.

Mittlerweile sollen es laut Zahlungsanbieter über 1.000 Verkaufsstellen in Deutschland sein, die das kontaktlose Bezahlen per Ali Pay Payment anbieten. Die Zahlungslösung richtet sich vor allem an chinesische Touristen.

Deutsche Staatsangehörige in Deutschland, die Bezahlsysteme von chinesischen Unternehmen nutzen, sollten sich der Gefahr politischer Spionage bewusst sein.

Vor- und Nachteile von Ali-Pay

Vorteile
  • Bezahl-App mit jede Menge zusätzlicher Services
  • Keine Kontodateneingabe in jedem Onlineshops notwendig
  • Konto beim Zahlungsdienst, wo persönliche Daten sowie Bank- und Kartendetails hinterlegt sind
  • Käuferschutz recht vage formuliert
  • Prepaid-Kreditkarten können hinterlegt werden
Nachteile
  • Datenserver stehen in China mit Zugriffsmöglichkeit staatlicher chinesischer Stellen 
  • für deutsche Kunden:innen nur im Online-Shop Alibaba einsetzbar
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht standardmäßig eingestellt
  • Gefahr von Phishing-Angriffen

Paysafecard

Sichere und anonyme Bezahlung im Web mit Karten-PIN

Bei der Paysafecard handelt es sich um eine Bezahlmethode, die den sicheren und anonymen Online-Einkauf bei vielen Partnerunternehmen des Unternehmens paysafecard (PSC) im Web ermöglicht. Dazu gehören neben Online-Shops zahlreiche Wettanbieter- und Spieleportale.

Die Paysafecard ist an einer der Verkaufsstellen vor Ort erhältlich. Es gibt Karten mit unterschiedlichen Beträgen zwischen zehn und 100 Euro. Wenn Online-Shop Zahlungen per Paysafecard akzeptiert, ist die Karte für das Online-Einkaufen einsetzbar. Beim Bezahlen wir die auf der Karte stehende PIN eingetragen.

Wichtige Fakten

Für das Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen im Internet wird weder ein eigenes Konto noch eine Kreditkarte benötigt. Paysafecard funktioniert auf Prepaid-Basis und ist weltweit in rund 50 Ländern verfügbar.

Die Karten sind in verschiedenen Größenordnungen ab 10 bis 100 Euro erhältlich. Hohe Akzeptanz im Gaming- und Social-Media-Bereich sowie bei Sportwettenanbietern und zahlreichen Online Shops.

Bei einigen Händler:innen funktioniert Bezahlen mit Paysafecard nur, wenn ein „mypaysafecard“-Konto besteht.

Für Minderjährige bietet Paysafecard eine spezielle Karte an, mit der Erwerb jugendgefährdender Waren im Internet verhindert wird.

Paysafecard ist zusätzlich als mypaysafecard mit Kartenkonto und paysafecard Prepaid Mastercard (Nutzung u.a. Amazon und PayPal) sowie als Paysafecard App verfügbar.

Vor- und Nachteile von Paysafecard

Vorteile
  • Anonyme Online-Bezahlung ohne Angabe von persönlichen Daten möglich
  • Volle Kostenkontrolle bei Online Bezahlungen
  • Bei Kartenverlust keine Kontosperrung nötig
  • Kein Girokonto für Nutzung nötig
  • Keine Kreditkarte für Nutzung nötig
  • Keine Speicherung von persönlichen Daten
Nachteile
  • Transfers lassen sich nicht rückgängig machen
  • Geringe Verbreitung in Online-Shops
  • Karten müssen in Verkaufsstellen vorab erworben werden
  • Keine eigene Aufladung möglich
  • die Unmöglichkeit von Auszahlungen
  • Verlust des Guthabens bei Verlust der Paysafecard 
  • Lange PIN erfordert bei Eingabe gewisses Maß an Aufmerksamkeit

Sofort (Sofortüberweisung)

Sicheres und schnelles Bezahlen im Online-Shop via Zahlungsvermittler

Bei Sofortüberweisung handelt es sich um einen Zahlungsdienst, bei dem die Bestätigung des Zahlungsauftrages mit den gewohnten Onlinebanking-Daten erfolgt und per Überweisung sofort bezahlt wird. Ein weiteres Angebot ist die Zahlungsart Lastschrift (Sofortüberweisung), bei dem die Abbuchung erst nach dem Versand der Ware erfolgt. Beide Zahlungsangebote basieren auf dem SEPA-Lastschriftverfahren.

Das Vorkassesystem ermöglicht es Online-Banking-Nutzer:innen direkt online zu .bezahlen können. Ein separates Konto wird nicht benötigt.

Der Käufer:in wählt zum Kaufabschluss Sofortüberweisung.de bei einem teilnehmenden Online-Shop aus. Über eine sichere Datenverbindung erhält man Zugriff auf das Online-Banking. Der Login geschieht mit Kontonummer und PIN. Der Kauf ist abschließend mit einer TAN zu bestätigen. Der Händler:in erhält vom Zahlungsdienstleister eine Zahlungsbestätigung und gibt die Bestellung sofort frei.

Nach erfolgreicher Bestätigung gilt der Kauf als abgeschlossen. Dem Online-Händler:in wird der Zahlungsfortschritt bestätigt. Die Lieferung der Bestellung wird eingeleitet, auch wenn die Kaufsumme erst einige Zeit später auf dem Händlerkonto verbucht wird

Wichtige Fakten

Bei Sofort (Sofortüberweisung) handelt es sich um eine Bezahlmethode der Sofort GmbH München, die seit 2014 zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehört. 

Sofort (Sofortüberweisung) gehört zu den Zahlungsdienstleistern, die von einer EU-Finanzbehörde reguliert werden.

Für Kunden:inne von Sofortüberweisung bedeutet das, dass sie Geheimnummer (PIN) und TAN ihrer Bank während des Bezahlvorgangs weitergeben dürfen

Die Sofort GmbH ist im Besitz des TÜV-Siegels „Geprüfter Datenschutz“. Kunden:innen des Unternehmens können sicher sein, dass es Daten weder speichert noch an Dritte weitergibt.

Vor- und Nachteile von Sofortüberweisung

Vorteile
  • Keine Registrierung unter Eingabe Benutzername und von Passwort notwendig
  • Onlinehändler:in erhält umgehend eine Zahlungsbestätigung
  • Bestellung kann sofort bearbeitet und die Ware verschickt werden.
  • einfach Zahlung – Zahlungsformular bereits ausgefüllt
  • Zahlungsarten sofortige Überweisung & Lastschrift (Sofortüberweisung) stehen zur Auswahl 
Nachteile
  • Preisgabe der Kontodaten  sowie PIN und TAN gegenüber Zahlungsdienst
  • Gefahr von Pishing-Angriffen
  • Nutzung der Bezahlmethode erfordert Zustimmung zu umfangreichen Datenschutzbestimmungen

Sicherste Bezahlmethoden für das Online-Shopping

Grundsätzlich haben Kund:innen kein Recht auf eine bestimmte Zahlungsart. Online-Händler:innen hierzulande müssen mindestens eine gängige kostenlose Zahlungsart (Überweisung, Kreditkarte, Lastschrift/Bankeinzug) anbieten. Weitere Zahlungsangebote können entgeltpflichtig sein. 

Sofortüberweisung gehört nicht zu einer gängigen und zumutbaren Zahlungsart. Sie darf nur in Zusammenhang mit einer gängigen Zahlungsart angeboten werden.

Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Sicherere Zahlungen ermöglicht eine Bezahl-App wie PayPal.

  1. Käufer:innen sollten, wann immer es der Online-Verkäufer anbietet, die Option Kauf auf Rechnung wählen. Sie erhalten zunächst die Ware und können entscheiden, ob die Bestellung wie vereinbart geliefert wurde und anschließend die Überweisung der Rechnungssumme einleiten.
  2. Sicher und bequem ist die Bezahlung per Bankeinzug oder Lastschrift. Der Rechnungsbetrag wird zum vereinbarten Zeitpunkt sofort oder zu einem bestimmten Datum direkt vom Bankkonto abgebucht. In der Regel wird das Bankkonto mit Beginn der Auslieferung der Ware belastet. Trotz der Vorauskasse haben Lastschrift-Zahler den Vorteil, dass sie innerhalb von acht Wochen Widerspruch einlegen können, um das Geld zurückzubuchen.
  3. PayPal ist einer der beliebtesten Zahlungsdienstleister in Deutschland. Das liegt zum einen am einfachen Bezahlen über ein bei PayPal hinterlegtes Bankkonto und zum anderen am großzügigen Käuferschutz. Haben Käufer:innen mit dem Online-Shop ein Problem, können sie das Geld in begründeten Fällen zurückerhalten. Bis zu 180 Tage nach dem Kauf haben sie Zeit, einen Konflikt bei PayPal zu melden.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224827/umfrage/marktanteile-von-zahlungsverfahren-beim-online-handel/

Das Online-Payment 2021 verdeutlicht, dass deutsche Online-Käufer:innen Kauf auf Rechnung, PayPal und Bankeinzug/Lastschrift gefolgt von der Kreditkarte als Bezahlmethode bevorzugen. Die vier vorgenannten Zahlungsarten machen laut dem Statista-Portal rund 85 Prozent des Zahlungsvolumens aus.

Seriöse Anbieter erkennen – So geht's!

Online-Shops werben mit Sonderangeboten oder Preisrabatt bei Sofortkauf. Du könntest ein echtes Schnäppchen machen. Vor dem Kaufen solltest du prüfen, ob der Anbieter seriös ist. Die Webseite kann professionell und vertrauensvoll wirken. Trotzdem besteht die Gefahr, dass du einem Fake-Shop aufsitzt oder dich Ärger beim Einkauf erwartet. 

Seriöse Online Shops zeichnen sich aus durch:

Impressum

Zu einem seriösen Online-Shop gehört ein vollständiges Impressum mit Unternehmensbezeichnung, Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Postanschrift und Kontaktmöglichkeit. Fakeshops verwenden in der Regel eine korrekte Adresse, doch kann die Internetrecherche die vermeintliche Firma nicht ausmachen. Du solltest niemals bei einem Shop ohne Impressum kaufen.

Eindeutiger Bestellbutton

Ein eindeutiger Bestellbutton ist mit „Jetzt kaufen“ oder „Zahlungspflichtig bestellen” beschriftet. Unklare Formulierungen wie „Anmelden”, „Bestellen“ oder “Abschließen” sind ein Indiz für einen Fakeshop.

Realistische und eindeutige Preise

Der angebotene Preis für die Ware ist im Vergleich mit Konkurrenzangeboten realistisch. Liefer-, Rücksende- und etwaige Zusatzkosten sind offen aufgeführt. Bei einem ungewöhnlich günstigen Preis solltest du hellhörig werden. Geiz und Gier sind zwei menschliche Eigenschaften, die Betrüger bewusst ausnutzen.

Gütesiegel

Der Online-Shop ist im Besitz eines bekannten Gütesiegels, zum Beispiel “Trusted Shops Guarantee”, s@fer-shopping (TÜV) oder Secured Shop. Seriöse Online-Shops erhalten Gütesiegel nach einer erfolgreichen Prüfung auf der Basis ausgewählter Prüfkriterien. Ein Gütesiegel zeigt an, das Anbieter nicht anonym ist und über einen Kundenservice verfügt.

Beim Klicken auf das Gütesiegel erhältst du weitere Informationen zum Verkäufer:in und Bestellprozess angezeigt. Siegellogos beim Fakeshop sind erfunden oder meist nicht klickbar.

Mehrere Zahlungsmöglichkeiten

Seriöse Online-Verkäufer:innen bieten ihren Kunden:innen mehrere Zahlungsarten wie Kauf auf Rechnung, Kreditkartenzahlung oder Online-Bezahldienst wie PayPal, Giropay oder Sofortüberweisung. Findet der Kunde:in eine passende Zahlmethode, werden Kaufabbrüche  verhindert. Bei Fakeshops findest du regelmäßig eine Auswahl an Zahlungsmethoden. Beim Bestätigen der Bestellung wird nur noch Zahlung per Vorkasse zugelassen.

Wichtig

Vor dem Einkaufen die URL der Webseite prüfen. Sie darf keine zusätzlichen Zeichen enthalten. Betrüger setzen auf mögliche Schreibfehler beim URL-Aufruf. Die Webseiten und Shops großer Versandportale werden 1:1 nachgebaut. Das Ziel besteht im Diebstahl von Zahlungsdaten, um in der Folge unberechtigt Einkäufe vorzunehmen oder um Kundenkonten leerzuräumen.

P2D2 – Richtlinie: Seit 2020 für mehr Sicherheit beim Bezahlen

Die PSD2 Richtlinie gibt Regeln für die Nutzung von Zahlungssystemen von Drittdienstleister vor.  Unterschieden wird dabei in Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste. Sogenannte Zahlungsauslösedienste Initiieren Überweisungen im Onlinebanking. Kontoinformationsdienste fragen Kontodaten zum Zwecke der Auswertung ab.

Als Käufer:in brauchst du dich bei einem Online-Einkauf nicht gesondert in das Online-Banking deiner Bank einloggen. Du kannst die Überweisung über den vom Online-Shop bereitgestellten Zahlungsauslösedienst (beispielsweise Sofortüberweisung) beauftragen. Mithilfe eines Kontoinformationsdienstes kannst du dir alle Zahlungskonten deiner Banken, inklusive Kontostände und Umsätze, anzeigen lassen.

Zahlungsauslöse- sowie Kontoinformationsdienstleister benötigen deine Erlaubnis und den Zugang zu deinem Konto. Diesbezügliche Regelungen enthält die PSD2. Die wichtigste ist, dass Kontoinhaber:innen Einem Konto- oder Datenzugriff ausdrücklich zustimmen.

Mit der PSD2 ist die „starke Kundenauthentifizierung“ vorgeschrieben. Für sichere Online- und Kartenzahlungen werden bestimmte Sicherheitsmerkmale wie PIN, TAN, Smartphone-Verifizierung, Fingerscan verwendet. Seit 2021 ist für Kreditkarten die 2-Faktor-Authentifizierung verpflichtend.

Login mit einem zweiten Faktor – Beispiele

  • Online-Banking: Anmeldung mit Nutzernamen und Passwort. Die Bestätigung von Transaktionen erfordert zusätzlich eine TAN Eingabe, beispielsweise als mTAN, chipTAN oder pushTAN
  • Debit- oder Kreditkartenzahlung: Zunächst müssen Kreditkartendaten wie gefordert angegeben werden. Je nach Kartenanbieter erfolgt die Bestätigung der Zahlung per SMS-TAN, überdie Banking-App oder Onlinebanking. Zum Einsatz kommen ebenfalls biometrische Verfahren wie Fingerscan oder Gesichtserkennung.
Tipp

Die Selbstbeteiligung für Schäden bei Kreditkartenmissbrauch beträgt 50 Euro. Bei nicht autorisierten Kartenzahlungen (Betrugsfälle) muss die Rückerstattung umgehend innerhalb eines Bankarbeitstages erfolgen.

Fazit: Bezahlmethoden – Einfacher und mit der Zeit immer sicherer Online bezahlen

Viele Online-Shop bieten ihren Kunden:innen mehrere Bezahlmethoden an. EU-Online-Händler:innen müssen mindestens eine gängige Zahlungsart kostenlos bereitstellen.

In Deutschland sind die am häufigsten angebotenen Zahlungsarten zugleich auch die sichersten. Im Einzelnen sind das Kauf  auf Rechnung, PayPal, Bankeinzug und Kreditkarte. Je nach Zahlungsart bestehen die Vorteile für Nutzer:innen in der Zahlung nach Warenerhalt, einer Widerspruchsmöglichkeit oder einem Käuferschutz.

Die meisten Online-Bezahlsysteme sind von Privatkunden:innen kostenlos nutzbar. Die teilnehmenden Händler:innen werden im Gegenzug von den Zahlungsanbietern zur Kasse gebeten.

Kosten entstehen Zahlungskunden:innen unter Umständen bei Zahlungsanbietern bzw. ihrer Bank. Gebühren können für das Girokonto, die Kreditkarte oder für das Aufladen der Prepaid-Kreditkarten anfallen.

Häufige Fragen und Antworten zu Bezahlmethoden

💶 Welche Bezahlmethoden gibt es im Internet?

Bei den meisten größeren Online-Shops in Deutschland kannst du die Bezahlmethoden Rechnung, Vorkasse, Vorkasse, PayPal und/oder Kreditkarte bezahlen. Zahlreiche Händler:innen sehen die Zahlung per Lastschrift, Giropay und Sofortüberweisung vor. Google Pay, Apple Pay und Amazon Pay wird von einer Reihe von Websites & Apps angeboten. Alternative Zahlungsmethoden wie Skrill sind eher selten anzutreffen.

🔒 Welche Bezahlmethode ist die sicherste?

Die sicherste Bezahlmethode ist die Rechnung oder Bankeinzug. Vor dem Bezahlen der Rechnung kannst du die Ware prüfen. Zahlst du per Lastschrift, kannst du mit entsprechender Begründung das Geld innerhalb von acht Wochen zurückfordern. Zahlung per Nachnahme minimiert das Risiko, aber sie schützt nicht vor Nachnahmebetrug.

❓ Was gibt es für Zahlungsarten bei eBay?

Verkäufer:innen bei eBay bieten häufig Zahlungen per Kreditkarte, Debitkarte und PayPal an. Du findest mittlerweile auch Zahlungsmethoden wie Google Pay, Apple Pay oder Klarna Sofortüberweisung.

⁉️ Welche Zahlungsarten bieten einen Käuferschutz?

Kunden:innen können eine gebuchte Lastschrift zurückbuchen lassen – allerdings nur dann, wenn eine stichhaltige Begründung vorliegt. Kreditkartenbanken, PayPal und Amazon Pay bieten ebenfalls Käuferschutz zu unterschiedlichen Bedingungen und in unterschiedlicher Ausprägung an.

💵 Was ist die beste Zahlungsart?

Die beste Zahlungsart ist die, wo du vor dem Bezahlen die Ware prüfen kannst bzw. nach dem Erhalt der Ware Zahlungen leisten musst. Für den Käufer:in ist die Rechnung die klassische und sicherste Bezahlweise.

🚫 Ich habe einem Händler:in eine Autorisierung für wiederkehrende PayPal-Zahlungen erteilt. Kann dieser mich jetzt einfach ohne mein Einverständnis belasten?

Nein. Das darf der Händler:in nicht. Belasten darf er dich nur für Käufe, für die du eine Genehmigung erteilt hast. Ein Widerruf ist jederzeit im PayPal-Kundenbereich möglich. Stellst du Missbrauch fest, solltest du das bei PayPal direkt melden.

💱 In welcher Währung sollte ich Online immer bezahlen?

In Online-Shops im Euro-Raum zahlst immer mit Euro. Beim Einkaufen in einem ausländischen Shop verwendest du beim Bezahlen die Landeswährung, sofern das möglich ist. Oft ist die Option „in Euro bezahlen“ voreingestellt. Dir wird der Betrag in der gewohnten Euro-Währung angezeigt. Bei der Währungsumrechnung wird der Kurs des Zahlungsanbieters vor Ort angewandt und der ist meist schlechter als Wechselkurs deines Zahlungsanbieters hierzulande.

💰 Dürfen Dienstleister für ihre Bezahlmethoden Geld von mir als Nutzer verlangen?

Nein. Laut der Zweiten Zahlungsdienstrichtlinie von 2018 ist es Händler:innen untersagt, für vier bargeldlose Arten von Zahlungen zusätzliche Gebühren von ihren Kunden:innen zu verlangen. Dazu gehören gemäß §270a Bürgerliches Gesetzbuch die Zahlungsarten Kreditkarte, SEPA-Überweisung, Lastschrift und weitere Zahlungskarten (Debitkarten, Bankkarten). Paypal und Klarna fallen als Zahlungsdienstleister nicht unter Zahlungsdienstrichtlinie, dennoch verzichten sie auf das Erheben von Gebühren.

Thomas Bär

Veröffentlicht von

Als studierter Ökonom habe ich mich jahrelang in erster Linie mit betriebswirtschaftlichen Problemen befasst. Seit mehr als zehn Jahren sehe ich meine Berufung darin, Wissen und Erfahrungen rund um private Finanzen aufzubereiten und in Ratgeberform zu vermitteln.