Openbank ist die erste europäische Bank, die aktuell grenzüberschreitend in Spanien, Portugal, Deutschland und den Niederlande aktiv ist. Es handelt sich heute um ein Branding der Banco de Santander. Gegründet wurde die Bank als spanische Digitalbank. Openbank stellt die Produkte grundsätzlich mit spanischer IBAN zur Verfügung.

Die wichtigsten Fakten:

  • Anlagesumme 500 Euro.
  • Danach regelmäßige Zahlungen ab einem Euro möglich.
  • Vorzugsweise Investments in nachhaltige Unternehmen.
  • Vermögensverwaltung durch BlackRock.
  • Re-Balancing alle vier Wochen.
  • Kosten orientieren sich am Einlagevolumen.

Über den Openbank Robo-Advisor

Openbank
Robo Advisor
4.3
  • 5 Anlagestrategien
  • Einmalige Einlage möglich ab 500 €
  • oder Sparplan (mtl.) ab 1 €
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 27.01.2021. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2021 financeAds.net
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Das Institut agierte von Anfang an als Multi-Channel Bank und legte bei Gründung den Schwerpunt auf Telefonbanking. Die Öffnung in Richtung anderer europäischer Märkte unter Beibehaltung der spanischen IBAN für ausländische Kunden ist aktuell noch etwas ungewöhnlich. Deutsche Anleger werden durch die deutsche Niederlassung der Banco de Santander betreut und müssen keine Befürchtungen vor Sprachbarrieren haben. Openbank konzentriert sich mit seinem Angebot für Deutschland ausschließlich auf private Anleger.

Die Produkte

Neben dem Openbank Robo-Advisor umfasst die Produktpalette von Openbank noch ein Girokonto, ein Tagesgeldangebot, verschiedene Debitkarten und klassische Investmentfonds für die eigeninitiative Geldanlage. Unser Test beschäftigt sich ausschließlich mit dem Robo-Advisor. Einige Kriterien haben uns neugierig gemacht.

Die Einmalanlage

Wenn du die Vermögensverwaltung von Openbank nutzen möchtest, ist ein Mindestanlagesumme in Höhe von 500 Euro notwendig. Wir denken, dass diese Größenordnung sehr kundenfreundlich ist, da Openbank damit auch Startern den Einstieg in die Welt der Vermögensverwaltung ermöglicht.

Der Sparplan

Openbank bietet im Gegensatz zu anderen Robo-Advisors keinen expliziten Sparplan an. Erfolgte die Mindestanlage, kannst du von diesem Zeitpunkt an willkürlich oder regelmäßig Beträge ab einem Euro auf dein Anlagekonto einzahlen. Mit diesem Ansatz platziert sich Openbank als einer der ersten Ansprechpartner für diejenigen, die sagen: Ich würde gerne anfangen zu sparen, aber ich habe zu wenig Geld.

Als kein Produkt selbst, aber produktbegleitend, zählen wir den Sparzielmanager von Openbank. Du legst fest, zu welchem Zeitpunkt du über welchen Betrag verfügen möchtest und Openbank sagt dir, unter welchen Bedingungen du welchen Betrag anlegen musst.

Der Openbank Robo-Advisor ist im Vergleich zu vielen Mitbewerbern ein ausgesprochen schlankes Angebot. Sehr klar strukturiert ohne das Risiko, dass du dich im Dschungel zahlreicher Vertragskomponenten verläufst.

Genauso klar gegliedert wie die Anlagemodalitäten sind die Kosten. Vermögensverwaltung kostet Geld, fällt aber mit Robo-Advisors auf ETF-Basis deutlich kostengünstiger aus, als die herkömmliche Betreuung durch eine Bank. Openbank setzt sowohl auf ETFs als auch auf herkömmliche Investmentfonds, um eine optimale Diversifizierung des Portfolios zu erreichen. Die monatlichen Aufwendungen für Open Bank schlüsseln sich wie folgt auf:

  • Guthaben unter 25.000 Euro: 1,03 Prozent
  • Guthaben zwischen 25.000 Euro und 100.000 Euro: 0,79 Prozent
  • Guthaben über 100.000 Euro und unter 500.000 Euro: 0,67 Prozent
  • Guthaben über 500.000 Euro und unter einer Million Euro: 0,54 Prozent
  • Guthaben ab einer Million Euro: 0,42 Prozent

Die Gebühren beinhalten die spanische Mehrwertsteuer in Höhe von 21 Prozent. Die Kosten werden anteilig monatlich durch den Verkauf von Depotanteilen abgegolten.

Wichtige Details – worauf muss man bei Openbank achten?

Openbank weist in seinem Angebot keinerlei Fallstricke oder verdeckte Gebühren auf. Es gibt allerdings eine Einschränkung. Sogenannte Juniordepots sind nicht möglich. Das heißt, Eltern können keine Depots auf den Namen der Kinder abschließen.

Die zu Mitbewerbern vergleichsweise hohen Kosten haben einen ganz bestimmten Hintergrund. BlackRock als Vermögensverwalter greift auch auf klassische Investmentfonds mit aktivem Fondsmanagement zurück. Diese sind von Haus aus mit höheren Managementgebühren ausgestattet als passive Fonds. An dieser Stelle musst du im direkten Vergleich mit anderen Robo-Advisors aufpassen. VisualVest beispielsweise berechnet für seine GreenFolios zwischen 1,16 und 1,79 Prozent pro Jahr.

Als nettes Add-on bietet Openbank mit ausgewählten Partnern aus dem Onlineeinzelhandle spezielle Rabattaktionen. Openbank-Kunden profitieren dabei von attraktiven Preisvorteilen, beispielsweise bei Booking.com, Avis oder Women’s World.

Über dein Guthaben kannst du im Übrigen jederzeit ohne weitere Kosten ganz oder teilweise verfügen.

Die Strategie

Wir müssen es noch einmal betonen, Openbank bietet dir ein extrem schlankes Instrument, um mit deinem Vermögensaufbau zu starten. So verzichten die Spanier auf 15 oder 20 Anlagestrategien, und begeben sich zurück zu den Wurzeln. Entsprechend deiner Risikoklasse hast du die Auswahl aus fünf Anlageoptionen:

  • Niedrig
  • Niedrig-mittel
  • Mittel
  • Mittel-hoch
  • Hoch

Die Begriffe stehen für nichts anderes als für den Aktienanteil in deinem Portfolio. „Niedrig“ zielt auf eine möglichst stabile, allerdings auch weniger rentierliche Anlage mit wenigen Aktien ab. „Hoch“ stellt potenzielle Chancen in den Vordergrund, beinhaltet aber auch das Risiko, dass es einmal zu Kursrückgängen im Portfolio kommt.

Hier eine mögliche Zusammenstellung für ein Depot mit mittlerer Ausgewogenheit:

Openbank setzt bei der Auswahl der Basiswerte auf nachhaltige Anlageklassen. Um diese zu identifizieren, wurde der ESG-Schlüssel als Standard eingeführt. Als nachhaltig gelten Unternehmen, welche die Kriterien

  • E = Environmental, umweltverträglich
  • S = Social, sozialverträglich
  • G = Governance, saubere Unternehmensführung

erfüllen.

Nun ist es nicht so, dass du dein Geld an Openbank überweist, diese entsprechend deiner Vorgaben Fonds kaufen und alles Weitere sich selbst überlässt.

Ein Schlüsselbegriff bei einer Vermögensverwaltung, unabhängig davon, ob durch Menschen oder durch Robo-Advisor, ist das Re-Balancing oder auch das Umschichten. Mit der Vorgabe deiner Anlagestrategie sagst du dem Vermögensverwalter genau, wie hoch die Risiken im Portfolio ausfallen dürfen.

Angenommen, die Aktienkurse in deinem Depot mit der Strategie „Mittel“ ziehen deutlich an. Damit kommt es innerhalb des Depots zu einer massiven Werteverschiebung hin zu Aktien. In Euro gemessen, beträgt der prozentuale Aktienanteil dann nicht mehr rund 50 Prozent, sondern beispielsweise 70 Prozent. Dieser Sachverhalt widerspricht deiner Risikoklasse. Um dem entgegenzuwirken, greift die Umschichtung. Der Vermögensverwalter verkauft in diesem Fall so viele Aktienanteile und investiert in konservativere Basiswerte, bis das ursprüngliche Verhältnis wieder hergestellt ist.

Verantwortlich für diesen Prozess ist der Investitionsausschuss, der wiederum von BlackRock, der größten Fondsgesellschaft der Welt, beraten wird. Der Investitionsausschuss tagt einmal im Monat und entscheidet, ob in die einzelnen Strategien eingegriffen wird, und wenn ja, wie.

Aus diesem Vorgehen wird ein Unterschied zu anderen Robo-Advisors deutlich. Openbank arbeitet nicht nur mit Algorithmen, wie es bei einigen Robo-Advisors üblich ist, sondern auch mit „Menschen“. Damit nutzt die Santander-Tochter das jeweils beste aus zwei Welten: Nüchterne mathematische Kalkulationen und darauf aufbauend die Auswahl aufgrund der menschlichen Expertise.

Die Sicherheitsaspekte

Wir müssen das Thema „Sicherheitsaspekte“ aus zwei Blickwinkeln beleuchten. Da ist zum einen die Sicherheit des Investments vor dem Hintergrund schwankender Aktienmärkte. Zum anderen die Sicherheit in Bezug auf eine mögliche Insolvenz der am Openbank Robo-Advisor beteiligten Unternehmen.

Kommen wir zum Thema Aktien und Sicherheit. Aktien unterliegen im Gegensatz zu Anleihen stärkeren Kursschwankungen. Du musst damit rechnen, dass es immer wieder einmal Kursrückgänge gibt. Wenn du dir aber einmal ein Chart wir den DAX oder den MSCI über einige Jahrzehnte hinweg anschaut, wirst du sehen: Am Ende ging es immer wieder nur bergauf.

Zum Thema Insolvenz von Openbank oder einer Fondsgesellschaft. Deine Wertpapiere, die im Depot liegen, gelten als sogenanntes Sondervermögen. Das bedeutet, sollte einer der beteiligten Firmen eine Insolvenz anmelden, ist es Aufgabe des Insolvenzverwalters, lediglich eine andere Bank zu suchen, auf die er die Depots übertragen kann und der künftig die Aufgabe des Robo-Advisors übernimmt. Beinhaltet dein Investment Bareinlagen, sind diese im Rahmen der europäischen Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro geschützt.

Wir sagen, es bestehen keine formalen Risiken durch einen Ausfall einer der beteiligten Firmen.

Openbank Investortyp

So leicht ist es, mit dem Investieren zu beginnen.

Der Ablauf der Depoteröffnung bei Openbank

Du findest das Angebot von Openbank spannend, wüsstest aber gerne im Vorfeld, wie es mit der Kontoeröffnung aussieht? Wir haben die Antragsstrecke für dich gestartet.

Der Antragsprozess startet mit einem Klick auf den Button „Mit dem Investieren beginnen“. Zunächst stellst du einen Antrag für ein kostenloses Girokonto und eine kostenlose Debitkarte. Diese sind der Grundstock für jede Geschäftsbeziehung mit Openbank. Nachdem du auf diese Art Kunde geworden bist, kannst du mit der Depoteröffnung starten. Für Fragen ist unten rechts am Bildschirmrand ein Chatsymbol eingeblendet, der dich zum Live-Chat führt.

Openbank ist gemäß Wertpapierhandelsgesetz dazu verpflichtet, mit dir eine Geeignetheitsprüfung zu durchlaufen. Diese fragt die wirtschaftlichen Verhältnisse, deine Kenntnisse mit verschiedenen Wertpapiergattungen und deine Anlageziele ab. Als Ergebnis erhältst du jetzt einen mit deinen Angaben harmonisierenden Vorschlag. Du kannst diesen Vorschlag noch modifizieren, aber:

Angenommen, dein monatliches Einkommen beträgt 1.200 Euro netto, dein Sparguthaben 1.000 Euro und du möchtest 500 Euro in die Strategie „Hoch“ investieren. Bislang hast du keinerlei Erfahrung mit Wertpapieren. An dieser Stelle muss dich Openbank darauf aufmerksam machen, dass es vielleicht hilfreicher wäre, zunächst mit einer Wertpapierstrategie zu beginnen, die nur einen sehr geringen Aktienanteil aufweist.

Es kommt auch der Punkt, an dem du bestätigen musst, dass du alle Informationen zu Wertpapiergeschäften gelesen und verstanden hast. Ohne dieses Häkchen ist ein Weitermachen im Anlageprozess nicht möglich.

Openbank ist eine moderne Bank und setzt vollumfänglich auf digitale Prozesse. Dies gilt auch für die Legitimation. Diese erfolgt im Rahmen des VideoIdent-Verfahrens. Dafür benötigst du ein Endgerät mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie ein Smartphone. Der gültige Ausweis mit Wohnsitzangabe ist unabdingbar. Der Videochat startet, sobald du ihn aktivierst. Ein Mitarbeiter führt dich Schritt für Schritt durch die Anmeldung.

Nach der Anmeldung ist die vollständige Nutzung von Openbank mittels App möglich.

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Unsere Meinung

So leid es uns tut, aber Openbank ist ein Beispiel dafür, dass dort, wo Licht ist, sich häufig auch Schatten findet. Wenn dich der Openbank Robo-Advisor nicht überzeugen kann, schau dir auch mal unseren Test zu Growney an.

Die positiven Aspekte zuerst. Openbank bietet ein Robo-Advisor-Konzept, dass sich in erster Linie an Einsteiger mit kleinem Budget wendet. Damit wird Vermögensverwaltung faktisch für jeden möglich. Das Modell ist so schlank, wie der finanzielle Einsatz, der für den Start benötigt wird. Gut finden wir, dass eine kontinuierliche Besparung bereits mit einem Euro im Monat möglich ist. Gut finden wir auch, dass der Schwerpunkt der Investments auf nachhaltigen Anlagen liegt. Das automatisierte Zielsparen kann bei der Umsetzung finanzieller Pläne durchaus hilfreich sein.

Was hat uns weniger gut gefallen? Auch wenn das Girokonto kostenfrei geführt wird, empfinden wir es als ein wenig zwanghaft, dass du dieses auf jeden Fall eröffnen musst, um von dem Robo-Advisor zu profitieren. Leider erfährst du davon erst, wenn du den Antragsprozess für den Robo-Advisor startest. Die monatlichen Kosten stufen wir im Vergleich zu den Mitbewerbern als eher sportlich ein. Beide Faktoren führen am Ende zu einem Punktabzug von 0,5 bei den Kriterien „Produkt“ und „Andere Optionen“.

Als Fazit bleibt, dass Openbank trotzdem für viele Starter eine echte Option darstellt.

Häufige Fragen zur Openbank

💰 Wie hoch ist der Mindest-Anlagebetrag?

Die Mindestanlage beträgt 500 Euro. Danach sind Zahlungen, auch kontinuierlich, ab einem Euro im Monat möglich.

❓ Welche Anlageklassen sind vorhanden?

Der RoboAdvisor von Openbank investiert in Geldmarkt, Anleihen, Aktien und Sachwerte. Schwerpunkt sind dabei nachhaltige Investments.

✅ Was sind die Vorteile von Openbank

Openbank bietet zunächst einmal aufgrund der niedrigen Ersteinlage eine Vermögensverwaltung für alle. Durch die Mischung von aktiv gemanagten Fonds und passiven Fonds steht ein sehr breites Anlageuniversum zur Verfügung. Die Kombination von mathematisch ermittelten Investitionskriterien und menschlicher Expertise kombiniert das Beste aus den zwei Welten.

🤔 Wie transparent ist Openbank

Openbank bietet eine größtmögliche Transparenz.

Veröffentlicht von

Ursprünglich komme ich aus dem reinen Marketing, aber mein Interesse an Finanzthemen führte mich zu diesem Hobby, der OnlineBanken.com