Kreditkarten entwerten – Entsorgung von Chipkarten

Philipp Ollenschlaeger Philipp Ollenschläger Veröffentlicht am: 22. März 2022 Letztes Update: 30. März 2022 Lesezeit: 4 Minuten
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Bevor eine Kreditkarte abgelaufen ist, liegt meist schon eine neue Karte im Briefkasten. In der Regel fordern die Banken die abgelaufenen Karten nicht zurück und sie kann von den Karteninhaber:innen entsorgt werden. Doch wie wird eine Chipkarte richtig entsorgt? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und zeigen, was es hierbei zu beachten gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kreditkarten mit Mikrochip werden als Elektrogerät eingestuft und dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden.
  • Chipkarten müssen wie alle anderen elektronischen Geräte bei öffentlichen Sammelstellen abgegeben werden, um sie dem Recycling zuzuführen.
  • Als Herausgeber sind die Banken, wie auch die Hersteller von Elektrogeräten, verpflichtet, Bank- und Kreditkarten zurückzunehmen.
  • Bevor die Karte bei der entsprechenden Sammelstelle oder Bank abgegeben wird, sollte diese unbedingt zerkleinert werden, um die Daten der Karteninhaber:innen für Dritte unkenntlich zu machen.

Kreditkarte richtig entsorgen

Mit Ablauf der Gültigkeit einer Kreditkarte kann sie nicht mehr für Zahlungen verwendet werden. Was liegt also näher, als die Kreditkarte zu entsorgen. Da sie aus Plastik besteht, wird häufig angenommen, dass sie einfach im Gelben Sack oder im normalen Hausmüll entsorgt werden darf. Beides ist jedoch falsch, denn Kreditkarten beinhalten einen Mikrochip und zählen daher nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz zu den Elektrogeräten. Elektroschrott muss dem Recycling zugeführt werden, was also auch für Kreditkarten gilt.

Hinzu kommt, dass abgelaufene Kreditkarten nach wie vor sensible Informationen enthalten. Dazu gehören alle lesbaren Daten, wie etwa:

  • Name
  • IBAN
  • Kreditkartennummer
  • Sicherheitscode
Ebenfalls kritisch ist der Chip der Kreditkarte, denn dort sind die persönlichen Daten in digitaler Form gespeichert. Falls du die richtige Kreditkarte noch nicht gefunden hast, empfehlen wir einen Blick in unseren Kreditkarten Vergleich zu werfen.

Die Erde schützen: Kreditkarte nicht im Hausmüll entsorgen

Elektronikmüll muss aus Umweltschutzgründen sachgemäß entsorgt werden. Durch das Recycling werden Rohstoffe effektiv genutzt und die Belastung für unseren Planeten minimiert. Daher gehören Elektrogeräte nicht in den Hausmüll und müssen bei entsprechenden Sammelstellen abgegeben werden. Da Kreditkarten aufgrund des Chips, der unter anderem für das kontaktlose Zahlen benötigt wird, als Elektrogerät gelten, dürfen sie ebenfalls nicht in den Hausmüll geworfen werden und müssen recycelt werden.

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Kreditkarte zum Wertstoffhof oder zur Bank bringen

Die Karten können folgendermaßen entsorgt werden:

  • Bei öffentlichen Sammelstellen abgeben: Elektrogeräte – also auch Kreditkarten – können kostenlos bei öffentlichen Sammelstellen abgegeben werden. Durch die Abgabe beim Wertstoffhof wird sichergestellt, dass der Elektroschrott dem Recycling zugeführt wird und die enthaltenen Ressourcen weiterverwertet werden.
  • Bei der Bank abgeben: Als Herausgeber der Kreditkarte ist die jeweilige Bank verpflichtet, alte Karten zurückzunehmen und diese nach Vorschrift zu entsorgen.

Datenschutz: Kreditkarte richtig entwerten

Aus Datenschutzgründen muss die Kreditkarte, bevor sie entsorgt wird, korrekt entwertet werden. Hierfür reicht es nicht aus, die Karte einfach in der Mitte durchzuschneiden. Dadurch ist das Plastikgeld zwar nicht mehr nutzbar, aber die persönlichen Informationen sind immer noch lesbar. Nachfolgend zeigen wir, wie vorgegangen werden muss, um die Karte richtig zu entwerten und die Daten unkenntlich zu machen.

Kreditkarte nicht nur zerschneiden

Damit die Nutzerdaten nicht in falsche Hände geraten, ist es wichtig, dass die Plastikkarte vollständig zerstört wird. Die Daten, die geschützt werden müssen, befinden sich auf der Karte an verschiedenen Stellen. Um möglichst effektiv vorzugehen, wird die Karte am besten in dünne Streifen geschnitten. Hierfür gibt es spezielle Aktenvernichter, die auch Kreditkarten problemlos zerkleinern. Beim Zerteilen der Plastikkarte sollte darauf geachtet werden, dass der Chip und auch der Magnetstreifen vollständig zerstört werden und die persönlichen Daten, wie etwa Nutzername, Kreditkartennummer und CVV-Code, nicht mehr lesbar sind.

Folgen bei falscher Entsorgung

Abgelaufene Giro- und Kreditkarten sind zwar nicht mehr nutzbar, doch besteht bei falscher Entsorgung dennoch die Gefahr, dass die Daten missbräuchlich verwendet werden. Wird die Plastikkarte nicht kleinteilig zerschnitten und die Nutzerdaten sind bei der Entsorgung noch lesbar, können Betrüger diese verwenden, um Geld vom Kartenkonto abzubuchen oder damit im Netz zu bezahlen.

Auch an unseren Planeten denken

Die richtige Entsorgung ist nicht nur für die Datensicherheit wichtig, auch der Umweltschutz spielt eine Rolle. Elektroschrott beinhaltet wertvolle Rohstoffe, die bei der Entsorgung im herkömmlichen Müll nicht nur verloren gehen, sondern auch die Umwelt schädigen können. Deshalb ist es wichtig, dass die Karten bei einer Sammelstelle oder einer Bank abgegeben werden.

Fazit

Bei der Entsorgung von alten Chipkarten ist es wichtig, die persönlichen Daten zu schützen und diese unkenntlich zu machen. Hierfür sollten sowohl der Chip und der Magnetstreifen als auch die persönlichen Informationen, die auf der Karte vorzufinden sind, in kleine Teile geschnitten werden. Am besten wird das Plastikgeld hierfür in dünne Streifen geschnitten. Der Umwelt zuliebe gehören die Kartenreste nicht in den Hausmüll, sondern müssen bei einer Sammelstelle für Elektroschrott abgegeben werden.

FAQ

Wie wird die Kreditkarte richtig entsorgt?

Da Kreditkarten aufgrund des Mikrochips als Elektrogerät gelten, müssen sie bei einem Recyclinghof abgegeben werden. Auch Banken nehmen die Kreditkarten an und führen sie der Wiederverwertung zu.

Was sind die Folgen falscher Entsorgung von Kreditkarten?

Eine falsche Entsorgung von Kreditkarten schadet nicht nur der Umwelt, sondern birgt auch das Gefahr des Datenmissbrauchs. Das gilt vor allem, wenn die Karte nicht richtig zerschnitten wird und die persönlichen Daten noch zu erkennen sind.

Wie zerschneidest du deine Karte am sichersten?

Beim Zerschneiden müssen der Chip und Magnetstreifen zerstört werden. Außerdem müssen Name, IBAN, Kreditkartennummer und Sicherheitscode unlesbar gemacht werden.

Philipp Ollenschläger

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Parallel zu meinem Journalismus-Studium habe ich großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während meiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier habe ich mich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kenne ich schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen mir sehr bei meiner Arbeit als Autor von Ratgebern rund um die Themen Banken, Vermögensaufbau und Kreditkarten.