Börsenplätze – Welche Handelsplätze gibt es?

thomasbaer
| Anzahl Artikel: 35
Letzte Überarbeitung am 21. Februar 2022
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Wichtiges auf einen Blick

  • Hunderte Börsenplätze rund um den Globus gibt es für den Wertpapierhandel und den Handel weiterer Vermögenswerte. Zu den bedeutenden Handelsplätzen in der Welt gehört neben NYSE und NASDAQ auch die Frankfurter Wertpapierbörse.
  • Xetra (das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse) ist Deutschlands umsatzstärkste Wertpapierbörse und der Referenzmarkt für deutsche Aktien und den ETF-Handel.
  • Tradegate, gettex, Quotrix und Lang & Schwarz Exchange sind elektronische Handelsangebote der Regionalbörsen bzw. außerbörsliche Anbieter für Privatanleger:innen.
  • Tradegate und andere elektronische Handelssysteme haben gegenüber Xetra Vorteile hinsichtlich der Handelsgebühren und Handelskomfort (u.a. längere Handelszeiten, Verzicht auf Teilausführungen).
  • Einige Broker bieten den Handel nur über Computerbörsen oder außerbörslich, dafür bereits je Order ab 0 Euro an.

In den täglichen Börsennachrichten werden Entwicklungen von Börsenindizes der größten Börsenplätze bekanntgegeben und bewertet. Als wichtige Handelsplätze für Aktiengeschäfte stehen Börsen New York, Frankfurt, Tokio und London im Fokus der Finanznachrichten

In Deutschland sind mehrere Börsen tätig, auf denen inländische und auch viele ausländische Aktien günstig gehandelt werden können. Für Anleger:innen sind das im Vergleich mit anderen Ländern geradezu paradiesische Zustände

Weitere Börsenplätze sind dem Handel mit Waren, Devisen, Rohstoffen oder Kryptowährungen vorbehalten. In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns in erster Linie mit Wertpapierbörsen.

Börsenplätze: Definition

Börsenplätze sind allgemein Orte, wo es eine Börse in Form eines Börsengebäudes bzw. als organisierten Markt für den Handel mit zugelassenen Wirtschaftsgütern gibt.

Der Börsenbegriff wird häufig im Kontext mit Wertpapierbörse verwendet. An einer Wertpapierbörse werden auf der Grundlage des Börsengesetzes u.a. Aktien, Anleihen, ETFs oder Finanzderivate gehandelt.

Ein oft synonym gebrauchter Begriff für Börsenplatz ist Handelsplatz, der weiter gefasst ist und Begriffe wie Börsenhandel, elektronische Handelsplattformen und außerbörslichen Handel einschließt. Neben Wertpapierbörsen existieren weitere spezielle Handelsplätze für Optionen, Futures, Devisen, CFDs, Kryptowährungen oder Waren.

Weltweit werden mehrere hundert unterschiedliche Börsenplätze durch private Finanzunternehmen unterhalten. Neben Wertpapierbörsen (Aktienbörsen) gibt es Terminbörsen, Devisenbörsen, Warenbörsen und Kryptobörsen.

Herausragende Bedeutung für den traditionellen Wertpapierhandel weltweit haben etwa 60 Börsenplätze. Die zehn führenden Börsen wickeln börsentäglich Handelsumsätze in Billionen von US-Dollar ab.

In Deutschland sind sieben Aktienbörsen bzw. Präsenzbörsen und Regionalbörsen tätig. Es handelt sich hierbei um die Börsen Frankfurt/Main (zugleich Hauptbörsenplatz), Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Berlin und München. Eine zweite Börsenart stellen Computerbörsen bzw. elektronische Handelssysteme der Börsen wie Xetra, Tradegate, Quotrix und gettex dar. Die Finanzderivatebörse (EUREX) der Börse Frankfurt und die Warenbörse (RMX) der Börse Hannover sind weitere bekannte deutsche Börsenplätze. (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)

Börsenplätze: Interessante Zahlen, Daten & Fakten

Ältester Börsenplatz

Der älteste Börsenplatz ist die Wechselbörse Brügge, die 1409 gegründet wurde. Deutschlands ältester und noch aktiver Börsenplatz ist die 1558 gegründete Hamburger Börse.

Größter Handelsplatz

Größter Handelsplatz der Welt ist die NYSE. An der New Yorker Wertpapierbörse betrug das Handelsvolumen an Wertpapieren im Jahr 2019 rund 15,9 Billionen US-Dollar. Auch der zweitgrößte Handelsplatz befindet sich mit der NASDAQ in den USA. Deutschlands umsatzstärkster Handelsplatz ist die Frankfurter Wertpapierbörse mit den Computerbörsen Xetra und Eurex.

Bekanntester Handelsplatz

NYSE und NASDAQ sind aufgrund ihrer Marktkapitalisierung und Wertpapierumsätze weltweit bekanntesten Handelsplätze. An den Börsen notieren viele der führenden Top-Unternehmen der Welt. Tokio, London, Hongkong und die Frankfurter Börse mit Xetra sind weitere bekannte Börsenstandorte. Lang & Schwarz Exchange ist als Plattform für den außerbörslichen Handel bekannt.

Börsenarten

Die verschiedenen Arten von Börsen unterscheiden sich nach ihren Handelsobjekten in Aktienbörsen (Aktien, ETFs), Rentenmärkte (Anleihen), Warenbörsen (Rohstoffe, Nahrungsmittel), Devisenbörsen (Euro, US-Dollar) und Terminbörsen (Optionen, Futures).

Börsenhandel

Mit Börsenhandel wird der organisierte Handel mit Wertpapieren und weiteren Finanzinstrumenten anderen an Börsen bezeichnet. Gehandelt wird vor allem über elektronische Handelssysteme, wobei der klassische Parketthandel weiterhin existiert.

Börsenhandel in Deutschland findet in den Segmenten amtlicher Handel (mit Standardwerten), geregelter Markt (mit Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen) und Freiverkehr (mit Aktien kleiner Regionalunternehmen, Start-ups und ausländischer Unternehmen) statt.

Börsenplätze: Aktien & ETFs weltweit handeln

Auf der ganzen Welt gibt es hunderte Handelsplätze für den Wertpapierhandel, wobei rund fünf Dutzend Wertpapierbörsen international eine wichtige Rolle spielen. In Börsennachrichten wird über Entwicklungen am Aktienmarkt an den wichtigsten Börsenplätzen der Welt berichtet. An bedeutenden Aktienindizes wie dem Dow Jones, S&P 500 oder DAX lässt sich das Börsengeschehen in einer stark verkürzten Zusammenfassung nachvollziehen.

Börsenentwicklungen an den führenden Handelsplätzen der Welt haben unmittelbar und mittelbar Einfluss auf das Aktienmarktgeschehen rund um den Globus. An der NYSE und NASDAQ werden täglich mehrere Billionen US-Dollar an Wertpapierumsätzen verzeichnet. Von Bedeutung für den internationalen Aktienmarkt sind auch asiatische und europäische Börsen.


10 wichtige internationale Börsenplätze weltweit

BörseGegründet (Jahr)Stadt / LandHandelszeiten OrtszeitHandelszeiten MEZ
NYSE1792New York / USA09:30 Uhr – 16:00 Uhr15.30 Uhr – 22.00 Uhr
NASDAQ1971New York / USA09:30 Uhr – 16:00 Uhr15.30 Uhr – 22.00 Uhr
Japan Exchange Group1878Tokyo / Japan09:00 Uhr – 11:30 Uhr,
12:30 Uhr – 15:00 Uhr
01:00 Uhr – 03:30 Uhr,
04:30 Uhr – 07:00 Uhr
Shanghai Stock Exchange1990Shanghai / China09:30 Uhr – 11:30 Uhr,
13:00 Uhr -15:00 Uhr
02:30 Uhr – 04:30 Uhr,
06:00 Uhr – 08:00 Uhr
Hongkong Stock Exchange1999Hongkong / China09:30 Uhr – 12:00 Uhr,
13:00 Uhr – 16:00 Uhr
02:30 Uhr – 05:00 Uhr,
06:00 Uhr – 09:00 Uhr
Euronext2000Amsterdam / Niederlande 09:00 Uhr – 17:30 Uhr09:00 Uhr – 17:30 Uhr
Shenzen Stock Exchange1999Shenzen / China 09:30 Uhr – 11:30 Uhr,
13:00 Uhr – 15:00 Uhr
02:30 Uhr – 04:30 Uhr,
06:00 Uhr – 08:00 Uhr
London Stock Exchange Group1698London / Großbritannien09:30 Uhr – 11:30 Uhr,
13:00 Uhr – 15:00 Uhr
09:00 Uhr – 17:30 Uhr
Toronto Stock Exchange1878Toronto / Kanada09:30 Uhr -16:00 Uhr15:30 Uhr – 22:00 Uhr
SIX Swiss Stock Exchange1995Zürich / Schweiz06.00 Uhr – 22.00 Uhr06.00 Uhr – 22.00 Uhr

NYSE (New York Stock Exchange) mit Dow Jones Index

Die New York Stock Exchange (NYSE) startete 1792 mit dem Handel von Finanzpapieren. Bekannt ist die Börse unter dem Namen „Wallstreet“. Die Wallstreet in Manhattan / New York ist der Sitz der NYSE. Seit 1896 wird börsentäglich an diesem Börsenplatz der bedeutendste Aktienindex der Welt Dow Jones festgestellt. Börsenbeginn ist um 9:30 Uhr Ortszeit / 15:30 Uhr MEZ.

Mit einem täglichen Handelsvolumen von mehreren Billionen US-Dollar ist sie die umsatzstärkste Börse der USA und in der Welt. An der New York Stock Exchange (Börsenkürzel: XNYS / NYSE) notieren drei deutsche Unternehmen: SAP, Deutsche Bank und Fresenius Medical Care.

NASDAQ Technologiebörse mit Nasdaq Composite Index

Die NASDAQ-Börse (Börsenkürzel: NASDAQ / NDAQ) ist die weltweit führende Technologiebörse und die zweitgrößte Börse der Welt. Das tägliche Handelsvolumen des im Jahre 1971 gegründeten ersten elektronischen Wertpapierhandelsplatz erreicht bis zu 5 Billionen US-Dollar. Gemessen an der Anzahl der NASDAQ-Unternehmen ist sie die größte Börse in den USA. An der Technologiebörse sind rund 50 Prozent aller US-Aktienunternehmen gelistet.

Der wichtigste Aktienindex ist der NASDAQ Composite, der mehr als 3.000 Unternehmen umfasst. Der NASDAQ-100 führt die 100 Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung auf diesem. Zu den an der NASDAQ gelisteten deutschen Unternehmen gehören Biotech-Unternehmen wie BioNTech und Curevac.

Japan Exchange Group mit Nikkei 225 Index

Die Börse Tokio begann ihre Tätigkeit im Mai 1878. Während und nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu Umstrukturierungen, Börsenschließung und Neugründung nach der Erneuerung des Börsengesetzes 1948. 2013 fusionierten die Tokyo Stock Exchange und die Osaka Stock Exchange. Es entstand mit der Japan Exchange Group (Börsenkürzel: XJPX / JPX) der weltweit drittgrößte Handelsplatz, an dem mehr als 2.200 inländische und weitere ausländische Aktienunternehmen geführt werden. Der bekannteste Börsenindex ist der Nikkei 225,

Shanghai Stock Exchange: Chinas Börse für Erstnotierungen

Die Börse Shanghai ist der wichtigste Handelsplatz von Wertpapieren auf dem chinesischen Festland. Der Wertpapierhandel in China begann in Shanghai bereits 1860. Unter Mao Tse-Tong waren Börsengeschäfte verboten. Die Shanghai Stock Exchange (Börsenkürzel: XSHG / SSE) wurde im Jahr 1990 gegründet.

Shanghai A Shares Aktien notieren in der Währung Chinas. Die im Shanghai B Shares gelisteten Aktien werden auf Basis von Auslandswährungen gehandelt und sind ausländischen Investoren zugänglich. Wichtige Börsenindizes sind Shanghai Composite Index, Shanghai Stock Exchange 50 Index und Shanghai Stock Exchange 180 Index.

Hongkong Stock Exchange: HSI-Index mit Aktien Festlandchinas

Die Hong Kong Stock Exchange (Börsenkürzel: XHKG / HKEX) wurde 1999 in der heutigen Form nach einem Zusammenschluss mehrerer Börsenunternehmen gegründet. Heute stellt Honkong den drittwichtigsten Handelsplatz in Asien dar.

Im Hang Sen Börsenindex sind die 50 größten chinesischen Aktienunternehmen Hongkongs und Festlandchinas gelistet. Seit 2020 gehören Alibaba und Xiaomi dem HSI 50 Index an.

Euronext: Führende Mehrländerbörse in Europa

Die Euronext (Börsenkürzel: XAMS / Euronext) wurde 2000 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Amsterdam. Die sogenannte “Mehrländerbörse” betreibt weitere Handelsplätze in Paris, Brüssel und Lissabon. Gemessen am Umsatz stellt die Euronext den wichtigsten Handelsplatz Europas dar.

Betrieben wir die Mehrländerbörse durch Euronext N.V., das mit eigenen Aktien börsennotiert ist. Zu Bekannte Indizes und Indexlösungen sind u.a. AEX, CAC40, PSI20, BEL 20). Der wichtigste Euronext-Börsenindex ist der Euronext 100. Der Index umfasst die 100 größten Unternehmen der Euronext- Handelsplätze.

Shenzen Stock Exchange: Die Börse chinesischer Privatanleger:innen

Die Shenzhen Stock Exchange (Börsenkürzel: XSHE / SZSE) wurde 1990 gegründet und ist Chinas Finanzmarkt am Technologiestandort und der Sonderwirtschaftszone Shenzen. Mit der Börse Peking gibt es nach Shanghai einen dritten Börsenplatz in Festlandchina.

Bereits 2014 notierten an der Shenzen Börse mehr als 1.580 Unternehmen. Mittlerweile sind mehr als 2.000 Aktien die an der Börse gelistet sind. Der Hauptindex ist der SSE.

Die Börse ist Handelsplatz für Aktien kleinerer und aufstrebender Unternehmen und wird mehrheitlich von Privatanleger:innen genutzt. Mit dem ChiNext Market gibt es seit 2009 ein mit der US-Technologiebörse ähnliches Börsensegment.

London Stock Exchange: Umsatzstarker Handelsplatz mit Tradition

Die London Stock Exchange (Börsenkürzel: XLON / LSE) gehört zu den ältesten europäischen Börsen (Gründung 1698. Bezogen auf den Umsatz rangiert lediglich die Euronext (Zusammenschluss von mehreren Börsen) vor dem Londoner Finanzplatz.

Die London Stock Exchange verfügt mit SETS über ein dem deutschen XETRA ähnlichem elektronischem Handelssystem. Der FTSE 100 Index ist der wichtigste London Stock Exchange Aktienindex. Im Index werden 100 größten und umsatzstärksten der LSE-Börsenunternehmen abgebildet.

Toronto Stock Exchange: Nordamerikas Börse Nummer 3

Die Toronto Stock Exchange (Börsenkürzel: XTSE / TSX) ist ein Angebot der kanadischen TMX Group. Zum Unternehmensportfolio gehören die TSX Venture Exchange /elektronischer Handelsplatz), die Montreal Exchange und die Gasbörse (Natural Gas Exchange). Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Optionsscheinhandel. Die Toronto Stock Exchange ist die führende kanadische Börse und der drittgrößte Börsenplatz in Nordamerika.

Swiss Stock Exchange: Gefragter umsatzstarker Handelsplatz

Die Schweizer Börse SIX (vormals SWX Swiss Exchange) ist der führende Marktplatz für Finanzprodukte in der Schweiz. Die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange verzeichnete 2020 ein Handelsvolumen mit Aktien im Volumen von etwa 1,2 Billionen US-Dollar.

Entstanden ist die SIX als Folge eines Zusammenschlusses der Börsen Basel, Genf und Basel im Jahr 1995. Betreiber der Schweizer Börse ist die SIX Group, zu der seit 2021 auch die Madrider Börse BME gehört. Der Swiss Market Index (SMI) ist der wichtigste Aktienindex der SIX Swiss Exchange. Die Schweizer Börse ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SIX Group.

Hinweis

Aktien und andere Wertpapiere kannst du fast rund um die Uhr an Börsentagen weltweit handeln. Voraussetzung ist ein direkter Zugang zu den internationalen Börsenplätzen bei einem Anbieter vor Ort oder durch einen Broker. Aktien- oder ETF-Orders kannst du jederzeit ausgeben. Ausgeführt werden sie als Marktorder zu den regulären Handelszeiten an den jeweils beauftragten Börsenplätzen.

Börsenhandel in Deutschland: Börsenplätze & elektronische Handelsplattformen

Deutschland bietet Anleger:innen mit seinen zahlreichen Börsen und elektronischen Handelssystemen sowie Zugängen zu Börsenplätzen weltweit, umfangreiche und vielfältige Handelsmöglichkeiten wie kaum ein anderes Land weltweit.

BörseGegründet (Jahr)BörsensitzHandelszeiten (Ortszeit / MEZ)*
XETRA1997Frankfurt/Main09:00 Uhr – 17:30 Uhr
Börse Frankfurt1585Frankfurt/Main08:00 Uhr – 20:00 Uhr
Hannover1785Hannover08:00 Uhr – 20:00 Uhr
Hamburg1558Hamburg08:00 Uhr – 20:00 Uhr
Berlin1685Berlin08.00 Uhr – 22.00 Uhr
Düsseldorf1553Düsseldorf08:00 Uhr – 20:00 Uhr
Stuttgart1861Stuttgart08.00 Uhr – 22.00 Uhr
München1830München08:00 Uhr – 20:00 Uhr
Tradegate2009Berlin08.00 Uhr – 22.00 Uhr
Eurex1998Frankfurt/Main07:30 Uhr – 22:00 Uhr
gettex2015München08.00 Uhr – 22.00 Uhr
Quotrix2001Düsseldorf08.00 Uhr – 22.00 Uhr
LS Exchange2016Hamburg07:30 Uhr – 23:00 Uhr

*Handelszeiten der wichtigsten deutschen Börsenplätze (inkl. Computerbörsen): In ihrem Depot-Banking können Anleger:innen rund um die Uhr Aufträge einstellen. Die Ausführung der Aufträge erfolgt während der Börsenzeiten von Montag bis Freitag (meist 08:00 bis 20:00 Uhr), sofern der Titel an der gewünschten Börse zum Handel freigegeben ist. Je nach Handelsprodukt unterscheiden sich Handelszeiten.

Börse Frankfurt: Deutschlands führender Aktienmarktplatz

Die Börse Frankfurt (seit 1585) ist eine Angebot der Frankfurter Wertpapierbörse, die die elektronischen Handelssysteme Xetra (Aktien, ETFs, Anleihen) und Eurex (Optionen und Futures) betreibt.

Die Börse Frankfurt und die Xetra-Plattform sind Deutschlands führende Börsenplätze bezogen auf die Handelsumsätze. Mit ihrem Handelsangebot richtet sich die Börse Frankfurt an Privatanleger:innen; Xetra vor allen an professionelle Händler:innen.

Seit 2011 findet an der bis dato Parkettbörse der Spezialistenhandel statt. Das bedeutet, dass die Preisbildung der Aktien durch Spezialisten überwacht wird. Damit wird die sofortige Ausführung von Kundenaufträgen zu marktgerechten Preisen gewährleistet.

Berliner Börse: Spezialisiert auf Auslandsaktien und Anleihen

Die Berliner Börse (seit 1685) besitzt nicht die Wichtigkeit der Börsen Frankfurt und Stuttgart für den deutschen Finanzmarkt. Sie betreibt zwei Marktplätze: Traditioneller Handel auf Xontro (Parkettbörsen-Handelssystem) und die Handelsplattform Equiduct (ETS).

Bekannt ist die Berliner Börse für das umfangreiche Angebot an Auslandsaktien (rund 15.000 Aktien aus 83 Ländern), festverzinslichen Wertpapieren und Indexfonds. Die Berliner Börse ist seit 2019 im Besitz der Tradegate Exchange.

Hannover, Hamburg & Düsseldorf: Drei Börsen unter einem Dach

Die Börsen Hannover, Hamburg und Düsseldorf sind unter dem Dach der BÖAG Börsen AG tätig. Die Börsen Hamburg und Hannover waren 1999 die Gründer der Trägergemeinschaft. Die Börse Düsseldorf kam 2017 dazu. Die drei Börsen Hannover, Hamburg und Düsseldorf führen weiterhin eigenständig Handelsgeschäfte durch.

Börse Hamburg (seit 1558): Sie vereint unter ihrem Dach Allgemeine Börse, Wertpapierbörse, Getreidebörse und Versicherungsbörse. Der Börsenplatz Hamburg ist Betreiber des elektronischen Handelssystems L&S Exchange und einer Fondsbörse (Handel mit klassischen Fonds).

Börse Hannover (seit 1785): Der Börsenplatz Hannover bietet den Handel von deutschen und US-Aktien auf Basis eines privatkundenorientierten Preismodells gehandelt. Der sonstige Wertpapierhandel wird mit Bestpreis-Garantie abgewickelt. Der Fondsservice umfasst rund 1.000 Fonds.

Börse Düsseldorf (seit 1553): Sie ist ein Handelsplatz für kleinere und mittelgroße Unternehmen, die in einem eignen Segment Primärmarkt geführt werden. Die Börse ist Betreiber der Computerbörse Quotrix. Zum Handelsangebot gehören DAX-Werte zu Xetra-Preisen und der Fondshandel ohne Ausgabeaufschlag.

Börse Stuttgart: Börsenplatz für Privatanleger:innen

Die Börse Stuttgart (seit 1861) ist Deutschlands führende Parkettbörse, an der 50 Handelsspezialisten Kundenaufträge verarbeiten. Hinsichtlich Handelsumsätze ist sie die Nummer drei nach der Frankfurter Wertpapierbörse und Tradegate Exchange.

Marktführer ist die Börse Stuttgart hierzulande mit Unternehmensanleihen und in Europa mit verbrieften Derivaten. Im Börsensegment Euwax werden rund 1,9 Millionen Wertpapiere geführt.

Für eine Vielzahl von Aktien ( u.a. DAX- oder MDAX-Aktien) sowie weiteren ETFs entspricht der Kauf- und Verkaufspreis dem Xetra-Kurs. Neben Aktien, ETFs und Hebelprodukten können über die BISON-App Kryptowährungen gehandelt werden.

Börse München: Mit mittelständischen Börsensegment M:access

Die Börse München (seit 1830) stellt Anleger:innen rund 30.000 Wertpapiere (Aktien, Renten, ETFs und Fonds) zum Handel bereit. An der Regionalbörse wird der Handel von Spezialisten überwacht und die notwendige Liquidität zum Kaufen und Verkaufen der Wertpapiere gewährleistet.

Als Referenzmarkt gilt jeweils die umsatzstärkste Börse. Für viele US-Aktien ist das NYSE oder NASDAQ. Als Markenzeichen des Börsenplatzes München gelten das mittelständische Börsensegment M:access und die elektronische Handelsplattform gettex.

Xetra: Das Computersystem der Börse Frankfurt

Xetra (seit 1997) ist ein Angebot der Frankfurter Wertpapierbörse und die Nummer eins unter den deutschen Börsenplätzen. Nach eigenen Angaben werden über diese elektronische Handelsplattform 90 Prozent der Umsätze mit Aktien und rund 30 Prozent des europäischen ETF-Handels abgewickelt.

Ein Grund ist, dass Xetra von institutionellen Anleger*innen stark genutzt wird. Xetra ist bekannt für hohe Handelsvolumen. Xetra gilt als Referenzmarkt für den Börsenhandel von deutschen Aktien und ETFs (börsengehandelten Indexfonds).

Hohe Plattformumsätze bedeuten, dass alle Papiere jederzeit handelbar sind. Auch bei weniger häufig gehandelten Aktien sorgt die einzelne Order nicht für große Kursspannen. Das Handelssortiment auf Xetra umfasst mehr als 3.300 Wertpapiere 1.100 Aktien (Inland, Ausland) sowie über 1.700 ETFs & ETPs. Über den Xetra-Handelsplatz kannst du börsentäglich Geld in Gold anlegen und Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) kaufen und verkaufen.

Tradegate: Wertpapierhandel zu außerbörslichen Konditionen

Die Tradegate Exchange (seit 2009) ist eine Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin und ein Handelsangebot für Privatanleger:innen. Der Börsenplatz ist als „elektronisches, orderbuchbasiertes Handelssystem“ tätig, wobei die Preisermittlung in allen Wertpapiergattungen von Spezialisten unterstützt wird.

Kunden handeln an der Tradegate Exchange rund 10.000 Wertpapiere ohne zusätzlichen Börsengebühren. Je nach Broker können bestimmte börsenplatzabhängige Gebühren anfallen. Einige Broker verzichten komplett auf Ordergebühren.

Gettex: Börsenkurse in Kooperation mit Baader Bank

Gettex (seit 2015) ist das elektronische Handelssystem der Börse München, dessen Handelsumfang mit 26.000 Wertpapieren dem der Präsenzbörse nahe kommt. Anleger:innen werden im Handel über gettex keine börsliche Kosten in Rechnung gestellt.

Das Computersystem ermöglicht schnelle und marktgerechte Ausführungen der Transaktionen. Die Baader Bank bildet bei diesem Market Maker Modell die Gegenpartei, was jederzeit ausreichend Liquidität gewährleistet und optimale Ausführungen garantiert.

Quotrix: Wertpapierhandel mit Referenzmarktgarantie

Quotrix (seit 2001) ist das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf. Bei der Computerbörse handelt es sich um ein vollüberwachtes Börsensystem (mit Orderbuch und als Market-Maker) für den Handel von tausenden Aktien (Inland, Ausland), Anleihen (Euro, Fremdwährungen), ETFs und Investmentfonds. Auch Zertifikate auf Kryptowährungen umfasst das Handelsportfolio.

Anleger:innen entstehen bei deren Nutzung keine börslichen Kosten. Die Börse gewährleistet eine Referenzmarktgarantie gewährleistet. Das heißt, das Quotrix-Kurse mindestens so gut Xetra-Kurse zu den regulären Öffnungszeiten sind.

LS Exchange: Handelsplatz für börsliche und außerbörsliche Handel

Die Börse LS Exchange (seit 2016) ist ein elektronisches Handelssystem der Börse Hamburg und Angebot der Lang & Schwarz AG mit Sitz in Düsseldorf. Das Finanzunternehmen vereint unter einem Dach: Börslicher / außerbörslicher Handel mit Aktien, Handel von Hebelprodukten, Emittieren sowie Brokergeschäft.

Lang & Schwarz ist bekannt für seine Angebote zum außerbörslichen Handel. Der Handelsplatz gehört zu den wenigen Anbietern, auf denen der Wochenendhandel mit Aktien und ETFs möglich ist. Beim Handel über die LS Exchange fallen keine zusätzlichen Börsengebühren an.

Einen Großteil seines Bekanntheitsgrades verdankt die LS Exchange der Zusammenarbeit mit der Broker App Trade Republic, wo Händer:innen von einer kostengünstigen Transaktionsausführung profitieren.

Bester Börsenplatz: Umsatz, Handelsangebot & Kosten

Der beste Börsenplatz ist umsatzstark, verfügt über ein umfangreiches Handelsangebot und bietet seine Services zu günstigen Kosten an.

  • Top-Umsatz: Xetra, Börse Stuttgart, Tradegate Exchange und Quotrix empfehlen sich aufgrund hoher Handelsumsätze. Ein hohes Handelsvolumen verspricht gute Ausführungsqualität.
  • Bestes Handelsangebot: Xetra, Börse Frankfurt, Börse Stuttgart und gettex sind eine Empfehlung aufgrund des umfangreichen Handelsangebots. Eine hohe Anzahl an Wertpapieren ermöglicht Anleger:innen eine gute Auswahl.
  • Günstige Kosten: Eine Empfehlung aus Kostengründen sind elektronische Handelsplattformen wie Xetra, Tradegate Exchange, gettex, Quotrix und Lang & Schwarz Exchange. Mehr Rendite versprechen Orders ohne bzw. geringe Transaktionsentgelte oder Maklercourtagen.

Bester Handelsplatz für ETFs: Xetra oder Tradegate?

Xetra und Tradegate haben Vorteile und Nachteile. Xetra ist Deutschlands umsatzstärkster Handelsplatz und die Referenzbörse für andere Regionalbörsen und Computerbörsen.

Elektronische Handelssysteme der Regionalbörsen wie Tradegate Exchange oder Quotrix haben gewisse Vorteile gegenüber Xetra. Händler:innen profitieren von geringeren Börsengebühren und höherem Handelskomfort (u.a. verlängerte Handelszeiten, Echtpreis-Info, keine Teilausführungen).

Welcher Handelsplatz eignet sich für eine ETF-Order am besten? Eine absolute Antwort lässt sich nicht geben.

  • Xetra empfiehlt sich für ETF-Order, weil es sich hierbei um einen der großen Börsenplätze für ETFs handelt. Der Xetra ist in Europa mit einem Angebot von 1.500 ETFs als ETF-Handelsplatz führend Anleger:innen profitieren von der riesigen Liquidität und bester Ausführungsqualität.
  • Elektronische Handelssysteme der Regionalbörsen und außerbörsliche Handel wären eine Alternative. Gehandelt wird gegen den Market Maker oder dritten Marktteilnehmern. Es fallen keine Transaktionsentgelte der Börsen an. Anleger:innen müssen die gestellten Kurse und Spreads im Auge behalten.
Hinweis

Ähnlich fallen die Antworten in Bezug auf die Aktien-Order aus. Bevorzuge als Anfänger:in Standardwerte aus dem DAX oder MDAX gegenüber Spezialwerten. Bei DAX- und MDAX-Werten ist am Markt ausreichend Liquidität vorhanden. Kaufe nur Aktien von Unternehmen, die Dividenden ausschütten. Dividendenlose Aktien sind häufig mit höherem Risiko versehen, was sie zu einem sehr spekulativen Investment macht.#

So gehst du bei Wahl des passenden Börsenplatzes vor

Bei jedem Broker steht dir ein bestimmtes Handelsangebot an verschiedenen Wertpapieren und weiteren derivativen Finanzinstrumenten zur Verfügung. Aktien, Anleihen, ETFs, Fonds, Optionen und Futures kannst du weltweit auf Börsen handeln.

Fast alle international relevanten Aktien und ETFs sind über deutsche Börsen wie Xetra oder Tradegate erhältlich. Bei deinem Broker kannst du dir einen ETF-Sparplan einrichten.

Wie bereits erwähnt konkurrieren die Börsenplätze untereinander, wobei sich einige auf bestimmte Finanzinstrumente spezialisieren oder den Wertpapierhandel provisionsfrei ermöglichen. Handeln kannst du bei bzw. über:

  • Börse Frankfurt: Aktien, ETFs, Optionsscheine, Zertifikate,
  • Xetra: Aktien, ETFs, Optionsscheine, Zertifikate,
  • Eurex: Zins-, Aktienindex-, Aktien-, FX-, Dividenden-, Rohstoffderivate,
  • Börse Stuttgart: Aktien, Anleihen, ETFs, Optionsscheine, Zertifikate,
  • Börse Berlin: Anleihen, Fonds, Auslandsaktien,
  • Tradegate: Aktien, ETFs, Anleihen und Investmentfonds,
  • Quotrix: Aktien, Anleihen, ETFs, Fonds
  • Lang & Schwarz Exchange: Aktien, ETFs & Derivate (außerbörslicher Handel).
Hinweis

Die elektronischen Handelssysteme Tradegate, gettex oder Quotrix sind eine Empfehlung für kostenbewusste Händler:innen, da hier keine Börsengebühren anfallen und dank des Handelsvolumens geringe Kursspannen auftreten. Bei speziellen Wünschen wie Schweizer Aktien oder US-ETFs benötigst du einen Anbieter mit entsprechendem Börsenzugang (u.a. LYNX). Handelsmöglichkeiten findest du alternativ auch auf einer außerbörslichen Handelsplattform (u.a. Lang & Schwarz).

Wie Börsenplätze funktionieren

Jetzt bist du über weltweit und deutschlandweit wichtige Börsenplätze informiert. Wie die Börse funktioniert, solltest du natürlich auch wissen. Wir haben in einem Ratgeber die Grundlagen der Börse im Detail ausgeführt.

Angebot und Nachfrage bilden die Basis für den Börsenhandel und sind entscheidend für die Preisbildung beim Aktien kaufen und verkaufen. Privatanleger:innen stellen einen Teil der Marktteilnehmer dar. An den Börsen sind institutionelle Großanleger, ETF-Gesellschaften, Unternehmen oder Digitale Vermögensverwalter (Robo Advisor) aktiv. Steigende Nachfrage nach einer Aktie kann das Ansteigen des Kurses bewirken. Der Börsenkurs kann bei vielen oder großen Verkaufsorders fallen.

Aktienkurse für das gleiche Wertpapier können sich an unterschiedlichen Börsenplätzen stark voneinander unterscheiden. Während der regulären Handelszeiten der Heimatbörse und oftmals nach Börsenöffnung bzw. vor Börsenschließung, ist der Handel mit der betreffenden Aktie am intensivsten. Die vom Börsenbetreiber in dieser Zeit gestellten Kurse bilden das Marktgeschehen am ehesten ab. Das gilt auch für die Kurse beim Handel auf einer außerbörslichen Handelsplattform.

Hinweis

Für die optimale Ausführung von Aktienaufträgen an der Börse ist es angebracht, mit Limit Stop bzw. Stoppkursen zu arbeiten. Besonders im außerbörslichen Handel sollten Kauf- und Verkaufs-Orders gut abgesichert erteilt werden. Die Börsenkurse unterliegen Schwankungen. Es lässt sich nicht vorhersagen, wann und wo sie am günstigsten sind.

Fazit: Die richtigen Börsenplätze für mehr Rendite im Handel mit Aktien

Die Auswahlmöglichkeiten an Börsenplätzen in Deutschland ist groß. Anleger:innen profitieren von der Konkurrenz unter den Börsen, die zum einen Spezialisierungen und zum anderen günstige Handelsgebühren hervorgebracht hat.

Mit den verschiedenen Arten von Börsenplätzen wie Aktienbörse Xetra, Derivatebörse Stuttgart oder Auslandsaktienbörse Berlin steht ein zum Asset passender Handelsplatz zur Verfügung.

Ob er als bester Börsenplatz kommt, hängt von weiteren Fragen wie Handelsumsatz, Umfang des Handelsangebots und Handelskonditionen ab.

Computerhandelsysteme wie Xetra oder Tradegate machen es möglich, dass du neben deutschen Aktien die wichtigsten ausländischen Titel sowie ETFs direkt und kostengünstig bei deinem Broker handeln kannst. Du musst nicht an eine teure Auslandsbörse ausweichen.

FAQ: Typische Fragen und unsere Antworten rund um Börsenplätze

Kann ich ein Wertpapier an einer Börse kaufen und an einer anderen verkaufen?

Ja, das ist unter Voraussetzungen grundsätzlich möglich. Dazu muss der Handelsplatz das von dir zum Verkauf vorgesehene Wertpapier für den Handel anbieten. Notwendig ist außerdem, dass der Broker einen entsprechenden Zugang zum Handelsplatz bereitstellt. Du kannst auch in deinem Besitz befindliche börsennotierte Aktien oder ETFs im außerbörslichen Handel verkaufen und umgekehrt. Du hast freie Wahl hinsichtlich des Handelsplatzes börsennotierter Wertpapiere. Aktien übertragen wäre eine Alternative, wenn dein bisheriger Broker keinen Zugang zu einem gewünschten Handelsplatz bereitstellt.

Wie sehe ich, ob meine Order zum Handel an eine Börse weitergeleitet wurde?

Ob deine Order zum Handel an eine gewünschte Börse wie XETRA, Frankfurter Börse oder Tradegate weitergeleitet wurde, erfährst du über dem Konto- und Depotzugang beim Broker. Dort kannst du dir alle Aufträge anzeigen lassen.
Etwaige Orderzusätze bezogen auf den Preis, Zeitpunkt und Ausführungsart entscheiden, wie dein Auftrag ausgeführt wird. Sobald das Geschäft zustande gekommen ist, werden entsprechende Wertpapiere in dein Depot gebucht und der Kaufpreis eingezogen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Börse und einem außerbörslichen Handelsplatz?

Der Handel mit börsennotierten Wertpapieren erfolgt nicht über eine Börse. Aktien, Anleihen & ETFs kannst du über einen außerbörslichen Handelsplatz kaufen und verkaufen. Während der Handel über die Börse durch Wertpapiergesetze und Finanzbehörden eine Regulierung und Kontrolle erfährt, findet der außerbörsliche Handel zwischen den Marktteilnehmern statt.
Der außerbörslicher Handel (kurz OTC-Handel) bietet den Vorteil niedrigere Gebühren, da Börsenplatzentgelte wegfallen. Eine vergleichbar strenge Kontrolle wie an der regulierten Börsen gibt es nicht.

Was ist der beste Börsenplatz?

Der beste Börsenplatz bietet fairen, schnellen und effizienten Wertpapierhandel an. Diesen empfiehlt im Prinzip jeder Depotanbieter seinen Kund:innen zum Handel. Mitunter stehen bis zu 30 inländische und ausländische Börsen zur Auswahl. Bei anderen Brokern wie Trade Republic hat man keine Wahl. Hier wird lediglich ein inländischer Handelsplatz (elektronische Börse Lang & Schwarz Exchange) bereitgestellt.
Xetra ist für deutsche Aktien eine gute Wahl. Die Berliner Börse ist beim Handel mit Auslandsaktien führend. Für deutsche Nebenwerte und Auslands-Exoten empfehlen sich die jeweiligen Heimatbörsen. Durch den Vergleich der Handelsplätze ließe sich aktuell der beste Preis ausfindig machen, was allenfalls eine Momentaufnahmen darstellt. Der beste Börsenplatz verliert an Wert, wenn die Ordergebühren (inkl. Börsenplatzentgelt) teuer sind.

An welchen Börsenplätzen wird die Tesla-Aktie gehandelt?

Die TESLA-Aktie wird hauptsächlich an der Heimatbörse und US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Xetra, Londoner Stock Exchange und Börse Frankfurt sind weitere Handelsplätze mit nennenswerten Umsätzen. Tesla-Aktien sind auch über die Börse Berlin, Börse Stuttgart, Tradegate oder gettex sowie außerbörslich bei Lang & Schwarz erhältlich.

Thomas Bär

Veröffentlicht von

Als studierter Ökonom habe ich mich jahrelang in erster Linie mit betriebswirtschaftlichen Problemen befasst. Seit mehr als zehn Jahren sehe ich meine Berufung darin, Wissen und Erfahrungen rund um private Finanzen aufzubereiten und in Ratgeberform zu vermitteln.