Geldanlage

thomasbaer
| Anzahl Artikel: 57
Letzte Überarbeitung am 27. Juli 2022
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Geldanlage ist kein einfaches Thema. Es gibt viele Möglichkeiten von Festgeld über Aktien bis Immobilien, die unterschiedliche Chancen und Risiken bieten. In unserem Ratgeber möchten wir dir die verschiedenen Formen der Geldanlage mit ihren Besonderheiten näher bringen. Unsere Tipps sollen dir helfen, die für dich passende Geldanlage zu finden und eigenverantwortlich Anlageentscheidungen zu treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sparen, langfristig anlegen oder spekulieren – für jede Strategie gibt es passende Anlageprodukte.
  • Geldwerte dienen der Sicherung der alltäglichen Lebensführung, mit Sachwerten lässt sich langfristig Vermögensaufbau betreiben und der Geldentwertung entgegnen.
  • Bei der Geldanlage können einzelne Prioritäten Flexibilität, Sicherheit oder Rentabilität sein. Auch eine Kombination oder alles in einem sind möglich.
  • Geld richtig anzulegen verlangt sich vorab über die eigenen Ziele im Klaren zu werden, die Risikobereitschaft festzulegen und bei mehreren Anlageprodukten auf die Risikostreuung zu achten.
  • Eine breite Risikostreuung und niedrige Kosten sind die beiden wichtigsten Erfolgsgaranten einer jeden Geldanlage.

Disclaimer: Bei den nachfolgend aufgeführten Informationen handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Sie dienen lediglich zu Informationszwecken und geben keine Auskunft über zukünftige Entwicklungen oder Renditen. Daher übernimmt Onlinebanken.com keinerlei Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen.

Was ist eine Geldanlage?

Bei einer Geldanlage handelt es sich um eine Art von Investition, deren Ziel das Erreichen eines Wertzuwachses in einem bestimmten Zeitraum ist. Der Wertzuwachs kann beispielsweise durch Zinserträge, Dividenden oder Kursgewinne entstehen. Unter dem Begriff Geldanlage fallen Sparen, langfristige Kapitalanlage und Spekulation.

Bei Geldanlageprodukten wird in Geldwerte und Sachwerte unterschieden. Geldanlagen als Geldwerte beruhen auf unseren Papierwährungen. Darunter fallen u.a. Bargeld, Festgeld, Sparbücher, Bausparverträge, Kapitalbildende Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Sachwerte sind in physischer Form existierende Anlagegegenstände wie Aktien, Gold, Immobilien, ETFs, Investmentfonds, Rohstoffe, Oldtimer, Kunst, Diamanten oder Schiffsbeteiligungen.

Geldanlageprodukte beschränken sich nicht allein auf materielle Güter, denn Geld anlegen funktioniert auch mit Dienstleistungen, Patenten, Rechten, Software oder Kryptowährungen. Die unterschiedlichen Optionen werden in Anlageklassen zusammengefasst.

Es gibt eine Vielzahl verschiedene Finanzprodukten, die unterschiedliche Anlageziele repräsentieren. Ein Girokonto brauchst du, um deine im Alltag regelmäßig auftretenden Einnahmen und Ausgaben zu verwalten. Zum Geld sparen oder anlegen ist ein Girokonto nicht das geeignete Finanzprodukt. Geld, welches nach Abzug aller Ausgaben weitgehend zur freien Verfügung steht, solltest du auf für dich passende Anlageprodukte verschiedener Anlageklassen verteilen.

Klassische Geldanlageprodukte, Wertpapiere & Immobilien

Investieren solltest du ausschließlich in Anlageprodukte, die du verstehst. Klassische Geldanlageprodukte sind Banksparbuch und Tagesgeldkonto. Der Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit des Geldes im Bedarfsfall. Dafür fallen die Zinserträge für die Einlagen eher niedrig aus.

Eine höhere Verzinsung bei längerem Anlagezeitraum bieten Sparbriefe und Festgeldanlagen. Höhere Renditen lassen sich mit Wertpapieren wie Aktien und Anleihen erwirtschaften. Bessere Ertragsaussichten sind im Allgemeinen mit einem höheren Kapitalverlustrisiko verbunden.

Unterschiedliche Risiken von Wertpapieren

Die Risiken von Wertpapieren sind sehr unterschiedlich und hängen von der Art, dem Typ und Wertpapierherausgeber ab.

Zu den Wertpapieren gehören auch ETFs (börsengehandelte Fonds) und Investmentfonds (aktiv gemanagte Fonds). Die jeweilige Fondsgesellschaft investiert die Anlegergelder auf der Basis eines Referenzindizes in Aktien oder nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedene Anlageklassen.

Zu den sehr spekulativen Wertpapieren gehören Hebelprodukte wie Optionsscheine, Futures, Swaps und viele Zertifikate. Sie bieten hohe Gewinnchancen, denn ein erhebliches Verlustrisiko gegenübersteht, welches bis zum Totalverlust reicht. Diese Finanzinstrumente eignen sich nur für erfahrene Anleger:innen.

Hinweis

Börseneinsteiger:innen sollten sich zunächst auf Aktien kaufen und verkaufen fokussieren. Auch ETFs und Investmentfonds sind eine gute Alternative, da sie meist sparplanfähig und mit kleinen Sparraten auch für Kleinanleger:innen geeignet sind.

So legst du dein Geld richtig an

Eine solide Geldanlage auf die Beine zu stellen, ist nicht kompliziert, wenn einige wichtige Grundsätze beachtet werden.

1. Persönliche Ziele vor Geldanlage bestimmen

Vor Beginn der Geldanlage solltest du dir über deine Lebenssituation und persönlichen Ziele im Klaren werden. Wenn du die Ziele genau für dich definierst, wirst du passenden Anlageprodukte finden, egal ob als Sparer:in, Anleger:in oder Spekulant:in.

Du musst Prioritäten setzen und deine Risikobereitschaft festlegen: hohe Sicherheit, große Rendite oder jederzeitige Verfügbarkeit. Das magische Dreieck bzw. die wesentlichen Anlageziele einer Geldanlage verdeutlichen die Abhängigkeiten dieser drei Ziele. Bist du auf Rendite aus, dann musst du Abstriche bei Sicherheit und Verfügbarkeit machen.

Ist die Bereitschaft zum Risiko vorhanden, muss die Lebenssituation ein höheres Risiko hergeben. Wer mithilfe der Anlageerträge seinen Lebensunterhalt zu bestreiten gedenkt, könnte bei größeren Wertschwankungen einen Ertragsausfall erleiden. Erst bei einem größeren Vermögen spielen Schwankungen keine wesentliche Rolle mehr.

2. Schuldenfreiheit ist Basis für den Start der Geldanlage

Vor dem Start der Geldanlage musst du dich von allen finanziellen Schulden beispielsweise aufgrund von Ratenkredit, Dispokredit oder Immobiliendarlehen frei machen. Die zu zahlenden Zinsen belasten dein Vermögen. Ein häufig in Anspruch genommener Dispositionskredit ist bei Zinssätzen im zweistelligen Bereich von 10 Prozent und höher teuer. Ein dauerhaft eingeräumter Rahmenkredit kostet um die 6 Prozent und würde die günstigere Lösung sein.

3. Halte Liquidität auf einem gesonderten Konto

Bist du alle deine Schulden los geworden, kannst du das Thema Geld anlegen intensiv angehen. Damit dich ein plötzlicher finanzieller Engpass nicht in die Dispofalle treibt, solltest du liquide Mittel von etwa drei Nettogehältern auf einem täglich verfügbaren Konto wie Girokonto oder Tagesgeldkonto deponieren. Mit den angekündigten Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank sollte es in naher Zukunft Zinsen auf das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto geben.

4. Risiken auf mehrere Anlageklassen verteilen

Bei der Geldanlage ist es wichtig, nicht alles Geld auf ein Anlageprodukt zu setzen. Gemeint ist damit nicht einfach mehrere Produkte zu kaufen. Vielmehr geht es um eine Aufteilung von Geldvermögen in verschiedene Anlageklasse.

Anlageexpert:innen empfehlen häufig einen Mix unterschiedlicher Anlageklassen aus Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Gold und Infrastrukturanlagen. Dabei sollte eine Diversifizierung hinsichtlich der Regionen und Branchen erfolgen. Ein Teil des Anlagevermögens sollte immer ein gewisser Cash-Betrag sein. Wenn Anlagerisiken durch eine zu starke Fokussierung auf eine Anlageklasse nicht ausreichend beachtet werden, kann ein Klumpenrisiko entstehen.

Ein wichtiger Aspekt, der die Anlagestrategie beeinflusst, ist der Risikotyp. Erhöhte Renditechancen sind mit einer hohen Aktienquote verbunden. Wer mehr Wert auf Sicherheit aus ist, legt Geld in Staatsanleihen an. Ergänzt werden kann die Geldanlage mit einem kleinen Aktienanteil (empfehlenswert ein ETF), Immobilienfonds, REITS oder Gold.

Die Anlageklassen zeigen unterschiedliche Entwicklungen. Legen an den Börsen die Aktien stark zu, sind Anleihen weniger gefragt und umgekehrt. In Krisenzeiten wie Finanzkrise 2008 oder Corona-Pandemie 2020 hat sich eine Anlage in Gold als Stabilisator im Depot erwiesen. Verfügst du über entsprechendes finanzielles Vermögen, verteile es auf mehrere Anlageklassen. Damit verhinderst du sicher ein Totalverlustrisiko und stabilisierst die Portfoliorendite insgesamt.

Grundsätzlich ist die Risikostreuung eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Wer 20.000 Euro einmal anlegt, kann sein Geld eher in mehrere Anlageklassen splitten als der Anleger:in, der im Monat nur 50 Euro anlegen kann. Online-Broker bieten eine Vielzahl von sparplanfähigen Aktien, ETFs und Fonds, mit denen Kleinanleger:innen regelmäßig in Aktien, ETFs und Investmentfonds anlegen können. Die monatlichen Raten beginnen bei 25 oder 50 Euro. Du kannst jederzeit Zuzahlungen leisten oder Raten aufstocken.

5. Suche dir einen günstigen Depotanbieter

Hast du dich für eine Geldanlage entschieden, benötigst du einen geeigneten Anbieter – beispielsweise eine Bank (Festgeld), einen Online-Broker (Aktien) eine Fondsgesellschaft (Investmentfonds) oder einen Edelmetallhändler (Gold).

Für den Handel mit Wertpapieren bzw. dem Kauf von Aktien, ETFs oder Aktienfonds benötigst du ein Depot. Günstige Wertpapierdepots erhältst du bekannten Online-Direktbanken wie comdirect, ING oder DKB. Der Vorteil der Direktbanken ist, dass sie alle gängigen Bankdienstleistungen anbieten. Andere Online-Broker wie Smartbroker, Trade Republic oder Scalable Capital haben sich auf den Wertpapierhandel spezialisiert. Sie bieten keine zusätzlichen Bankdienstleistungen wie Girokonto oder Tagesgeld an. Bei einer Filialbank kannst du dein Depot auch führen und vom Beratungsservice vor Ort profitieren. Umsonst ist der Service nicht. Dafür werden regelmäßig Depotgebühren berechnet.

Hinweis

Bei fast allen Depotanbietern und Online-Brokern hierzulande besteht die Möglichkeit, regelmäßig Geld in Sparpläne anzulegen. Dazu brauchst du lediglich einen Abbuchungsauftrag von deinem Girokonto bei deiner Hausbank einzurichten.

Anlagezeitraum mit Auswirkungen auf die Rendite

Der Anlagezeitraum ist entscheidend für die Höhe der Rendite. Während sich in den ersten Jahren der Geldanlage der Wert des Vermögens nur leicht erhöht, fällt die Wertsteigerung in späteren Jahren deutlich stärker aus. Stell dir vor, ein Anfangsvermögen von 5.000 Euro wächst stetig um 10 Prozent. Nach fünf Jahren beträgt das Vermögen 8.130 Euro, nach zehn Jahren 13.179 Euro. Nach zwanzig Jahren sind es 34.393 Euro. Nach einer Anlagedauer von insgesamt 30 Jahren entsteht ein Kapital von 89.416 Euro.

Neben der Anlagedauer spielt auch der Anlagebetrag eine wesentliche Rolle. Legst du 50.000 Euro an, fällt die Endbilanz mit 872.470 deutlich ertragreicher aus. Investierst du monatlich 100 Euro, beträgt die Endsumme nach 30 Jahren 217.132 Euro. Der Kapitaleinsatz beträgt 36.000.

Kurzfristige Geldanlage

Als kurzfristige Geldanlage gelten klassische Geldanlageprodukte wie Tagesgeld und Festgeld mit Laufzeiten bis zwei Jahre. Mit entsprechendem Risiko gibt es mit Derivaten an der Börse Möglichkeiten für die kurzfristige Geldanlage. Das Daytrading mit Aktien, Devisen oder CFD-Kontrakten ist eine Handelsstrategie, die auf kurzfristige Profite abzielt.

Mittelfristige Geldanlage

Das Merkmal mittelfristiger Geldanlagen ist eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren bezeichnet. Zu diesen Geldanlagen können neben Festgeld ebenso festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen), ETFs und Fonds gehören. Auch Aktien werden für die mittelfristige Geldanlage verwendet. Bei einem mittelfristigen Anlagehorizont ist das Risiko von Kursschwankungen bzw. Kurseinbrüchen bei Aktien und Wertpapieren entsprechend hoch.

Langfristige Geldanlage

Langfristige Geldanlagen zeichnen sich durch eine geplante Anlagedauer von über 5 Jahre aus. Zinssätze und Wertzuwächse liegen über denen einer kurzfristigen und mittelfristigen Geldanlage. Für zehnjähriges Festgeld sind die Zinssätze höher als bei einer zweijährigen Festgeldanlage.

Zu den Investitionsmöglichkeiten, die mit einer längerfristigen Anlagedauer umgesetzt werden können, gehören neben Festgeld u.a. Aktien, ETFs, Anleihen, Investmentfonds, Immobilien, Gold und Optionen. Die Rendite von langjährig angelegtem Festgeld ist eher niedrig. Alle an der Börse gehandelten Wertpapiere versprechen langfristig mittlere und sehr hohe Renditen.

Kosten der Geldanlage

Bei einer Geldanlage können unterschiedliche Kosten entstehen, die zu Lasten der Rendite gehen.

Mögliche anfallende Kosten können sein:

  • Transaktionsgebühren
  • Abschlussprovisionen
  • Ausgabeaufschläge
  • jährliche Managementgebühren
  • Verwaltungskosten
  • Performance-Fee
  • Depotgebühren
  • Beratungsgebühren, Honorare, etc.

Welche Kosten in welcher Höhe anfallen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das sind:

  • Finanzprodukt
  • Anbieter bzw. Emittenten ab
  • Dienstleister (Produktvermittler)

Um die Rentabilität eines bestimmten Finanzprodukts beurteilen zu können, musst du alle Kosten und ihre Auswirkungen auf die Rendite kennen.

Wertpapierdienstleister müssen ihren Kund:innen vor Geschäftsabschluss ein Prospekt mit Informationen über Kosten und Nebenkosten zur Verfügung zustellen. In ähnlicher Form (Aushändigung Produktinformationsblatt) gilt das für Versicherungsgesellschaften.

Vielfach arbeiten Depotanbieter mit Mindestgebühren bei den Transaktionen. Bei kleinen Anlagebeträgen wirkt sich diese renditeschädlich aus. Bei größeren Orders fallen prozentuale Ordergebühren weniger ins Gewicht. Einige Broker ermöglichen die gebührenfreie Wertpapierorder, wenn ein Mindestvolumen von beispielsweise 500 Euro je Order eingehalten wird.

Tipp

Suchst du Hilfe bei der systematischen Geldanlage, ist ein Robo-Advisor eine Alternative. Ein Anlageroboter legt unter Beachtung deines Risikoprofils und Einbeziehung mathematischer Algorithmen in ETFs oder Fonds an. Die Kosten für die digitale Vermögensverwaltung belaufen sich je nach Anlagekapital zwischen 0,69 Prozent und 0,99 Prozent.

Wie sicher ist die Geldanlage?

Einige Geldanlagen sind sicher, andere, besonders Kapitalanlagen an der Börse weniger.

Konservative Formen der GeldanlageGeldanlagen mit höherem Risiko
TagesgeldAktien
FestgeldAktienfonds
SparbuchAnleihen
BausparerETFs
ImmobilienDerivate
BundesanleiheRohstoffe
Renten- und LebensversicherungenKryptowährungen

Sichere Anlageformen, besser Sparformen, sind Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen im Falle einer Bankenpleite in Höhe von 100.000 Euro pro Kund:in. Freiwillige Einlagensicherungssysteme deutscher Banken sichern zum Teil mehrere Millionen Euro je Kund.in ab.

Bist du an der Börse aktiv, drohen Kursschwankungen und je nach Finanzinstrument ein Totalverlust. Aktien und ETFs haben sich auf lange Sicht in der Vergangenheit als renditestark gezeigt. Die Zukunft kann niemand vorhersagen. Weltweit führende Aktienunternehmen mit starker Marktposition sollten in den kommenden Jahren für gute Renditen bei überschaubarem Risiko liefern.

Sicherheit versprechen Immobilien und Gold. Investierst du ausschließlich in eine selbst genutzte Immobilie, setzt du dein Vermögen womöglich dem Klumpenrisiko aus. Risiken bestehen u.a. in geringer Liquidität bei Geldbedarf, im Platzen einer Immobilienblase oder durch eine Verteuerung der Finanzierung aufgrund steigender Darlehenszinsen. Gold hat sich im Krisenfall als Wertanlage und Zahlungsmittel erwiesen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Goldpreis. Zinsen gibt es nicht.

Vor- und Nachteile der Geldanlage

Bei jeder Geldanlage gibt es unterschiedliche Vorteile und Nachteile.

Konservative Geldanlagen bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Sie sind für alle Anleger:innen geeignet. Spezielles Wissen bzw. Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Die Verfügbarkeit ist hoch, da sie bei allen Banken zum Produktangebot zählen. Nachteile sind häufig geringe Rendite. Höhere Rendite erfordert meist langfristiger Bindung. Der Vermögensaufbau verläuft langsam.

Vor- und Nachteile von Geldanlagen mit höherem Risiko

Geldanlagen mit höherem Risiko bieten den Vorteil einer höheren Rendite. Der Vermögensaufbau geht schneller vonstatten. Die größten Nachteile sind erhöhte Anlagerisiken. An den Börsen gehandelte Finanzinstrumente unterliegen Kursschwankungen bzw. Kursrisiken. Das Risiko erstreckt sich bis auf den Totalverlust. Eine eigenverantwortliche Geldanlage setzt Wissen und Risikobereitschaft voraus.

Tipp

Die Vor- und Nachteile einer Geldanlage hängen von der jeweiligen Anlageklasse ab. Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite in einer Anlagestrategie wirst du nicht mit einer Geldanlage verwirklichen können. Wenn ausreichend Kapital zur Verfügung steht, ist ein gesunder Mix an Geldanlagen möglich. Aufgeteilt auf verschiedene Anlageklassen, kannst du mit höherem Risiko investieren.

Fazit: Mit der persönlich passenden Geldanlage Ziele verwirklichen

Urlaub, eigene Wohnung, Studienfinanzierung oder Absicherung im Alter – mit der passenden Geldanlage lassen sich unterschiedliche Ziele verwirklichen.

Klassische Geldanlagen wie Sparbuch sowie Tages- und Festgeld bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Als Anlagestrategie bieten sie sich nur in einem zinsgünstigem Umfeld an. Höhere Rendite bei mehr Risiko versprechen Aktien, Anleihen, ETFs und Investmentfonds.

Bausparen und Sparpläne eignen sich als Geldanlage für Bauwillige und Kleinanleger.innen. Alternative Anlageformen wie Derivate, Rohstoffe und Gold sollten erfahrenen Anleger:innen vorbehalten bleiben.

Mit ausreichenden Kenntnissen rund um die Geldanlage kannst du eigenverantwortlich handeln. Bei der BaFin erhältst du Informationen zu Arten von Finanzprodukten und Versicherungen sowie Finanzdienstleistungen und den damit verbundenen Risiken.

FAQ: Typische Fragen und unsere Antworten rund um die Geldanlage

Welche Möglichkeiten der Geldanlage gibt es?

Die Möglichkeiten zur Geldanlage umfassen sichere, langfristig profitablere und sehr spekulative Varianten. Sparbuch, Tages- und Festgeld oder private Versicherungen gelten als sichere Anlagen. Mehr Rendite versprechen Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs. Mit spekulativen Derivaten wie Optionsscheine lassen sich kurzfristig Profite erwirtschaften. Weitere Möglichkeiten zum Geld anlegen bieten Gold, Immobilien, Diamanten, Kunst und Crowdinvesting.

Sollte ich bei der Geldanlage auf Sicherheit oder Rendite setzen?

Das kommt auf deinen Anlagentyp, deine Anlageziele und die finanziellen Voraussetzungen an. Eine Geldanlage für die Altersvorsorge sollte sicher und rentabel sein. Eine finanzielle Reserve muss kurzfristig verfügbar sein. Mit frei verfügbarem Geld kannst du auf mehr Rendite setzen, wenn du bereit bist, ein erhöhtes Risiko einzugehen.

Sichere Geldanlage ohne Risiko?

Sparbuch, Tages- und Festgeld sind sichere Geldanlagen ohne Risiko. Bankeinlagen sind sie durch die Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde geschützt. Auch Staatsanleihen hoher Bonität wie Bundesanleihen mit dem deutschen Staat als Schuldner bieten ein hohes Maß an Sicherheit.

Welches Ziel soll eine Geldanlage haben?

Das Ziel einer Geldanlage wird jeder Verbraucher:in individuell für sich definieren. Das kann sein: sparen für den Urlaub oder für das Alter vorsorgen oder der Aufbau einer finanziellen Reserve. Du musst eine Geldanlage auswählen, die zu dir passt, weil du damit deine Ziele am besten erreichst.

Wie findet man nachhaltige Geldanlagen?

Nachhaltige Geldanlagen findest du unter Aktien wie Nordex SE, Tesla oder Plug Power, bei denen Umwelt- und Klimaschutz ein vorrangiges Geschäftsziel ist. Bei ETFs weisen Kürzel wie „ESG“ (steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) oder „SRI“ (steht für sozial verantwortliche Investitionen) auf Nachhaltigkeit hin. Auch am „Grauen Kapitalmarkt“ gibt es u.a. mit Wind- und Solarparks, Biogasanlagen oder Wasserkraftwerken Anlageobjekte für nachhaltiges Geld anlegen.

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Thomas Detlef Bär

Veröffentlicht von

Als studierter Ökonom habe ich mich jahrelang in erster Linie mit betriebswirtschaftlichen Problemen befasst. Seit mehr als zehn Jahren sehe ich meine Berufung darin, Wissen und Erfahrungen rund um private Finanzen aufzubereiten und in Ratgeberform zu vermitteln.