Bullenfalle an der Börse

thomasbaer
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Letzte Überarbeitung am 14. November 2022
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Innerhalb der ersten 6 Monate des Jahres 2022 verlor die Nasdaq-Börse rund 30 Prozent ihres Wertes, mehr als 20 Prozent waren es beim DAX und bei S&P 500. Im Juli konnten die Kurse wieder zulegen, was sich aber nur als ein temporäres Aufbäumen erwies. So manche zu optimistisch gestimmte Investor:innen tappten zumindest in eine kurzfristige Bullenfalle. Was es mit Bullenfallen an der Börse auf sich hat, erfährst du inklusive Definition und Beispielen in unserem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bullenfalle an der Börse meint, dass Anleger:innen von einem „bullischen“ Markt überzeugt sind. Sie erwarten steigende Kurse, während die Börse ihren Trend in die entgegengesetzte Richtung beibehält. Das zwingt sie, Positionen mit Verlusten zu verlassen.
  • Bei der Bullenfalle sehen Anleger:innen Entwicklungen am Markt und werten diese als Kaufsignale, was sich dann aber als falsch erweist. Die Käufer:innen einer Aktienrallye verzichten auf weitere Unterstützung über ein Ausbruchsniveau.
  • Wenn Marktteilnehmer:innen versuchen, mittels der sogenannten Chartanalyse den Beginn eines Bullenmarktes abzuleiten, ist die Bullenfalle ein mögliches Szenario. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Tiefpunkt der Baisse noch nicht erreicht wurde.
  • Die Häufigkeit von Bullenfallen können Anleger:innen vermindern, indem sie nach einem Ausbruch durch technische Indikatoren und / oder Musterdivergenzen eine Bestätigung suchen.

Was ist eine Bullenfalle?

Börsen sind ständig in Bewegung. Selbst wenn es mit den Kursen eine Zeit lang stärker abwärts geht, kommen Rebounds immer wieder vor. Einige Anleger:innen deuten diese als Trend- oder Kaufsignale und decken sich mit Aktien ein. Der Markt ist allerdings noch nicht bereit für eine nachhaltige Trendumkehr. Die Kurse fallen erneut und die Käufer:innen tappen in die Bullenfalle.

Eine Bullenfalle verleitet Anleger:innen dazu, auf ein falsches Signal zu reagieren, welches sich auf einen Abwärtstrend bei einem Wertpapier wie Aktie oder Index bezieht, das sich nach einer überzeugenden Rallye umkehrt und ein vorheriges Unterstützungsniveau durchbricht.

Die fallende Bewegung sieht Investor:innen, die das Kaufsignal zum Investieren genutzt haben, auf dem falschen Fuß erwischt. Sie erzeugt Verluste bei den gehaltenen Long-Positionen.

Hinweis

Die Bullenfalle an der Börse ist das Gegenteil einer Bärenfalle, die dann zustande kommt, wenn es bärischen Anleger:innen nicht gelingt, rücklaufende Bewertungen unter ein Crashniveau zu drücken. Fehlausbrüche (engl.: False Breakouts) kommen häufig vor. Aktive Anleger:innen können vom Auftreten dieser Bullenfallen profitieren.

Eine Bullenfalle verstehen

Ein bestimmtes Marktgeschehen hinter Bullenfallen gibt es nicht, dennoch ist eines klar: Bullenfallen können mit starken Kursentwicklungen in die entgegengesetzte Richtung verbunden sein.

Die Fallen kommen häufig am oberen Ende eines Aufwärtstrends vor. In einer Bullenfalle erreicht der Kurs zunächst ein Hoch und sinkt dann wieder. Es kann ein mehrmaliges Auf und Ab geben, wobei jeweils höhere Preise als beim vorherigen Anstieg auftreten. Danach dreht der Preis und fällt rasant und endgültig.

Einer der Gründe für die schnelle Kursentwicklung ist die Falle selbst. Bullenfallen können mit Schnelligkeit und Stärke auftreten, wenn die schwachen Kaufpositionen geschlossen wurden.

Bullenfallen erkennen

Wie bereits dargelegt, handelt es sich bei der Bullenfalle um eine Situation am Markt, in welcher der Kurs einer Aktie oder eines Index den Widerstand durchbricht und ein Signal für einen starken Aufwärtstrend liefert. Der Aufwärtstrend dreht wieder um und fällt zurück. Du kannst eine Bullenfalle erkennen, sofern du folgende Punkte beachtest:

  • Die allgemeine Kurstendenz lautet sinkende Werte.
  • Es gibt eine markante Bewegung im Kurs, die nach einer Trendumkehr aussieht.
  • Der Kurs läuft wieder nach unten und endet unter dem vorangegangenen Aufschwungniveau.
  • Eine baldige Kursumkehr ist wahrscheinlich, wenn der Kurs in einem starken Aufwärtstrend mehrere Male den Widerstand getestet hat.
  • Das Ende des Aufwärtstrends ist absehbar, wenn der Kurs innerhalb der Aufwärtsbewegung anfängt, horizontal zu laufen.

Die Größe der Kerze im Chart spielt insofern eine Rolle, als dass der Kurs kurz vor dem Zuschnappen der Falle eine Kerze bildet, die größer als die vorherige ist. Das solltest du nicht als eine 100-prozentige Garantie für eine Bullenfalle ansehen. Vorsichtig zu sein ist dennoch angeraten.

Tipp

Anleger:innen, die sich eingehend mit Bullenfallen auseinandersetzen möchten, sollten sich mit Mustern oder Indikatoren beschäftigen. In unruhigen Marktphasen werden Indikatoren jedoch nur bedingt weiterhelfen können. Hier sind situationsbezogene Entscheidungen und Analysen gefragt.

Beispiele von Bullenfallen an der Börse

Eine typische Bullenfalle zeigt sich dann, wenn Anleger:innen in das „fallende Messer“ greifen, weil sie von steigenden Preisen ausgehen, während es aber die Bären sind, die den Markt unter Kontrolle haben. Ein Kurs mag Hinweise für ein Stoppen und Steigen geben, doch oft handelt es sich hierbei um Gewinnmitnahmen von Bärentrader:innen.

Mögliche Bullenfalle beim DAX

Im September 2022 schienen einige Händler:innen anzunehmen, dass der DAX bereits so stark gefallen sei, dass eine Trendwende möglich sein könne. Bis zum 13. September war der DAX zunächst von 12.660 Punkten auf über 13.500 Punkte gestiegen. Am 16. September waren es dann 700 Punkte weniger. Wer die 13.500 Punkte als Einstieg betrachtete, landete wahrscheinlich in einer Bullenfalle. Diese kann kurzfristiger Natur sein. Der DAX kann schnell an Wert verlieren, wie es zum Beispiel im März 2020 der Fall war, als der deutsche Leitindex nach zuvor 13.750 Punkten nur noch knapp die Marke 9.000 Punkte halten konnte.

Zugegeben tappten hier eher pessimistische Anleger:innen in die Bärenfalle, denn die DAX-Kurse erholten sich schnell. Innerhalb eines Jahres legte der Index um 70 Prozent zu.

Nach Phasen stärker fallender Kurse kommt es am Markt regelmäßig zu starken Aufwärtsbewegungen bzw. Rebounds. Je stärker und unerwarteter der anfängliche Kursabfall ausfällt, desto größer ist die Panik, die Anleger:innen befällt und sie veranlasst, ihre an Wert verlierenden Bestände zu verkaufen.

Trotz bärischer Marktlage glauben bullische Anleger:innen, dass der Tiefpunkt des Wertverfalls erreicht ist und dass der Wertpapierkurs zur Erholung ansetzen wird.

Eine scheinbare Bodenbildung oder kurzzeitig stärkere Aufwärtsbewegung erweist sich häufig nur als eine Pause innerhalb eines fallenden Marktes. Die Kurse laufen anschließend für längere Zeit auf das eigentliche Tief zu.

In derartigen Situationen reagiert der Markt unmittelbar auf die Stimmung. Für Anleger:innen ist die Unterscheidung zwischen Aufwärtsumkehr und Bullenfalle daher schwierig.

Weiteres Beispiel für eine Bullenfalle

Ein:e Investor:in hält 100 Aktien eines Unternehmens, welches seit mehreren Quartalen mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Vor der Bekanntgabe von Quartalszahlen gehen Analyst:innen von steigenden Jahresumsätzen und Gewinnen aus. Dies verbindet der / die Anleger:in mit einem schnell steigenden Kurs und kauft weitere 100 Aktien des Unternehmens.

Am Tag der Veröffentlichung kann das Unternehmen dann zwar gute Quartalszahlen verkünden, aber beim Jahresausblick wird eine negative Entwicklung angenommen. Viele Investor:innen werfen daraufhin die Aktien des Unternehmens aus ihren Depots, was einen Kurssturz auslöst.

Anleger:innen können die Aktien mit Verlust verkaufen. Damit bekommen sie unmittelbar die Auswirkungen der Bullenfalle zu spüren. Die Alternative wäre, auf ein Steigen der Aktienkurse zu setzen.

Tipp

Investor:innen hätten die Bullenfalle verhindern können, indem sie sich Klarheit über einen nachhaltigen Rebound des Unternehmens verschafft hätten, bevor sie zusätzliche Aktien erworben haben. Die Minderung von Verlusten hätte das Setzen einer engen Stop-Loss-Order wenig unter dem Kaufkurs ermöglicht.

Bullenfalle und Bärenfalle verstehen

Bullen sind nicht die einzigen Investor:innen, die in eine Falle tappen können. Die Bärenfalle bildet das Gegenteil zur Bullenfalle. Diese könnte bärisch eingestellte Anleger:innen dazu verleiten, eine Aktienposition oder einen ETF short zu handeln.

Das Leerverkaufen von Aktien, wenn der Kurs vorübergehend fällt, könnte sie in die Bärenfalle tappen lassen. Wie Bullenfallen sind auch Bärenfallen häufig mit einem überschaubaren Handelsvolumen und dem Auseinandergehen des Kurses einer Aktie und Trendwechsel (Momentum)-Indikatoren verbunden.

Bezogen auf eine Bullenfalle gehen Anleger:innen von einer bullischen Marktentwicklung aus. Anleger:innen setzen auf steigende Kurse, obwohl sich die Märkte in die entgegengesetzte Richtung entwickeln.

Das genaue Gegenteil zeigt sich bei einer Bärenfalle, bei der Anleger:innen mit einem bärischen Trend bzw. fallenden Kursen rechnen. Anders als erwartet entscheidet sich der Markt jedoch für ein Steigen und die Aktie gewinnt hinzu.

BullenfalleBärenfalle
Eine falsche Schlussfolgerung aus der Analyse, dass ein Abwärtstrend endetEine falsche Schlussfolgerung aus der Analyse, dass ein Aufwärtstrend endet
Zeitweilige Kursanstiege lassen Anleger:innen glauben, dass es ein passender Zeitpunkt für eine Long-Position istZeitweilige Kursrückgänge lassen Anleger:innen annehmen, dass es ein passender Zeitpunkt für eine Short-Position ist

Wie Bären- und Bullenfallen an der Börse entstehen

Bären- und Bullenfallen entstehen, wenn Marktteilnehmer:innen bestimmte Kauf- bzw. Verkaufssignale in den Markt hineindeuten, die sich dann als nicht zutreffend herausstellen.

Sie versuchen, mithilfe der sogenannten Chartanalyse wahrscheinliche Zeitpunkte für ein Ende der gegenwärtigen Börsenentwicklung abzuleiten, die für eine Trendwende in einen Bullen- bzw. Bärenmarkt sorgen.

Kommt es nicht zur erwarteten Trendwende, landen Anleger:innen schnell in einer Bullenfalle (Erreichen des eigentlichen Tiefpunktes steht noch bevor) oder eine Bärenfalle (Erreichen des Höhepunktes ist noch nicht erfolgt).

Infolge einer Bullenfalle können Käufer:innen durch den auftretenden Kursverlust ängstlich werden und ihre Erwartungshaltung umkehren. Sie verkaufen ihre Papiere, um bisherige Verluste zu begrenzen.

Ist der Verkauf vollzogen und beginnen die Kurse danach zu steigen, ist die Falle zugeschnappt. In all den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte ein Bären- bzw. Bullenmarkt jeweils mindestens 2 Jahre an. Erst dann setzte sich am Markt eine Trendwende durch.

Gefahren von Bullen- und Bärenmarkt

Bullen erwarten stark ansteigende Kurse bzw. einen Boom am Aktienmarkt. Sie setzen auf eine starke Hausse.

Bären erwarten stark fallende Kurse bzw. einen Crash am Aktienmarkt. Sie wollen von einer starken Baisse profitieren.

Übertreibungen sind in beide Richtungen gefährlich. Eine von zu viel Optimismus getragene Hausse kann sich zu einer Spekulationsblase entwickeln. Der reale Aufschwung kann mit der Börsenentwicklung nicht Schritt halten. Kommt es zum Platzen der Blase, kann der Markt unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung laufen.

Das Ergebnis dieser Gegenbewegung ist ein Börsencrash bzw. eine extreme Baisse. Anleger:innen geraten in Panik und verkaufen ihre Portfolios leer. Diese Verkäufe lassen die Kurse fallen und in der Folge kommt es zu weiteren Verkäufen. Mit dem Erreichen von Stop-Loss-Marken, die von institutionellen Händler:innen platziert wurden, werden automatisch größere Verkaufsorders ausgelöst. Die Kurse stürzen ins Bodenlose. Die Finanzkrise 2008 oder auch der Corona-Crash im März 2020 sind Beispiele dafür.

Bullenfalle oder beginnende Trendwende?

Immer wenn es nach einer längeren Abwärtsphase an den US-Aktienmärkten zu einer massiveren Gegenbewegung kommt, fragen sich Anleger:innen, ob das Schlimmste überstanden ist und die Wende zum nachhaltigen Aufschwung bevorsteht.

Immerhin haben sich im Zuge der weltweit abstürzenden Börsenkurse mehrere Billionen US-Dollar in Luft aufgelöst. Anleger:innen mit alleinigem Fokus auf Trend-Aktien haben größere Buchverluste erlitten. Sie hoffen natürlich, dass die Kurse so schnell wie möglich wieder umdrehen.

Stärkere Gegenbewegungen gab es 2022 schon mehrere Male, beispielsweise am 10. März, Anfang Juni und Ende Juli. Einige der seit Beginn des Ukraine-Kriegs gebeutelten Tech-Aktien zogen teilweise zweistellig an. Darunter auch die Amazon-Aktie, die eigentlich über eine hohe Marktkapitalisierung verfügt und einiges an Handelsvolumen für größere Kurssprünge voraussetzt. Es dauerte allerdings meist nicht lang, bis die Bullenfalle zuschnappte und es wieder nach unten ging.

Positive Nachrichten reichen aktuell für Kurssprünge vor allem bei Trendwerten aus. Das zeigt, dass Investor:innen reichlich Geld an der Seite liegen haben, welches in den Markt reinvestiert werden möchte.

Doch Geld allein reicht nicht aus. Anleger:innen müssen ihren Glauben an einen nachhaltigen, möglichst lang andauernden Bullenmarkt zurückgewinnen. Damit ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings eher nicht zu rechnen, denn im Monat September fielen Laub und Kurse. Allgemein gilt der September neben dem August als schwächster Monat im Börsenjahr.

Aus Sicht des Marktes im dritten Quartal 2022 sind es vor allem 2 Dinge, die maßgeblich für eine Wende sind: Die Inflationsrate muss sinken und die Wirtschaft wachsen. Die Inflation könnte in den USA ihr vorläufiges Hoch erreicht haben, ohne dass ein zügiges Sinken anzunehmen wäre. In Deutschland und Europa steigen die Inflationsraten weiter. 2023 könnte die Teuerungsrate hierzulande die Marke von 9 Prozent übersteigen. Eine Beruhigung wird für 2024 erwartet. Die Inflationsrate sollte unter 2 Prozent fallen. Beim Bruttoinlandsprodukt wird es 2023 kein Wachstum geben.

Besser sieht es in den USA aus: Die Konsumausgaben sind im 1. Halbjahr gestiegen. In den kommenden Wochen wird mit teilweise positiven Wirtschaftsdaten gerechnet. Für 2023 ist die Prognose der OECD für die USA jedoch pessimistisch. Gründe für langsameres Wirtschaftswachstum sind Inflation, Arbeitskräftemangel und hohe Energiepreise.

Fazit: Marktentwicklungen nicht blind folgen & Bullenfallen vermeiden

An den Aktienmärkten stellen sich bullische Signale häufig als Bullenfallen heraus. Vor allem in den Monaten August und September sind Ausbrüche in aller Regel ein Aufbäumen vor der alljährlichen Herbstkorrektur. Je nachdem, wie die Märkte zuvor gelaufen sind, fällt sie schwächer oder stärker aus.

Bullenfallen stellen für bullische Anleger:innen eine erhebliche Gefahr dar, da der Absturz, der dem Anstieg oder einer kurzen Umkehr folgt, schnell und mit großer Stärke vonstattengeht.

Kurse können sogar bis unter das anfängliche Rückgangsniveau laufen. Es lässt sich kaum abschätzen, wann die Abwärtsbewegung stoppt. Das liegt in der Natur der Sache, da Anleger:innen häufig emotional und sehr schnell mit Verkäufen auf fallende Preise reagieren.

Vom Bullenmarkt kannst du profitieren, wenn du dazu in der Lage bist, Tiefstände und fallende Kurse zu erkennen. Bullenfallen sind auf den heutigen Märkten weitverbreitet, entsprechend hoch sind die Handelsrisiken.

FAQ: Fragen und Antworten zur Bullenfalle an der Börse

Was ist eine Bullenfalle an der Börse?

Von einer Bullenfalle an der Börse ist die Rede, wenn Anleger:innen in Wertpapiere investieren, da sie steigende Kurse erwarten, sich die Kaufsignale im Nachhinein als falsch erweisen. Sie werden von einer negativen Kursentwicklung überrascht wird, denn die Kurse sind gesunken.

Wieso kommen Bullenfallen und Bärenfallen vor?

Bullenfallen und Bärenfallen kommen vor, weil Händler:innen im Markt auf falsche Verkaufs- bzw. Kaufsignale hereinfallen. Ein erhoffter Aufwärts- bzw. Abwärtstrend bestätigt sich nicht, denn der Kursverlauf verkehrt sich ins Gegenteil.

Was ist das Bullenfalle Muster?

Ein Bullenfalle-Muster sind sich nach oben bewegende Kurse, aber dann plötzlich, umkehren und fallen. Dieser gegenläufige Kursverlauf bedeutet eine Falle und hat meistens erhebliche Verkäufe zur Folge. Solche Fallszenarien lassen sich in einer großen Widerstandszone ausmachen.

Wie kann ich eine wahrscheinliche Bullenfalle erkennen?

Eine Bullenfalle an der Börse nach ihrem Auftauchen zu erkennen, ist nicht schwer. Meist taucht sie nahe von Widerständen oder signifikanten Höchstständen auf. Für das Erkennen einer Bullenfalle solltest du dich auf Punktniveaus konzentrieren, die für viele Anleger:innen ein Anreiz zum Eröffnen neuer Positionen sein könnte. Ein wahrscheinlicher Kurseinbruch lässt sich mit einem davor geringen Handelsvolumen verbinden oder wenn RSI-Oszillator vor der Rally auf einen bereits überverkauften Markt hinweist.

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Thomas Detlef Bär

Veröffentlicht von

Als studierter Ökonom habe ich mich jahrelang in erster Linie mit betriebswirtschaftlichen Problemen befasst. Seit mehr als zehn Jahren sehe ich meine Berufung darin, Wissen und Erfahrungen rund um private Finanzen aufzubereiten und in Ratgeberform zu vermitteln.