Heizkosten sparen

Feda Mecan
| Anzahl Artikel: 323
Geschäftsführer und Investment-Experte Letzte Überarbeitung am 11. August 2022
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Die Ausgaben für Energie steigen. Heizkosten sparen ist eine gute Gelegenheit das Budget zu kontrollieren. Denn zumindest müssen sich die eigenen Ausgaben nicht an die aktuelle Inflationsrate anpassen. Natürlich macht es auch abseits einer galoppierenden Inflation immer Sinn Heizkosten zu sparen. Die wichtigsten Tipps und Tricks haben wir zusammengefasst.

Fünf Ideen um Heizkosten zu sparen:

  • Richtige Reihenfolge: Erst ein Pullover, dann eine Decke und erst wenn es dann noch kalt ist, dann ist die Temperatur zu erhöhen.
  • Zusatzheizung: Für den Winter oder den Übergang kann es sinnvoll sein, sich einen Holzofen zu installieren.
  • Einfach mal ausschalten: Wenn niemand zuhause ist, braucht nicht unnötig geheizt zu werden. Dies gilt auch für Räume, die an diesem Tag niemand mehr betritt.
  • Heizung entlüften: Wenn es in der Heizungsanlage gluckert, dann ist die Heizleistung gesenkt. Jetzt gehört der Heizkörper entlüftet.
  • Wohlfühltemperatur: Wer sich erst bei 22 Grad wohlfühlt, der sollte sich langsam umgewöhnen. Dies ist durch langsames herunterfahren der Temperaturen möglich.
Top-Tipp Die erste Stufe der Heizung entspricht in etwa 12 Grad Celsius. In Viererschritten geht es bis zu 28 Grad bei Stufe fünf aufwärts.

Die 10 besten Tipps um Heizkosten zu sparen

Heizkosten sparen ist mehr als nur die Temperatur regulieren. Ebenso geht es um die Luftzirkulation, eine anständige Dämmung und das Lüftungsverhalten. Die zehn wichtigsten Tipps um effektiv Heizkosten zu sparen, haben wir nachfolgend einmal aufgelistet.

  • Fenster und Türen abdichten; Rollladenkästen dämmen
  • Heizung entlüften
  • Den Heizkörpern Platz zum Arbeiten geben
  • Richtig Lüften
  • Elektronische Heizkörperthermostate sparen Kosten
  • Rollläden herunterlassen
  • Heizungsrohre, Wände und Dachboden dämmen
  • Heizungspumpe austauschen
  • Heizleistung in der Nacht absenken
  • Teppiche verwenden

1. Fenster und Türen abdichten; Rollladenkästen dämmen

Überall wo Wärme entweichen kann, ist für eine optimale Dichtung oder Dämmung zu sorgen. Dies betrifft innerhalb des Hauses insbesondere Fenster und Türen. Letztere sollten zudem, besonders zu den kälteren Räumen im Haushalt, geschlossen bleiben. So wird das Schlafzimmer normalerweise nicht im gleichen Maß geheizt, wie das Wohnzimmer. Rollladenkästen sind ein häufig übersehenes Element. Besonders bei breiten Fensterfronten kann darüber eine enorme Menge an Energie verloren gehen.
Bei den Türen ist es meist der Spalt unterhalb der Tür, wo die Wärme entweicht. Dafür gibt es Schienen, die sich sehr leicht installieren lassen. Fenster sind insbesondere dann anfällig, wenn die Dichtung nicht mehr intakt ist. Wer an windigen Tagen seine Hand um den Fensterrahmen herumführt und einen Luftzug spürt, der sollte hier schnellstmöglich nachbessern.

2. Heizung entlüften

Innerhalb des Heizkörpers befindet sich Wasser. Dieses wird aufgewärmt und gibt die Wärme dann über das Heizelement an die Umluft weiter. Mitunter kann über die Jahre im Heizkörper jedoch Wasser verlorengehen. Dann befindet sich Luft in der Heizungsanlage. Dies führt zu zwei Resultaten. Erstens: Die Heizung gluckert. Zweitens: Die Wärmeabgabe ist nicht optimal. Jetzt ist es an der Zeit die Heizung zu entlüften.

Dafür ist zunächst die Umwälzpumpe abzustellen. Danach gilt es den Heizkörper zuzudrehen. Ein Gefäß unterhalb des Entlüftungsventils soll austretendes Wasser auffangen. Mit einem Entlüftungsschlüssel wird jetzt das Ventil geöffnet. Die Luft entweicht. Wenn Heizungswasser auszutreten beginnt, ist die Arbeit getan.

3. Den Heizkörpern Platz zum Arbeiten geben

Es ist ungemein wichtig, dass der Raum rund um die Radiatoren nicht zugestellt wird. Eine Heizung braucht um sich herum eine freie Luftzirkulation. Stehen Möbel oder hängen Vorhänge direkt vor den Heizköpern, so ist die Wärmeabgabe gemindert. Beziehungsweise nehmen die Einrichtungsgegenstände die Wärme auf. Sie wird also nicht an die Umluft abgegeben. Experten raten zu einem Abstand zwischen Couch und Heizung von 50 cm. Dies ist jedoch aus Platzgründen oftmals nicht zu realisieren. Mindestens 20 cm Abstand sollten jedoch gewährleistet sein.

Ganz alte Elektroradiatoren können enorm heiß werden. Wer noch einen solchen Heizkörper bei sich verbaut hat, der sollte das Sofa schon wegen einer drohenden Brandgefahr nicht zu nah heranrücken.

Aufgepasst! Häufig verhindert eine Fensterbank das optimale Entweichen der Luft nach oben. Eventuell kann die Fensterbank jedoch mit einem Lüftungsgitter versehen werden.

4. Richtig Lüften

Im Prinzip ist es eine Binsenweisheit. Dennoch Lüften die meisten Menschen nicht optimal. Vom Kippfenster wird hierbei komplett abgeraten. Stoßlüften ist effektiver. Denn dabei dringt die erwünschte Frischluft in die Wohnung, ohne das selbige auskühlt. Anders gesagt: Nach dem Stoßlüften erreicht die Wohneinheit sehr schnell ihre vorherige Wärme wieder. Und weil das Aufheizen weniger lange dauert, lassen sich auf diese Art und Weise Heizkosten sparen.

Es wird empfohlen pro Tag bis zu vier Mal zu lüften. Querlüften ist hierbei ein weiterer Tipp. Dabei werden Fenster und Türen auf gegenüberliegenden Seiten der Wohnung geöffnet. So wird für einen Durchzug gesorgt, welcher den Lüftungsprozess noch beschleunigt. Das Schlafzimmer sollte, weil der Körper in der Nacht Feuchtigkeit abgibt, nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen gelüftet werden.

5. Elektronische Heizkörperthermostate sparen Kosten

Raumtemperaturen zu regulieren sollte so einfach wie nur möglich sein. Mitunter wird jedoch vergessen das Thermostat über Nacht abzuschalten. Oder während der Arbeitszeit läuft die Heizung daheim noch immer auf Hochtouren, obwohl niemand zu Hause ist. Solche Kleinigkeiten passieren häufiger als gedacht. Bis zu zehn Prozent Heizenergie soll ein Haushalt mit elektronischen Thermostaten einsparen können. Bei einer Wohneinheit von 120 m² können dies bis zu 140 Euro sein.

Doch taugt das elektronische Heizkörperthermostat nicht nur zum Heizkosten sparen. Es hat auch einen positiven Effekt auf den eigenen Wohnkomfort. Denn wer von der Arbeit nach Hause kommt, dem erwartet gleich ein aufgeheiztes Heim.

6. Rollläden herunterlassen

Tagsüber ist der Blick nach draußen ein schöner Anblick. Besonders mit einem eigenen Garten würde diese Aussicht am liebsten rund um die Uhr genossen werden. Doch um Heizkosten zu sparen, sollten die Rollläden heruntergelassen werden. Es handelt sich gewissermaßen um eine zusätzliche Dämmung des Fensters oder der Terrassentür. Über Nacht sollten die Rollläden in jedem Raum der Wohnung heruntergelassen werden. Dies hat übrigens einen weiteren, positiven Effekt. Geräusche von draußen werden ebenfalls gedämmt, was zu einer friedlichen Nachtruhe führt.

Wieso helfen Rollläden beim Heizkosten sparen? Zwischen den heruntergelassenen Rollläden und dem Fenster entsteht eine Luftschicht, die als zusätzliche Dämmung fungiert. Dadurch verringert sich effektiv der Wärmeverlust aus dem inneren des Hauses.

7. Heizungsrohre, Wände und Dachboden dämmen

Ja, diese Dinge sind vorläufig mit Kosten verbunden. Dennoch lässt sich langfristig sparen. Besonders das Dämmen von Heizungsrohren ist heutzutage sehr schnell selber gemacht. Dafür gibt es vorgefertigtes Dämmmaterial, welches einfach um die Rohre gestülpt wird. So geht auf dem Weg zur Heizung keine Energie verloren. Wände sind schon komplizierter zu dämmen. Dies kann über das Aufbringen von Platten auf die Innenwand geschehen. Zwischenräume werden dann mit Matten oder Filzen befüllt.

Wärme entweicht nach oben. Daher sollte auch der Dachboden anständig gedämmt sein. Tatsächlich können, je nach Konstruktion, bis zu 20 Prozent der Heizenergie durch ein nicht gedämmtes Dach verloren gehen. Eine anständige Dämmung ist daher im Eigeninteresse der Bewohner bzw. des Eigentümers vorzunehmen.

8. Heizungspumpe austauschen

Bewohner denken beim Heizkosten sparen meist nur an die Wärme und wie diese entweichen könnte. Tatsächlich verbraucht eine Heizungsanlage gar nicht mal wenig Strom. Hier ist besonders die Heizungspumpe zu nennen. Daher mag es sich lohnen dieses Bauteil auszutauschen. Dies gilt natürlich nur dann, wenn es schon diverse Jahre hinter sich hat. Denn in diesem Fall ist die Heizungspumpe nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Ein neues Produkt arbeitet effektiver, spart Strom und somit ebenfalls Heizkosten ein.

Alte Geräte arbeiten häufig noch mit 100 Watt. Hier sind Betriebskosten von 100 Euro jährlich schnell erreicht. Neue Pumpen kommen mit zwölf Watt aus. Jetzt reduzieren sich die Ausgaben bereits auf ca. 20 Euro – jeweils mit einem typischen Einfamilienhaus gerechnet.

Achtung! Der Staat selber ist an dieser Art der Optimierung interessiert. Daher fördert er die anfallenden Kosten mit bis zu 20 Prozent!

9. Heizleistung in der Nacht absenken

Es ist auch von einer Nachtabkühlung die Rede. Allerdings sollte die Heizung nicht komplett abgeschaltet werden. Denn in diesem Fall schlägt sich Feuchtigkeit nieder, welcher zu Schimmel führen kann. Eine Nachtabsenkung wird auf eine Temperatur von 15 bis 17 Grad empfohlen. Das hört sich zunächst vermutlich nicht nach einer großartigen Ersparnis an. Doch jedes Grad weniger spart laut einer Faustformel sechs Prozent an Heizkosten ein. Wird beispielsweise von 20 auf 15 Grad abgesenkt, reduzieren sich die Heizungsausgaben in der Nacht um 30 Prozent.

Die Nachtabsenkung kann übrigens schon ca. eine Stunde vor der Zeit des Schlafengehens beginnen. Denn die Temperatur sinkt nicht schlagartig ab.

10. Teppich verwenden

Dieser Tipp gehört zu der kreativeren Sorte. Heutzutage gibt es in vielen Häusern Fliesenböden. Diese sind modern. Doch ein Teppich speichert die Wärme wesentlich besser. Außerdem fühlt er sich an den Füßen warm an. Dies vermindert mitunter die Wärmeabgabe durch den Körper. Und das subjektive Empfinden spielt ebenfalls mit rein. Ein Teppich macht den Raum warm. Allein das Vorhandensein kann dazu führen, dass zwei Grad Celsius weniger bei der Heizleistung akzeptabel ist. Denn genau um diese Wärmeleistung empfinden unsere Füße den Teppich wärmer.

Doch ein Teppich dämmt auch die Wohnung nach unten ab. Darüber hinaus dient er als Wärmespeicher. Damit geht die Raumtemperatur weniger schnell verloren.

Ein Preisvergleich spart Heizkosten

Unabhängig von dem eigenen Haushalt und den Gewohnheiten lassen sich Heizkosten sparen – nämlich beim Einkauf. Nehmen wir nur die klassische Ölheizung. Diese wird mit einem Treibstoff betrieben, der anzuliefern ist. Im Jahr 2017 konnte Heizöl für unter 60 Euro den Liter erworben werden. 2022 ging der Preis in der Spitze bis auf über 200 Euro hinauf. Doch schon das reine Vergleichen unterschiedliche Anbieter kann einen immensen Unterschied machen. Der Unterschied zwischen dem günstigsten (3.743 Euro) und teuersten (4.382 Euro) Anbieter in unserer Region ist gewaltig (Gerechnet mit 3.000 Liter im Mai 2022).

Neben dem Preisvergleich ist auch der Zeitpunkt mitunter entscheidend. Hier gibt es jedoch keine Garantie. Doch während der Sommerferien und bisweilen sogar zwischen Weihnachten und Silvester sind die Preise günstiger. Dies liegt daran, dass die Händler dort sonst mit keiner vernünftigen Auftragslage rechnen können.

Gaspreise vergleichen

Wer mit Gas heizt, der hat zum Öl einen großen Vorteil. Der Brennstoff kommt über eine Leitung und muss nicht vor Ort gelagert werden. Ansonsten sind der Gas- und Ölpreis jedoch aneinandergekoppelt. Steigt der Preis vom Erdöl, so folgt der Gaspreis kurze Zeit später. Damit gibt es jedoch einen tollen Frühindikator, um Heizkosten zu sparen. Denn vor einer bevorstehenden Gaspreiserhöhung könnte noch schnell der Tarif gewechselt werden. Viele Anbieter garantieren in den ersten Monaten einen fixen Preis. Ansonsten ist es aber immer dann sinnvoll, einen Anbieter-Preisvergleich durchzuführen, wenn die aktuelle Vertragsbindung abgelaufen ist. So ist gewährleistet, dass immer der kostengünstigste Tarif greift.

Strompreise vergleichen

Nur in den wenigsten Haushalten gibt es ausschließlich Elektroheizungen – z.B. Infrarotheizungen. Doch auch eine Ölheizung verbraucht Strom. Dazu zählt die Erwärmung des Heizwassers, aber auch des Warmwassers im Haushalt. Die Heizungsanlage ist jeden Tag in Betrieb. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus wird von Kosten in Höhe von bis zu 270 Euro für den Betriebsstrom ausgegangen. Dies gilt jedoch für eine ältere Anlage. Neue Heizungsanlagen und Wärmepumpen kommen jährlich mit 55 Euro aus. Doch egal ob Elektroheizung oder andere Heizkörper – ganz ohne Strom geht es nicht. Daher lassen sich auch über den Strompreisvergleich Heizkosten sparen.

Fazit zum Heizkosten sparen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die Heizausgaben zu senken. Einmal sind Neuerungen oder Modernisierungen am Haus oder in der Wohnung zu nennen. Schneller lassen sich hingegen Gewohnheiten ändern – zum Beispiel in jedem Raum ein bis zwei Grad weniger anpeilen. Allein damit und mit anständigem Lüftungsverhalten kann eine Ersparnis herbeigeführt werden. Sparen lässt sich ebenfalls kostengünstig mit der Dämmung der Heizungsrohre. Auch das Entlüften des Heizkörpers ist schnell gemacht.

FAQ: Fragen und unsere Antworten zum Thema Heizkosten sparen

Wie lassen sich Heizkosten sparen?

Durch eine Absenkung der Temperaturen – beispielsweise von 22 auf 20 Grad Celsius im Wohnzimmer – lassen sich einfach und effektiv Heizkosten sparen. Jedes Grad weniger sorgt für eine Einsparung von sechs Prozent bei den Heizkosten.

Wie kann man Heizkosten vergleichen?

Durch die Anfrage bei unterschiedlichen Anbietern oder mit einem generellen Heizkosten-Preisvergleich lassen sich die Kosten mit den aktuellen Ausgaben abgleichen. Dies gilt jedoch nur für die Heizmittel (z.B. Öl oder Gas). Betriebskosten kommen dann noch oben drauf.

Feda Mecan

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Ich investiere seit mehreren Jahren in internationale Start-ups und habe 2015 OnlineBanken.com gegründet, um ein transparentes und unabhängiges Finanzportal in Deutschland zu etablieren.