Die besten SaaS-Aktien

Feda Mecan
| Anzahl Artikel: 362
Geschäftsführer und Investment-Experte Letzte Überarbeitung am 12. September 2022
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Einen besonders spannenden Bereich an der Börse stellen sogenannte SaaS-Aktien dar. In unserem Artikel wirst du daher erfahren, worum es sich hierbei eigentlich genau handelt und was dieses Geschäftsmodell auszeichnet. Wir werden dir aber nicht nur die Besonderheiten dieses Marktes aufzeigen, sondern auch auf die Vor- und Nachteile eines Investments eingehen. Somit weißt du nach dem Lesen dieses Artikels, ob es sich lohnen könnte, einen Teil deines Kapitals in diesen Sektor anzulegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • SaaS ist eine Abkürzung für “Software as a Service”. Dementsprechend geht es hier um Unternehmen, die Software in Form eines Abo-Modells anbieten.
  • Der Umsatz innerhalb dieser Branche konnte von fast 11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf über 150 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 gesteigert werden.
  • Auch in Zukunft wird erwartet, dass dieser Markt sehr stark wächst. Bereits im Jahr 2023 rechnet man damit, dass der Umsatz der SaaS-Industrie bei über 200 Milliarden US-Dollar liegt.
  • Der Umstieg vom Lizenzverkauf über CDs hin zu einem Abo-Modell über die Cloud führt zu vielen Vorteilen, sowohl für Kund:innen als auch für die Unternehmen selbst. Dies macht das Geschäftsmodell sehr attraktiv.
  • Hauptvorteil für SaaS-Unternehmen ist, dass diese dadurch die Planbarkeit ihrer Einnahmen erhöhen können und die Kosten für die Produktion und den Vertrieb von physischen Datenträgern wegfallen.

Disclaimer: Bei den nachfolgend aufgeführten Informationen handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Sie dienen lediglich zu Informationszwecken und geben keine Auskunft über zukünftige Entwicklungen oder Renditen. Daher übernimmt Onlinebanken.com keinerlei Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen.

Was sind SaaS-Aktien eigentlich genau?

Um zu wissen, was es mit SaaS-Aktien auf sich hat, ist eine Erklärung dieser Abkürzung notwendig. SaaS steht für “Software as a Service”. Das bedeutet, dass es sich bei SaaS-Aktien um Anteile an Unternehmen handelt, die Software als eine Dienstleistung bereitstellen. Hierbei handelt es sich um ein ganz bestimmtes Vertriebsmodell, welches sich aufgrund seiner vielen Vorteile durchgesetzt hat. Dabei bieten Softwareunternehmen ihre Software-Anwendungen online an, in Form eines Abo-Modells. Bei diesem müssen die Kund:innen des Unternehmens monatliche Zahlungen leisten, um das Angebot nutzen zu können.

Marktübersicht

Der Software as a Service Markt hat sich in der jüngeren Vergangenheit stark gewandelt. Denn früher war es üblich, eine teure Software-Lizenz zu erwerben, um Anwendungen auf dem Computer installieren und anschließend nutzen zu können. Häufig wurden diese mithilfe einer CD installiert. Diese Zeit ist allerdings vorbei, denn heutzutage läuft das Ganze viel einfacher ab. Softwareunternehmen sind dazu übergegangen, ihre Software im Rahmen eines Abonnements anzubieten. Dabei wird die Software in der Regel über die Cloud zur Verfügung gestellt. Denn dies ist mit einer Bandbreite an Vorteilen verbunden. Dies gilt sowohl für die Kund:innen der Softwareunternehmen als auch für die Unternehmen selbst.

Die Kund:innen haben den großen Vorteil, dass sie keine teuren Lizenzen mehr erwerben müssen, die einen hohen Einmalbetrag erfordern können. Stattdessen werden monatliche Abonnements abgeschlossen, die einen Zugriff auf die entsprechende Software erlauben. Für die Bereitsteller der Software liegt der größte Vorteil darin begründet, dass diese nun regelmäßige Einnahmen generieren können und somit deutlich mehr Planungssicherheit haben. Da der Vorgang nun online abläuft, statt über eine CD, können Kund:innen zudem schneller auf die Inhalte der Software zugreifen. Auch Updates lassen sich sofort integrieren. Es muss dementsprechend nicht erst eine neue Version gekauft werden. Zudem sinken die Kosten für die Softwareunternehmen, da diese keine CDs mehr zur Verfügung stellen müssen, über welche die Anwendungen installiert werden.

SaaS-Aktien Branche: Die Besonderheiten des Marktes

Die Cloud ermöglicht es Softwareunternehmen ihren Kund:innen den Zugriff auf ihre Software einfach und kostenpflichtig über das Internet zur Verfügung zu stellen. Denn dank rechenstarken Computern ist das in der heutigen Zeit kein Problem mehr. Da dies deutlich attraktiver sowohl für die Unternehmen als auch für deren Kund:innen ist, konnte die Branche in der jüngeren Vergangenheit stark wachsen. Dies lässt sich klar anhand der Umsatzentwicklung aufzeigen. Denn der Umsatz mit Software as a Service lag im Jahr 2010 noch bei lediglich 10,75 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2021 ist der Umsatz allerdings auf 152,18 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das entspricht in etwa einer Verfünfzehnfachung.

Auch für die Zukunft wird ein hohes Wachstum erwartet. Im Jahr 2023 soll der Umsatz dieser Branche bereits bei über 200 Milliarden US-Dollar liegen. Eine Besonderheit dieses Marktes liegt zudem im Geschäftsmodell selbst begründet. Denn früher konnten Kund:innen nach jedem einzelnen Produktzyklus entscheiden, ob sie eine neue Lizenz beim bereits bestehenden Anbieter kaufen möchten oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Mittlerweile werden Updates aber über die Cloud sofort aufgespielt, sodass es diesen klassischen Produktzyklus nicht mehr gibt, bei dem man sich neue Updates über eine neue Lizenz erkaufen muss. Je mehr sich die Mitarbeiter:innen eines Unternehmens an die bereitgestellte Software gewöhnt haben, desto schwieriger und kostenintensiver wird ein Umstieg zu einem anderen Anbieter, da diese dann neu eingelernt werden müssen. Dies sorgt für eine starke Kundenbindung und macht einen Wechsel unwahrscheinlicher.

Hinweis Ein Wechsel des Anbieters lohnt sich oft nicht, da Updates automatisch integriert werden und die Mitarbeiter:innen sich erst an eine neue Software gewöhnen müssten, was schlecht für den Workflow ist und die Fehleranfälligkeit erhöht.

Prognose: Wie entwickelt sich der Markt für SaaS-Aktien?

Eine genaue Prognose hinsichtlich der Wertentwicklung von Dienstleistern, die Software as a Service anbieten, ist nicht möglich. Allerdings sehen die Zukunftsaussichten für diese Branche sehr gut aus. Ein immer größer werdender Teil unseres Lebens wird über das Internet abgewickelt. Mittlerweile können wir alle möglichen Produkte über Online-Anbieter wie zum Beispiel Amazon kaufen, welche zudem schnell geliefert werden. Das ist sehr bequem und zeitsparend, weshalb immer mehr Menschen Online-Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Hierfür wird allerdings in jedem Fall eine entsprechende Software benötigt. Das bedeutet, dass Softwareunternehmen von dieser Entwicklung profitieren werden. Dabei sind die meisten Unternehmen in diesem Bereich dazu übergegangen, ihre Software in Form eines Abonnements bereitzustellen, sodass sich für sie regelmäßige Einnahmen ergeben. Aufgrund der besseren Planbarkeit hat dies die Branche deutlich attraktiver gemacht, sodass sich unter anderem deswegen höhere Bewertungen ergeben haben. Aber auch die Umsätze konnten stark gesteigert werden. Auch in Zukunft wird dieser Branche ein starkes Wachstum prognostiziert. Dementsprechend ist die Branche äußerst attraktiv für Anleger:innen, selbst bei vergleichsweise hohen Bewertungen.

Hinweis Auch in Zukunft sollte sich dieser Markt einer großen Nachfrage erfreuen, was die Kurse langfristig steigen lassen dürfte.

Die Chancen und Risiken von SaaS-Aktien

Aber auch die Risiken von SaaS-Aktien müssen beachtet werden, weshalb wir dir in diesem Abschnitt nicht nur die Chancen dieser Branche, sondern auch die Gefahren näher erläutern möchten. Grundsätzlich bietet der Umstieg von einer Bereitstellung der Software über einen physischen Datenträger, wie zum Beispiel einer CD, gleich mehrere Vorteile. Die Planbarkeit der Einnahmen erhöht sich und die Kosten sinken, weil keine CDs mehr produziert und versendet werden müssen. Zudem ist das Geschäftsmodell viel attraktiver für Kund:innen, die keine hohen Einmalzahlungen mehr leisten müssen und Updates sofort über die Cloud erhalten. Die Umsatzentwicklung stimmt ebenso positiv, denn dieser konnte in der Vergangenheit sehr stark gesteigert werden und auch zukünftig geht man davon aus, dass die Nachfrage und dementsprechend die Umsätze steigen werden.

Ein Nachteil besteht allerdings in den zum Teil recht hohen Bewertungen der SaaS-Aktien. Denn aufgrund der hohen Wachstumsraten und der sehr positiven Aussichten hinsichtlich der Zukunft dieser Branche, weisen die Aktien der zugrunde liegenden Unternehmen hohe Bewertungsmultiples auf. Das bedeutet, dass sich eine Verlangsamung des erwarteten Wachstums entsprechend negativ auf die Kurse auswirken könnte. Es droht daher ein nicht unerhebliches Abwärtspotenzial, wenn die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Zudem werden die Daten der Kund:innen nun nicht mehr beim Unternehmen selbst, sondern in der Cloud des Softwareunternehmens gespeichert. Dementsprechend müssen diese gut geschützt werden, da ansonsten ein Verlust von Kund:innen droht. Zudem läuft die Cloud über das Internet, sodass eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung bestehen sollte, um die Software einwandfrei nutzen zu können.

Vorteile:
  • Umstieg auf Abo-Modell sorgt für regelmäßige sowie besser planbare Einnahmen
  • Der Umsatz hat sich in der Vergangenheit äußerst positiv entwickelt
  • Prognosen gehen davon aus, dass sich der Markt auch in Zukunft positiv entwickeln wird
  • Keine Kosten mehr für die Bereitstellung von physischen Datenträgern
  • Geschäftsmodell ist sehr attraktiv für Kund:innen
Nachteile:
  • Teilweise sind die Unternehmen hoch bewertet
  • Falls die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden, besteht großes Abwärtspotenzial
  • Die von Kund:innen in der Cloud gespeicherten Daten müssen gut geschützt sein
  • Kein Zugriff auf die Cloud, wenn keine Internetverbindung besteht

Lohnt es sich in SaaS-Aktien zu investieren?

Ob es sich lohnt, in SaaS-Aktien zu investieren, hängt stark vom eigenen Risikobewusstsein ab. Unserer Meinung nach sollte sich eine Investition in diese Branche langfristig betrachtet auf jeden Fall auszahlen. Denn das Geschäftsmodell ist sowohl für die Anbieter als auch für Kund:innen aufgrund der bereits erläuterten Vorteile sehr attraktiv. Das zeigt das Wachstum in der Vergangenheit. Zudem werden auch in den kommenden Jahren noch hohe Wachstumsraten prognostiziert. Wir halten es für logisch, dass dieser Sektor auch in Zukunft weiterhin wachsen soll, da immer mehr über das Internet abgewickelt wird. Dieser Trend sollte auch in Jahrzehnten noch bestehen und einen positiven Einfluss auf Softwareunternehmen haben.

Eine Investition lohnt sich allerdings nicht zwangsläufig auf kurze Sicht. Denn hier kann es durchaus zu großen Kursabschlägen kommen, wenn sich das prognostizierte Wachstum nicht einstellt. Dies gilt insbesondere für kleine und wachstumsstarke Unternehmen, die über keine allzu großen finanziellen Mittel verfügen. Hier besteht zwar ein noch größeres Aufwärtspotenzial als bei etablierten Konzernen, sofern das Unternehmen langfristig am Markt bestehen kann, das Risiko ist allerdings keinesfalls unerheblich.

Hinweis Wir gehen stark davon aus, dass diesem Markt eine sehr positive Zukunft bevorsteht. Selbst dann, wenn die hohen Wachstumsraten nicht jedes Jahr erfüllt werden können.

Die besten SaaS-Aktien im Überblick

Um einen noch besseren Überblick über diesen Sektor zu erhalten und bereits Ideen zu sammeln, welche Unternehmen sich für eine Investition eignen könnten, solltest du dir die folgende Liste an aussichtsreichen SaaS-Aktien ansehen:

NameISINWKN
ShopifyCA82509L1076A14TJP
The Trade DeskUS88339J1051A2ARCV
AdobeUS00724F1012871981
SAP SEDE0007164600716460
Salesforce.comUS79466L3024A0B87V

Shopify

Bei Shopify handelt es sich um einen kanadischen Konzern, welcher im Jahr 2004 unter dem Namen Snowdevil gegründet wurde und seinen Sitz in Ottawa hat. Seit dem Jahr 2006 agiert das Unternehmen allerdings unter dem mittlerweile recht bekannten Namen Shopify. Dabei bietet der Konzern Software im Bereich E-Commerce an. Das Angebot des Unternehmens richtet sich vor allem an kleinere und mittelständische Unternehmen, allerdings gehören auch größere Konzerne zu den Kund:innen von Shopify. Der wichtigste Markt für Shopify ist Nordamerika. Dort erzielt Shopify etwa 75% seiner Umsätze.

The Trade Desk

The Trade Desk ist ein Technologieunternehmen, welches in der Marketing Branche operiert. Der Konzern betreibt eine cloudbasierte Plattform, die es Kund:innen ermöglicht, Online-Werbekampagnen zu erstellen, die über unterschiedliche Geräte sowie Anzeigenformate ausgeliefert werden können. Dies ist ein großer Vorteil für Kund:innen, sodass sich das Unternehmen sehr positiv entwickelt hat. Gegründet wurde The Trade Desk im Jahr 2009. Der Sitz des Unternehmens befindet sich wie bei vielen Internetunternehmen in Kalifornien.

Adobe

Bei Adobe handelt es sich um einen US-amerikanischen Konzern, dessen Produkte du sicherlich irgendwann schon einmal genutzt hast. Denn zum Produktangebot dieses Softwareunternehmens gehören unter anderem Grafik- sowie Bildbearbeitungsprogramme, Tools zur Webanalyse und Video- sowie Audioschnittsysteme. Besonders bekannt sollten hier die Anwendungen Acrobat, Photoshop und Flash sein. Dabei bietet der Konzern seine Software sowohl an Geschäftskund:innen als auch an private Nutzer:innen an. Sowohl kleine Unternehmen als auch große Konzerne greifen auf die Softwarelösungen von Adobe zurück.

SAP SE

SAP gehört zu den größten Unternehmen in Deutschland und ist im DAX, dem deutschen Leitindex, gelistet. Der Anbieter von Software für Geschäftskund:innen gehört zu den weltweit größten Unternehmen in diesem Bereich. Dabei richtet sich das Angebot von SAP sowohl an kleinere als auch an größere Unternehmen. Mithilfe der Softwarelösungen von SAP können Kund:innen unter anderem die Prozesse innerhalb ihres Unternehmens optimieren. SAP hat eine Datenbanktechnik namens Hana entwickelt, welche Daten auf dem Arbeitsspeicher statt auf der Festplatte speichert, sodass diese schneller abgerufen werden können. Die Gründung des IT-Konzern erfolgte bereits im Jahr 1972.

Salesforce.com

Bei Salesforce.com handelt es sich um einen US-amerikanischen Konzern, welcher im Bereich Kundenmanagement tätig ist. Genauer gesagt bietet der Konzern anderen Unternehmen eine Software an, über die sie ihr Kundenbeziehungsmanagement optimieren können. Diese wird über das Internet bereitgestellt, um so Kosten zu reduzieren. Auch das Angebot dieses Unternehmens richtet sich an kleine wie große Unternehmen. Salesforce.com existiert bereits seit 1999 und hat seinen Sitz in San Francisco.

Für wen eignen sich SaaS-Aktien?

Trotz der sehr guten Zukunftsperspektive handelt es sich bei Software as a Service nicht um eine Branche, die für jeden Investortyp geeignet ist. Denn durch das hohe erwartete Wachstum, welches zum Teil bereits in den Kursen eingepreist ist und dementsprechend bei manchen Werten zu einem recht hohen Kursniveau führt, entsteht ein erhöhtes Abwärtspotenzial. Das bedeutet, dass es kurzfristig durchaus zu hohen Kursschwankungen bzw. zu Verlusten kommen kann. Dementsprechend sollten sich kurzfristig orientierte Investor:innen intensiv Gedanken machen, bevor sie ein solches Investment wagen.

Für risikoaverse Anleger:innen ist dieser Markt daher ebenfalls eher weniger geeignet. Aufgrund der insgesamt sehr guten Zukunftsaussichten würden wir allerdings trotzdem dazu raten, zumindest einen kleinen Teil des eigenen Portfolios in diese Branche zu investieren. Sehr gut geeignet ist eine Investition in diesen Markt für Investor:innen, die einen langfristigen Investmenthorizont haben und für solche, die über eine gewisse Risikobereitschaft verfügen. Stockpicker können hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen, da durch die geschickte Auswahl einzelner Werte eine Rendite erwirtschaftet werden kann, die deutlich über der des breiten Marktes liegen kann.

SaaS-Aktien ETFs: Die Alternative zur SaaS-Aktie

Um das hohe Risiko einzelner Aktien zu vermeiden, kann als Alternative Kapital in einen sogenannten ETF angelegt werden. Denn dieses passive Finanzinstrument investiert das Kapital, um einen bestimmten Referenzindex abzubilden. Dadurch entstehen lediglich geringe Gebühren, da keine aktive Verwaltung erforderlich ist. Zudem kann bereits mit sehr wenig Kapital in ETFs investiert werden. Dies ermöglicht es quasi jedem, sein Kapital in den Aktienmarkt zu investieren und gleichzeitig für eine breite Diversifikation zu sorgen. Ein ETF, welcher sich ausschließlich auf SaaS-Aktien fokussiert, existiert noch nicht. Allerdings gibt es mit Cloud Computing ETFs sehr gute Alternativen. Denn viele in der Cloud tätige Unternehmen bieten ihre Software bzw. Services über ein Abo-Modell an.

Empfehlenswerte SaaS-Aktien ETFs sind:

  • WisdomTree Cloud Computing UCITS ETF USD Acc

Fazit: Wachstumsstarke Branche mit planbaren Einnahmen

Die Umsätze, welche mit Software as a Service generiert werden konnten, sind in der Vergangenheit stark angestiegen. Dies verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass sich sowohl für die Kund:innen als auch die Anbieter große Vorteile ergeben. Auf Seiten des SaaS-Unternehmens ist der Hauptvorteil der, dass sich durch das Angebot eines Abo-Modells regelmäßige und planbare Einnahmen ergeben. Zudem wird ein Wechsel für Kund:innen schwerer, da diese bereits mit der Software eines bestimmten Unternehmens vertraut sind. Updates werden automatisch über die Cloud aufgespielt, sodass nicht nach jedem Produktzyklus wieder eine neue Lizenz erworben werden muss.

Dies führt im Endeffekt dazu, dass es für Kund:innen attraktiver ist, beim selben Anbieter zu bleiben und weiterhin dessen Software zu verwenden. Auch in Zukunft sollen die Umsätze stark ansteigen, sodass von einer langfristig positiven Performance auszugehen ist.

SaaS-Aktien: Selbst investieren?

Um sich nicht selbst um die Analyse von Unternehmen sowie die Portfoliozusammenstellung und die anschließend notwendige Verwaltung kümmern zu müssen, können sogenannte Robo-Advisors in Anspruch genommen werden. Dabei handelt es sich um ein Anlageprodukt, welches auf Algorithmen basiert und all die genannten Tätigkeiten für dich übernehmen kann. Dementsprechend müsstest du in diesem Fall nur noch eine Anlagestrategie auswählen und könntest anschließend den Robo Advisor für dich arbeiten lassen.

Wer sein Kapital in SaaS-Aktien oder andere Wertpapiere stecken möchte, der wird hierfür ein Depot benötigen. Positiv ist hierbei, dass eine sehr große Auswahl an Anbietern besteht. Dies macht die Festlegung auf einen passenden Anbieter allerdings umso schwerer. Daher solltest du dir unseren Depot-Vergleich zu Gemüte führen. Denn dieser enthält wichtige Informationen zu empfehlenswerten Anbietern, welche eine gute Wahl für dich darstellen könnten.

FAQ: Die besten SaaS-Aktien

Warum bieten die meisten Softwareunternehmen ihre Software in Form eines Abonnements an?

Dies hat den Grund, dass die Unternehmen dadurch regelmäßige sowie planbare Einnahmen generieren können. Denn vorher hatte man durch den Verkauf von Lizenzen zwar hohe Beträge vereinnahmen können, allerdings war keine gute Planbarkeit gegeben.

Was sind die Vorteile einer Investition in SaaS-Aktien?

Der Branche wird ein hohes Wachstum prognostiziert, sodass sich in Zukunft entsprechende Kursgewinne ergeben sollten. Zudem wird immer mehr über das Internet abgewickelt, sodass die Bereitstellung von Software immer wichtiger wird und eine hohe Nachfrage generieren kann.

Für wen lohnt sich ein Investment in SaaS-Aktien nicht?

Eine Investition in SaaS-Aktien lohnt sich nicht für besonders risikoaverse Investor:innen, die keine hohe Volatilität innerhalb ihres Portfolios haben möchten. Denn wachstumsstarke Branchen sind oftmals besonders anfällig für Kursschwankungen.

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Feda Mecan

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Ich investiere seit mehreren Jahren in internationale Start-ups und habe 2015 OnlineBanken.com gegründet, um ein transparentes und unabhängiges Finanzportal in Deutschland zu etablieren.